Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen

Schlauch-Absaugarm hängend

Hängende Schlauch-Absaugarme sind die flexible Lösung für die direkte Erfassung von Schweissrauch, Schleifstaub, Lötrauch und vergleichbaren Emissionen an der Quelle. Die Kombination aus beweglicher Schlauchführung, stabil positionierbarer Haube und kompakter Hängemontage eignet sich besonders für Arbeitsplätze, an denen sich die Erfassungsposition regelmässig ändert und gleichzeitig wenig störende Konstruktion im Arbeitsbereich gewünscht ist.

Hängende Schlauchabsaugarme sind auf die punktgenaue Erfassung belasteter Luft direkt am Entstehungsort ausgelegt. Anders als starre Erfassungselemente lassen sie sich schnell an wechselnde Arbeitspositionen anpassen und danach wieder sauber in Stellung halten. Das ist besonders interessant bei manuellen Prozessen, bei denen Rauch, feine Stäube oder Dämpfe nicht dauerhaft an derselben Stelle entstehen.

Für die Auslegung zählen bei dieser Baugruppe vor allem Reichweite, Luftmenge, Haubengeometrie, Strömungsführung und Einbausituation. Entscheidend ist nicht nur, dass der Arm mechanisch passt, sondern dass die Haube nahe genug an die Emissionsquelle geführt werden kann und das angeschlossene Rohrsystem den erforderlichen Volumenstrom ohne unnötige Verluste unterstützt.

Systemüberblick und Funktion

Die Schlauchausführung spielt ihre Stärke überall dort aus, wo grosse Beweglichkeit bei geringer Einbautiefe gefragt ist. Der Arm lässt sich leicht zur Quelle führen, sauber ausrichten und bei wechselnden Tätigkeiten wieder neu positionieren. Damit eignet er sich für Arbeitsplätze, an denen nicht ein starres Erfassungselement, sondern eine flexible und dennoch kontrollierbare Punktabsaugung gebraucht wird.

Beide geführten Varianten arbeiten mit Ø 160 mm, einer Saughaube Ø 315 mm mit Griff sowie einem empfohlenen Volumenstrom von ca. 900–1400 m³/h. Der PVC-Schlauch ist für Temperaturen bis 80 °C ausgelegt. Damit bewegen sich diese Arme im Bereich klassischer Punktabsaugungen für Rauch- und Staubquellen, nicht im Bereich hochtemperaturbeständiger Spezialanwendungen.

Komponenten und verfügbare Ausführungen

Die Serie ist klar über die Reichweite gestaffelt. Die 2-m-Ausführung eignet sich für kompaktere Arbeitszonen mit kurzer Distanz zwischen Aufhängung und Erfassungsbereich. Die 3-m-Ausführung erweitert den Arbeitsradius deutlich und passt besser zu breiteren Werkbänken, Fertigungslinien oder Bereichen mit häufig wechselnden Positionen.

Da Rohr-Ø, Haubendurchmesser und empfohlener Luftmengenbereich gleich bleiben, liegt die eigentliche Auswahlentscheidung hier in erster Linie bei Reichweite, Platzverhältnissen, Führbarkeit und dem mechanischen Aufbau der Hängemontage.

Reichweite Rohr-/Schlauch-Ø Saughaube Empf. Volumenstrom Schlauch / Temperatur
2 m Ø 160 mm Ø 315 mm mit Griff ca. 900–1400 m³/h PVC, bis 80 °C
3 m Ø 160 mm Ø 315 mm mit Griff ca. 900–1400 m³/h PVC, bis 80 °C

Typische Einsatzbereiche

Typische Anwendungen sind Schweiss-, Schleif- und Lötarbeiten sowie Nachbearbeitung, Reparaturplätze, Ausbildungsplätze, Laborbereiche und vergleichbare manuelle Arbeitszonen. Überall dort, wo Emissionen direkt an der Quelle erfasst werden sollen, ist ein beweglicher Absaugarm deutlich wirksamer als eine entfernte Raumabsaugung.

Die 2-m-Ausführung passt vor allem zu kompakteren Arbeitsplätzen und Maschinenzonen. Die 3-m-Ausführung spielt ihre Stärke dort aus, wo grössere Werkflächen, breitere Tische oder wechselnde Arbeitsradien abgedeckt werden müssen. In beiden Fällen gilt: Die beste Erfassung entsteht nicht durch maximale Distanz, sondern durch die möglichst nahe Positionierung der Haube an der Emissionsquelle.

Auswahl und Auslegung

Für die Auswahl ist zuerst zu klären, wie gross der tatsächlich abzudeckende Arbeitsbereich ist. Ein Arm mit zu kurzer Reichweite erzwingt unpraktische Arbeitspositionen. Ein unnötig langer Arm braucht mehr Platz, verlangt sauberere Führung und sollte mechanisch sinnvoll aufgehängt werden. Reichweite ist deshalb nicht einfach Komfort, sondern ein zentraler Auslegungswert.

