Reduktionen direkt für geradlinige Ø-Wechsel im Rohrsystem
Direkte Reduktionen aus verzinktem Stahl verbinden zwei unterschiedliche Ø im Rohrsystem geradlinig, kompakt und axial. Sie eignen sich für klare Durchmesserwechsel zwischen Hauptleitungen, Nebensträngen, Maschinenanschlüssen oder bestehenden Leitungsabschnitten – mit Einfachbord 6 mm für Spannschellenverbindungen.
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Direkte Reduktionen werden eingesetzt, wenn zwei unterschiedliche Rohrdurchmesser ohne Sondergeometrie miteinander verbunden werden sollen. Die axiale Bauform führt beide Anschlüsse geradlinig zusammen und eignet sich besonders für kompakte, klare Ø-Wechsel im verzinkten Rohrsystem.
In Absauganlagen beeinflusst jede Reduktion die Strömungsgeschwindigkeit, den Druckverlust und das Verhalten des geförderten Mediums. Deshalb sollte der Ø-Wechsel nicht nur nach verfügbarem Anschlussmass gewählt werden, sondern passend zu Luftmenge, Medium, Leitungsführung, Einbaulänge und Funktion des jeweiligen Rohrabschnitts.
Systemüberblick und Funktion
Eine direkte Reduktion verbindet einen grösseren Eingang A mit einem kleineren Ausgang B. Dadurch lassen sich Hauptleitungen, Nebenstränge, Maschinenanschlüsse, Filteranschlüsse, Ventilatoranschlüsse oder bestehende Rohrabschnitte sauber auf einen anderen Ø führen.
Die direkte, axiale Geometrie ist die kompakte Standardlösung, wenn kein seitlicher Versatz und keine verlängerte Übergangsform benötigt werden. Sie ist besonders sinnvoll, wenn der Rohrverlauf klar definiert ist und der Ø-Wechsel auf kurzer Baulänge erfolgen soll.
Geradliniger Ø-Wechsel
Die direkte Reduktion verbindet zwei unterschiedliche Rohrdurchmesser axial und kompakt. Sie eignet sich für klare Übergänge ohne Sonderlänge oder seitlichen Versatz.
A und B richtig abstimmen
A beschreibt den grösseren Eingang, B den kleineren Ausgang. Beide Ø müssen zur Luftmenge, zum Medium und zur Funktion des Leitungsabschnitts passen.
Kompakt statt verlängert
Die direkte Reduktion ist platzsparend. Wenn ein besonders ruhiger oder längerer Übergang benötigt wird, kann eine breite Reduktion oder eine Ausführung auf Mass sinnvoller sein.
Komponenten und verfügbare Ausführungen
Die Serie umfasst direkte, axiale Reduktionen mit Eingang A von Ø 100 bis Ø 450 mm. Je nach Ausführung wird auf kleinere Ausgangsgrössen B reduziert. Alle Varianten sind für das verzinkte Rohrsystem vorgesehen und werden kundenseitig mit Einfachbord 6 mm für Spannschellenverbindungen beschrieben.
Die Tabelle führt die verfügbaren Eingangsdurchmesser A und die zugehörigen Ausgangsdurchmesser B. Der Link liegt jeweils direkt auf der konkreten Ø-Kombination, damit die passende Reduktion ohne zusätzliche Suchschritte ausgewählt werden kann.
| Eingang A | Verfügbare Ausgänge B | Bauform | Anschluss |
|---|---|---|---|
| Ø 100 mm | Ø 80 mm | direkt, axial | Einfachbord 6 mm |
| Ø 120 mm | Ø 80 mm · Ø 100 mm | direkt, axial | Einfachbord 6 mm |
| Ø 125 mm | Ø 80 mm · Ø 100 mm · Ø 120 mm | direkt, axial | Einfachbord 6 mm |
| Ø 140 mm | Ø 80 mm · Ø 100 mm · Ø 120 mm · Ø 125 mm | direkt, axial | Einfachbord 6 mm |
| Ø 150 mm | Ø 80 mm · Ø 100 mm · Ø 120 mm · Ø 125 mm · Ø 140 mm | direkt, axial | Einfachbord 6 mm |
| Ø 160 mm | Ø 80 mm · Ø 100 mm · Ø 120 mm · Ø 125 mm · Ø 140 mm · Ø 150 mm | direkt, axial | Einfachbord 6 mm |
| Ø 180 mm | Ø 80 mm · Ø 100 mm · Ø 120 mm · Ø 125 mm · Ø 140 mm · Ø 150 mm · Ø 160 mm | direkt, axial | Einfachbord 6 mm |
| Ø 200 mm | Ø 100 mm · Ø 120 mm · Ø 125 mm · Ø 140 mm · Ø 150 mm · Ø 160 mm · Ø 180 mm | direkt, axial | Einfachbord 6 mm |
| Ø 225 mm | Ø 140 mm · Ø 150 mm · Ø 160 mm · Ø 180 mm · Ø 200 mm · Ø 220 mm | direkt, axial | Einfachbord 6 mm |
| Ø 250 mm | Ø 150 mm · Ø 160 mm · Ø 180 mm · Ø 200 mm · Ø 225 mm | direkt, axial | Einfachbord 6 mm |
| Ø 280 mm | Ø 200 mm · Ø 225 mm · Ø 250 mm | direkt, axial | Einfachbord 6 mm |
| Ø 300 mm | Ø 200 mm · Ø 250 mm · Ø 280 mm | direkt, axial | Einfachbord 6 mm |
| Ø 350 mm | Ø 200 mm · Ø 250 mm · Ø 300 mm | direkt, axial | Einfachbord 6 mm |
| Ø 355 mm | Ø 350 mm | direkt, axial | Einfachbord 6 mm |
| Ø 400 mm | Ø 300 mm · Ø 350 mm | direkt, axial | Einfachbord 6 mm |
| Ø 450 mm | Ø 350 mm | direkt, axial | Einfachbord 6 mm |
Bei der Auswahl sollte immer geprüft werden, ob der kleinere Ausgang B zur gewünschten Luftmenge und zum Medium passt. Ein zu kleiner Ø kann den Druckverlust erhöhen; ein zu grosser Ø kann bei materialführenden Leitungen die Fördergeschwindigkeit ungünstig senken.
