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Metallschlauch flexibel hitzebeständig bis 120 °C

Der flexible Metallschlauch bis 120 °C ist für abrasive Förder- und Absauganwendungen ausgelegt, bei denen hohe mechanische Belastung, robuste Wandung, elektrische Leitfähigkeit und Temperaturreserve wichtiger sind als maximale Leichtgängigkeit. Die profilierte Ausführung aus verzinktem Stahlband eignet sich für Späne, Schleifstaub, Granulate, Schüttgut, Ölnebel, staubhaltige Abluft und weitere trockene oder gasförmige Medien in stark beanspruchten Leitungsabschnitten.

Wo flexible Leitungen nicht nur einen Luft- oder Materialstrom führen, sondern zusätzlich gegen Scheuern, Stösse, Vibrationen und abrasive Partikel bestehen müssen, stossen klassische Folienschläuche oder leichtere Kunststoffschläuche schnell an Grenzen. Genau für diese Fälle ist der flexible Metallschlauch ausgelegt. Die Metallkonstruktion schafft eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Beanspruchung und bleibt gleichzeitig ausreichend flexibel für Übergänge, bewegte Abschnitte und nachträgliche Anpassungen im Leitungsnetz.

Der Schlauch eignet sich für Förder-, Entstaubungs- und Abluftleitungen mit abrasiven Medien, wenn Temperaturen bis ca. 120 °C auftreten und zusätzlich eine elektrisch leitfähige Bauart gefordert ist. Damit passt die Serie besonders gut in raue Industrieumgebungen, in denen grobe Partikel, abrasive Stäube oder Schüttgüter transportiert werden und flexible Verbindungen deutlich mehr aushalten müssen als bei klassischen Absauganschlüssen.

Systemüberblick und Funktion

Der Metallschlauch ist aus profiliertem, verzinktem Stahlband mit eingehaktem Profil aufgebaut. Zwischen den Profilgängen sitzt eine Spezialfaden-Dichtung. Diese Bauart verbindet Flexibilität mit hoher Abriebfestigkeit, guter Formstabilität und einer robusten Oberfläche für anspruchsvolle Förder- und Absaugstrecken. Im Vergleich zu PU- oder PVC-Schläuchen liegt seine Stärke weniger in maximaler Stauchbarkeit, sondern in mechanischer Belastbarkeit und Widerstand gegen raue Medienführung.

Die elektrisch leitfähige Wandung unterstützt den Einsatz in Systemen mit feinen Stäuben oder abrasiven Schüttgütern, in denen elektrostatische Aufladung technisch berücksichtigt werden muss. Gleichzeitig eignet sich die Serie für Temperaturen bis ca. 120 °C und damit auch für warmgehende Prozess- und Abluftströme. Für deutlich höhere Temperaturen ist ein hitzebeständiger Schlauch bis 650 °C die passendere Richtung.

Komponenten und verfügbare Ausführungen

Die Serie ist als Meterware ab 1 m aufgebaut und deckt Nennweiten von Ø 40 bis Ø 300 mm ab. Kleinere Ø eignen sich für kompakte Maschinenanschlüsse, Entstaubungspunkte und bewegte Übergänge. Mittlere Grössen sind typische Arbeitsbereiche für Förder- und Absaugleitungen mit Spänen, Schleifstaub oder Granulat. Grosse Ø kommen dort in Frage, wo hohe Volumenströme, breite Sammelstrecken oder gross dimensionierte Absaugstränge gefordert sind.

Die Links liegen direkt auf dem Ø. So lässt sich die passende Nennweite unmittelbar über Biegeradius, Gewicht und Einbausituation auswählen. Die Lieferung erfolgt als Meterware; technische Fertigungslängen liegen typischerweise bei 2,5 m, 5 m oder 10 m.