Strömungstechnisch muss das Gesamtsystem zum Arm passen. Bei Ø 160 mm und einem empfohlenen Volumenstrom von ca. 900–1400 m³/h müssen Rohrnetz, Bogenführung, allfällige Schieber und der angeschlossene Ventilator so abgestimmt sein, dass am Erfassungspunkt noch genügend Luftleistung ankommt. Lange oder ungünstig geführte Leitungswege erhöhen den Druckverlust und verschlechtern die reale Erfassungswirkung.

Auch Medium und Temperatur sind sauber einzuordnen. Die Baugruppe ist für typische Rauch- und Staubanwendungen mit PVC-Schlauch bis 80 °C ausgelegt. Für deutlich höhere Temperaturen, aggressive Medien oder spezialisierte Prozessanforderungen ist eine andere Arm- oder Schlauchlösung sinnvoller.

Montage, Integration und Praxis

Die Montage erfolgt hängend an Konsole oder Decke beziehungsweise an einer passenden Wand-/Deckenkonsole. Wichtig ist eine mechanisch saubere Aufhängung mit ausreichender Stabilität, damit der Arm leichtgängig bleibt und seine Position zuverlässig hält. Gerade bei längerer Reichweite muss die Tragkonstruktion nicht nur das Gewicht aufnehmen, sondern auch die Bewegung im Alltag sauber führen.

Für die Einbindung in die Anlage ist der Anschluss an ein strömungsgünstig aufgebautes Rohrsystem entscheidend. Radien sollten grosszügig geplant werden, unnötige Widerstände sind zu vermeiden. Schieber, Flansche, Konsolen und Montagematerial müssen so gewählt werden, dass Bedienung, Wartung und spätere Anpassungen möglich bleiben.

In der Praxis entscheidet die Haubenposition über die Wirkung. Selbst ein gut dimensionierter Arm verliert deutlich an Einfanggrad, wenn die Haube zu weit von der Quelle entfernt bleibt. Deshalb sollte sie bei Rauch- und Staubquellen so nah wie möglich an den Entstehungsbereich geführt werden, ohne den Arbeitsprozess zu behindern.

Beratung zu hängenden Schlauchabsaugarmen

Für eine saubere Auswahl reichen meist wenige Eckdaten: Art der Emission, Temperaturbereich, gewünschte Reichweite, Einbaulage, vorhandenes Rohrsystem und verfügbare Luftleistung. Daraus lässt sich rasch ableiten, ob 2 m oder 3 m sinnvoller sind und wie Aufhängung sowie Leitungsführung ausgelegt werden sollten.

Gerade bei Punktabsaugungen lohnt sich die Abstimmung des gesamten Systems. Wenn Arm, Luftmenge, Aufhängung und Rohrführung zusammenpassen, entsteht nicht nur eine bewegliche Lösung, sondern eine im Alltag wirklich wirksame Erfassung direkt an der Quelle.

FAQ – Häufige Fragen zu hängenden Schlauchabsaugarmen

Wann ist 2 m Reichweite sinnvoll?
Vor allem bei kompakten Arbeitsplätzen, kurzen Distanzen zwischen Aufhängung und Erfassungsbereich sowie dort, wo der Arm möglichst platzsparend geführt werden soll.

Wann ist 3 m die bessere Wahl?
Wenn grössere Werkflächen, breitere Tische oder häufig wechselnde Arbeitspositionen abgedeckt werden müssen und der zusätzliche Bewegungsradius im Alltag echten Nutzen bringt.

Welche Luftmenge ist bei Ø 160 mm sinnvoll?
Für diese Serie liegt der empfohlene Bereich bei ca. 900–1400 m³/h. Entscheidend ist jedoch immer das Gesamtsystem aus Arm, Rohrleitung, Druckverlust und angeschlossenem Ventilator.

Wie nahe sollte die Haube an die Quelle?
So nah wie möglich, ohne den Arbeitsvorgang zu behindern. Je geringer der Abstand, desto besser ist in der Regel der Einfanggrad von Rauch und Staub.

Für welche Temperaturen ist der Arm geeignet?
Die hier geführte Serie arbeitet mit PVC-Schlauch und ist bis 80 °C ausgelegt. Für höhere Temperaturen sollte eine dafür vorgesehene Alternative gewählt werden.

Worauf ist bei der Montage besonders zu achten?
Auf eine stabile Hängemontage, genügend Bewegungsraum, strömungsgünstige Leitungsführung und darauf, dass der Arm leicht geführt werden kann und seine Position im Betrieb zuverlässig hält.

Sie haben Fragen?
Rufen Sie uns gerne an.

+41 41 787 08 52 info@absaugtechnik.ch