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Absaugschlauch Aramid – Abgas und lackbeständig

Dieser Aramid-Gewebeschlauch eignet sich für heisse und kalte Abgase, Rauch, Dämpfe, Prozessgase sowie thermisch belastete Abluft, wenn hohe Temperaturbeständigkeit, gute Chemikalienbeständigkeit und eine flexible Schlauchführung für Abgasabsaugung, Lackierumgebungen, Trocknungsprozesse und Hochtemperatur-Anwendungen gefragt sind.

Die Serie ist für Absaugaufgaben mit thermischer und chemischer Belastung ausgelegt. Das beschichtete Aramid-Hochtemperaturgewebe in Verbindung mit einer aussenliegenden verzinkten Stahlspirale ergibt einen leichten, robusten und sehr beweglichen Gewebeschlauch, der sich auch bei beengten Platzverhältnissen sauber führen lässt.

Der Schlauch ist hochflexibel, stauchbar bis ca. 4:1, vibrationsfest und abknicksicher. Der Temperaturbereich liegt bei ca. -60 °C bis +260 °C, kurzzeitig bis ca. +300 °C. Damit eignet sich die Reihe sowohl für klassische Abgasabsaugung als auch für thermisch belastete Prozessabluft aus Lackierung, Trocknung, Ofentechnik und Metallverarbeitung.

Systemüberblick und Funktion

Dieser Gewebeschlauch ist für Anwendungen gedacht, bei denen übliche PVC- oder PU-Schläuche an ihre Temperaturgrenzen kommen. Die textile Bauart hält das Gewicht niedrig und erleichtert die Führung an Absaugarmen, Schlauchaufrollern, Erfassungshauben, bewegten Maschinenanschlüssen und flexiblen Übergängen zu Rohrleitungen.

Im Vordergrund stehen Abgas- und Hochtemperatur-Abluftströme, lack- und lösemittelbelastete Luft, Rauch und Dämpfe. Für stark abrasive Förderaufgaben mit groben, scharfkantigen Feststoffen ist diese Bauart weniger gedacht. Dort sind schwerere PU-Schläuche meist die robustere Lösung.

Komponenten und verfügbare Ausführungen

Die Reihe ist breit abgestuft und deckt kleine Anschlussgrössen für einzelne Absaugpunkte ebenso ab wie grosse Ø für Sammel- und Hauptleitungen. Geliefert wird der Schlauch als Meterware ab 1 m. Standardlängen gemäss Datenblatt liegen typischerweise bei 3 m und 6 m.

Die wichtigsten geführten Ausführungen sind:

Ø innen Ø aussen Überdruck Unterdruck Biegeradius Gewicht Lieferform
Ø 40 mm52 mm0,630 bar0,440 bar22 mm0,28 kg/mab 1 m
Ø 65 mm77 mm0,480 bar0,290 bar29,5 mm0,41 kg/mab 1 m
Ø 70 mm82 mm0,455 bar0,260 bar31 mm0,44 kg/mab 1 m
Ø 75 mm87 mm0,435 bar0,230 bar32,5 mm0,47 kg/mab 1 m
Ø 100 mm112 mm0,255 bar0,120 bar40 mm0,64 kg/mab 1 m
Ø 110 mm122 mm0,240 bar0,105 bar43 mm0,70 kg/mab 1 m
Ø 120 mm132 mm0,225 bar0,090 bar46 mm0,77 kg/mab 1 m
Ø 130 mm142 mm0,215 bar0,075 bar49 mm0,83 kg/mab 1 m
Ø 140 mm152 mm0,205 bar0,060 bar52 mm0,90 kg/mab 1 m
Ø 215 mm227 mm0,110 bar0,030 bar74,5 mm1,81 kg/mab 1 m
Ø 225 mm237 mm0,105 bar0,025 bar77,5 mm1,90 kg/mab 1 m
Ø 250 mm262 mm0,080 bar0,020 bar85 mm2,11 kg/mab 1 m
Ø 300 mm312 mm0,075 bar0,015 bar100 mm2,53 kg/mab 1 m
Ø 325 mm337 mm0,060 bar0,015 bar106,5 mm2,74 kg/mab 1 m
Ø 350 mm362 mm0,050 bar0,015 bar115 mm2,95 kg/mab 1 m
Ø 450 mm462 mm0,045 bar0,010 bar145 mm2,75 kg/mab 1 m
Ø 800 mm812 mm0,020 bar0,002 bar250 mm4,88 kg/mab 1 m

Die Spannweite der Nennweiten zeigt die technische Einordnung klar: Ø 40 mm bis Ø 75 mm passen zu einzelnen Absaugpunkten, kompakten Abgasanschlüssen und mobilen Erfassungselementen. Ø 100 mm bis Ø 140 mm sind typische Grössen für Absaugarme, Aufroller und thermisch belastete Einzelstrecken. Ø 215 mm bis Ø 800 mm richten sich an Sammel- und Hauptleitungen mit hohen Luftmengen.

Typische Einsatzbereiche

Typische Anwendungen sind Abgasabsaugungen an PKW, Nutzfahrzeugen, Land- und Baumaschinen, Prüfständen und Werkstattplätzen. Dazu kommen Abgasschlauchaufroller, Saugschlitzkanäle sowie Überflur- und Unterflurabsauganlagen, bei denen bewegliche und temperaturbeständige Anschlussstrecken gebraucht werden.