Ø innen Ø aussen Biegeradius Gewicht Lieferform
Ø 40 mm 45 mm 135 mm 0,70 kg/m ab 1 m
Ø 50 mm 55 mm 155 mm 0,81 kg/m ab 1 m
Ø 60 mm 66 mm 185 mm 1,01 kg/m ab 1 m
Ø 80 mm 86 mm 230 mm 1,33 kg/m ab 1 m
Ø 90 mm 97 mm 235 mm 1,78 kg/m ab 1 m
Ø 100 mm 107 mm 250 mm 1,98 kg/m ab 1 m
Ø 110 mm 117 mm 275 mm 2,17 kg/m ab 1 m
Ø 120 mm 127 mm 320 mm 2,36 kg/m ab 1 m
Ø 125 mm 132 mm 337 mm 2,45 kg/m ab 1 m
Ø 140 mm 149 mm 360 mm 3,07 kg/m ab 1 m
Ø 150 mm 159 mm 385 mm 3,29 kg/m ab 1 m
Ø 160 mm 169 mm 410 mm 3,50 kg/m ab 1 m
Ø 180 mm 189 mm 455 mm 3,58 kg/m ab 1 m
Ø 200 mm 211 mm 460 mm 5,22 kg/m ab 1 m
Ø 225 mm 236 mm 517,5 mm 5,86 kg/m ab 1 m
Ø 250 mm 261 mm 575 mm 6,50 kg/m ab 1 m
Ø 275 mm 286 mm 632,5 mm 7,13 kg/m ab 1 m
Ø 300 mm 311 mm 700 mm 7,78 kg/m ab 1 m

Die Staffelung zeigt deutlich, wie stark sich die Serie über Nennweite und Biegeradius ausprägt. Während Ø 40 bis Ø 80 mm noch vergleichsweise kompakte Übergänge ermöglichen, richten sich Ø 160 mm und grösser klar an grossvolumige Förder- und Entstaubungsstrecken. Mit steigender Grösse wachsen Gewicht und erforderlicher Bauraum deutlich. Das muss bei Halterung, Aufhängung und Leitungsführung von Anfang an mitgedacht werden.

Typische Einsatzbereiche

Typische Einsatzbereiche sind Span- und Schleifstationen, Entgratanlagen, Strahlkabinen, Förder- und Entstaubungsleitungen, Trichter- und Austragsstrecken, Silo- und Förderanlagen sowie Übergänge zwischen starren Rohrleitungen und Maschinen. Auch bei warmgehenden Prozess- und Abluftströmen bis ca. 120 °C ist diese Bauart interessant, wenn zusätzlich abrasive Medien oder grobe Handhabung eine Rolle spielen.

Besonders stark ist die Serie in rauen Industrieumgebungen mit Reibung an Stahlbauteilen, wiederholter Vibration oder gröberem Anlagenbetrieb. Dort spielt die Metallkonstruktion ihre Stärken aus. Für feinmechanische, sehr leichte oder hochstauchbare Anschlüsse ist sie dagegen bewusst nicht ausgelegt.

Auswahl und Auslegung

Für die richtige Auslegung sind Medium, Korngrösse, Fördergeschwindigkeit, Temperatur, Volumenstrom, Unterdruck und Leitungsweg entscheidend. Metall- und Kunststoffspäne, Schleifstaub, Strahlmittel, Granulate und grobe Schüttgüter belasten flexible Leitungen deutlich stärker als weiche Faser- oder Standardstaubströme. In diesen Fällen ist die Metallbauart oft die robustere Lösung.

Wenn sehr hohe Flexibilität, kleine Radien und bewegte Faltenbalgstrecken im Vordergrund stehen, sind PU-Schläuche je nach Medium oft die beweglichere Wahl. Wenn dagegen mechanische Robustheit, hohe Abriebfestigkeit und Leitfähigkeit bei rauem Industrieeinsatz zählen, ist der Metallschlauch konstruktiv näher an der Aufgabe. Gerade bei abrasivem Materialstrom und häufiger äusserer Belastung ist diese Einordnung wichtig.

Zusätzlich sollte geprüft werden, ob die flexible Strecke wirklich über die gesamte Leitungsführung nötig ist. In vielen Anlagen ist es sinnvoll, die flexiblen Abschnitte nur dort einzusetzen, wo Bewegung, Vibration oder Montagezugang gebraucht werden, und die geraden Hauptstrecken starr auszubilden. Das reduziert Verschleiss, verbessert die Strömung und hält das System ruhiger.