Darüber hinaus passt die Serie zu Lackierkabinen, Trocknungs- und Einbrennprozessen, Öfen, Giessereien, Hochöfen, Schmelzen, Keramikindustrie, Glasindustrie, Stahlwerken und Aluminiumhütten. Auch als Faltenbalg oder Kompensator zwischen starren Bauteilen ist die Bauart sinnvoll, wenn Vibration, Wärmedehnung oder Positionsänderungen aufgenommen werden müssen.

Auswahl und Auslegung

Für die Auswahl zählen vor allem Medium, Temperatur, Volumenstrom, Leitungslänge, Druck oder Unterdruck, Biegeradius und Einbausituation. Bei Abgasabsaugung ist zusätzlich wichtig, ob eine Einzelabnahme oder eine Sammelstrecke geplant ist. Bei Lack- und Prozessabluft kommt es stärker auf chemische Belastung, Wärmeniveau und die Führung im Anlagenumfeld an.

Die Druckwerte müssen sauber eingeordnet werden: Mit wachsendem Ø sinken die zulässigen Über- und Unterdruckwerte deutlich. Grosse Nennweiten sind für hohe Luftmengen gedacht, verlangen aber mehr Platz, ruhige Führung und eine saubere mechanische Einbindung. Gerade ab Ø 300 mm sollten Biegeradius, Aufhängung und Anschlussausbildung früh mitgeplant werden.

Gegenüber Standard-Kunststoffschläuchen bietet die Aramid-Ausführung deutlich mehr thermische Reserve. Gegenüber schweren PU-Schläuchen liegt ihre Stärke weniger in der Förderung stark abrasiver Medien, sondern in der Kombination aus Hitzeverträglichkeit, Flexibilität, Stauchbarkeit und geringerem Gewicht.

Montage, Integration und Praxis

Der Schlauch sollte auf passende Rohrstutzen, Abgasdüsen, Übergangsstücke oder Muffen aufgeschoben und formschlüssig befestigt werden, zum Beispiel mit Schlauchschellen oder Spannbändern. Eine spannungsfreie Verlegung ist wichtig, damit die textile Bauart ihre Flexibilität ausspielen kann und die Anschlüsse nicht unnötig belastet werden.

Der jeweilige Biegeradius muss eingehalten werden. Enge Umlenkungen, Torsion, Quetschungen und scharfe Kanten verkürzen die Lebensdauer deutlich. In bewegten Systemen wie Aufrollern, Armen oder verfahrbaren Hauben helfen Zugentlastung, saubere Führung und ausreichend Bewegungsreserve.

Wird der Schlauch als Kompensator eingesetzt, kann er Vibrationen, Setzbewegungen und thermische Längenänderungen zwischen starren Leitungen aufnehmen. Das entlastet benachbarte Bauteile und erhöht die Betriebssicherheit.

Beratung zu Absaugschlauch Aramid – Abgas und lackbeständig

Wenn Sie eine Abgas- oder Hochtemperatur-Abluftstrecke auslegen, sind vor allem Medium, Temperatur, Luftmenge, Leitungslänge und Einbausituation entscheidend. Ebenso wichtig ist die Frage, ob der Schlauch als bewegte Anschlussleitung, als flexible Verbindung zu einer Hauptleitung oder als Kompensator zwischen starren Bauteilen eingesetzt wird.

Wir unterstützen Sie bei der Auswahl des passenden Ø, der geeigneten Schlauchlänge und der technisch sauberen Einbindung in Abgasabsaugung, Lackierumgebung oder Hochtemperatur-Prozessluft.

FAQ – Häufige Fragen zu Absaugschlauch Aramid – Abgas und lackbeständig

Für welche Temperaturen ist der Schlauch ausgelegt?
Der Schlauch ist für ca. -60 °C bis +260 °C im Dauerbetrieb ausgelegt und verträgt kurzzeitig bis ca. +300 °C. Direkte Flammeneinwirkung sollte vermieden werden.

Wofür eignet sich Aramid besser als ein normaler Kunststoffschlauch?
Vor allem bei heissen Abgasen, thermisch belasteter Prozessabluft, Lackierumgebungen und überall dort, wo hohe Temperaturbeständigkeit mit Flexibilität kombiniert werden muss.

Kann der Schlauch als Kompensator eingesetzt werden?
Ja. Die Bauart eignet sich sehr gut als Faltenbalg oder Kompensator zwischen starren Leitungen und heissen oder vibrierenden Aggregaten.

Wie wird die Serie geliefert?
Die Ausführungen sind als Meterware ab 1 m erhältlich. Standardlängen gemäss Datenblatt liegen typischerweise bei 3 m und 6 m.

Ist der Schlauch für stark abrasive Medien geeignet?
Für leichte bis mittlere Staub- und Pulveranteile ist die Serie gut geeignet. Bei groben, scharfkantigen oder stark abrasiven Medien sind meist schwerere PU-Schläuche die robustere Wahl.

Sie haben Fragen?
Rufen Sie uns gerne an.

+41 41 787 08 52 info@absaugtechnik.ch