Montage, Integration und Praxis

Für eine langlebige Lösung sollte der Metallschlauch spannungsfrei mit ausreichend grossem Biegeradius verlegt werden. Zu enge Umlenkungen erhöhen den Innenanprall des Förderguts und damit den lokalen Verschleiss. Gleichzeitig können bleibende Verformungen entstehen, wenn der Schlauch dauerhaft unter Spannung oder unterhalb seines zulässigen Radius geführt wird.

In der Praxis ist die Kombination mit unserem verzinkten Rohrsystem oft die sinnvollste Lösung. Starre Abschnitte übernehmen die geradlinigen Hauptstrecken, während der Metallschlauch gezielt dort eingesetzt wird, wo Bewegung, Vibration, nachträgliche Anpassung oder ein robuster Übergang zwischen Aggregaten gefragt ist. So bleibt der flexible Abschnitt kurz, belastbar und technisch sauber eingebunden.

Gerade bei leitfähigen Systemen mit feinen Stäuben oder abrasivem Materialtransport ist eine durchgängige Erdung aller Rohr- und Schlauchabschnitte wichtig. Bei sehr aggressiven Medien oder hohen Partikelgeschwindigkeiten lohnt sich zudem eine regelmässige Sichtkontrolle der am stärksten belasteten Umlenk- und Übergangsbereiche.

Beratung zu flexiblem Metallschlauch bis 120 °C

Wenn Sie eine flexible, hochabriebfeste und leitfähige Verbindung für Späne, Staub, Granulat oder warmgehende Prozessluft auslegen möchten, sind Medium, Korngrösse, Fördergeschwindigkeit, Temperatur, Volumenstrom und Leitungsweg die entscheidenden Angaben. Genau daraus ergibt sich, welche Nennweite technisch sauber funktioniert und ob die Metallbauart gegenüber PU oder PVC die bessere Lösung ist.

Wir unterstützen Sie bei der Wahl des passenden Ø, bei der Einbindung in bestehende Förder- und Entstaubungssysteme sowie bei der Abstimmung auf starre Rohrstrecken, Übergänge, Schellen und die reale mechanische Belastung im Betrieb.

FAQ – Häufige Fragen zu flexiblem Metallschlauch bis 120 °C

Für welche Medien ist der Metallschlauch besonders geeignet?

Vor allem für abrasive Medien wie Metall- und Kunststoffspäne, Schleifstaub, Strahlmittel, Granulate, Schüttgut sowie für staubhaltige Abluft und Ölnebel. Die Eignung hängt zusätzlich von Korngrösse, Geschwindigkeit und Temperatur ab.

Wann ist ein Metallschlauch sinnvoller als ein PU-Schlauch?

Dann, wenn hohe mechanische Robustheit, äussere Belastbarkeit, Leitfähigkeit und Widerstand gegen Scheuern und Stösse im Vordergrund stehen. Für sehr bewegliche oder stark stauchbare Anschlüsse kann PU je nach Aufgabe die flexiblere Lösung sein.

Bis zu welcher Temperatur kann die Serie eingesetzt werden?

Die Serie ist für Temperaturen bis ca. 120 °C ausgelegt. Für deutlich heissere Prozess- oder Abluftströme sollte eine dafür spezialisierte hitzebeständige Schlauchbauart gewählt werden.

Wie wird der Metallschlauch geliefert?

Im Shop als Meterware ab 1 m. Technische Fertigungslängen liegen typischerweise bei 2,5 m, 5 m oder 10 m, aus denen die benötigten Längen konfektioniert werden.

Worauf muss ich bei der Montage besonders achten?

Auf ausreichend grosse Biegeradien, spannungsfreie Verlegung, stabile Anschlüsse und eine minimierte äussere Scheuerbelastung. Gerade bei abrasiven Medien sollten Umlenkungen und Übergänge besonders sauber ausgeführt werden.

Ist die Leitfähigkeit allein schon ausreichend für staubführende Systeme?

Nein. Die leitfähige Bauart ist ein wichtiger Baustein, ersetzt aber keine durchgängige Erdung und keine saubere technische Auslegung des gesamten Förder- oder Absaugsystems.

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