Typische Einsatzbereiche
Direkte Reduktionen werden in verzinkten Absaug- und Rohrsystemen überall dort eingesetzt, wo Leitungsquerschnitte kompakt angepasst werden müssen. Typische Anwendungen sind Übergänge zwischen Haupt- und Nebenleitungen, Anpassungen an Maschinenanschlüsse, Filter- oder Ventilatoranbindungen, Umbauten bestehender Rohrnetze und Erweiterungen mit abweichenden Ø.
Besonders sinnvoll ist die direkte Bauform, wenn der Leitungsverlauf bereits klar definiert ist und keine Sonderlänge, kein seitlicher Versatz und keine längere Übergangsgeometrie benötigt werden. Für viele Standardanwendungen ist sie die montagefreundliche Lösung im Rohrsystem.
Im Systemzusammenhang stehen direkte Reduktionen eng mit Rohren und Grundelementen, Abzweigern und Hosenstücken, Bögen für Rohrsysteme und passenden Rohrverbindungen.
Auswahl und Auslegung
Für die richtige Auswahl ist zuerst zu klären, welche Aufgabe der Ø-Wechsel im System erfüllt. Eine Reduktion zwischen Haupt- und Nebenleitung wirkt anders als eine Anpassung direkt an einer Maschine, an einem Filter, an einem Ventilator oder in einem bestehenden Rohrnetz.
Je grösser der Unterschied zwischen A und B, desto stärker verändert sich die Strömungsgeschwindigkeit im kleineren Querschnitt. Bei Staub- und Späneförderung ist entscheidend, dass das Fördermedium sicher im Luftstrom gehalten wird und keine ungünstigen Ablagerungsstellen entstehen.
Wenn die Einbausituation klar definiert ist, genügt meist eine direkte Reduktion. Wenn jedoch eine bestimmte Länge, eine besondere Einbaulage oder eine ruhigere Übergangsform erforderlich ist, kann eine Reduktion auf Mass, eine Reduktion breit oder eine breite Reduktion auf Mass die bessere Lösung sein.
Bei Bestandsanlagen sollten vorhandene Rohr-Ø, Anschlussart, Dichtheitsanforderung, Platzverhältnisse und angrenzende Bauteile vor der Bestellung sauber geprüft werden. Das reduziert Umbauaufwand und verhindert unpassende Übergänge im Rohrnetz.
Montage, Integration und Praxis
Direkte Reduktionen sollten spannungsfrei zwischen zwei Rohrabschnitten eingebaut werden. Der Übergang darf nicht dazu genutzt werden, Versatz, Zug oder ungünstige Leitungswinkel auszugleichen. Andernfalls können Undichtigkeiten, Vibrationen oder mechanisch belastete Verbindungen entstehen.
Die Einbindung erfolgt über Einfachbord 6 mm mit passenden Spannschellen. Für eine saubere Montage sind gereinigte Dichtflächen, korrekt sitzende Schellen und eine gleichmässige Klemmung wichtig. Bei erhöhten Dichtheitsanforderungen können passende Dichtungen oder Bördel-Dichtringe sinnvoll sein.
Bei grösseren Ø und schweren Rohrabschnitten sollte die Last nicht über die Reduktion oder die Spannschellen abgefangen werden. Eine geeignete Aufhängung und Abstützung vor und nach dem Übergang verbessert die mechanische Stabilität und reduziert Bewegungen im Betrieb.
Beratung zu direkten Reduktionen
Wenn Sie zwei unterschiedliche Rohrdurchmesser kompakt verbinden, eine bestehende Anlage anpassen oder eine Maschine an ein verzinktes Rohrsystem anbinden möchten, unterstützen wir Sie bei der Wahl der passenden A/B-Kombination.
Für eine belastbare Empfehlung helfen Angaben zu Eingang A, Ausgang B, Medium, Luftmenge, Leitungsführung, Einbauort, Anschlussart, Dichtheitsanforderung, angrenzenden Bauteilen sowie Fotos oder Skizzen der Anlage.
FAQ – Häufige Fragen zu direkten Reduktionen
Wann ist eine direkte Reduktion die richtige Lösung?
Eine direkte Reduktion ist sinnvoll, wenn zwei feste Ø geradlinig, kompakt und ohne Sondergeometrie verbunden werden sollen. Sie eignet sich für klare Übergänge in Hauptleitungen, Nebensträngen, Maschinenanschlüssen und Bestandsanlagen.
Was bedeuten A und B bei einer Reduktion?
A bezeichnet den grösseren Eingang, B den kleineren Ausgang. Für die Auswahl müssen beide Ø zur Luftmenge, zum Medium, zur Leitungsführung und zum Zweck des Übergangs passen.
Beeinflusst eine direkte Reduktion die Strömung?
Ja. Jeder Ø-Wechsel verändert Strömungsgeschwindigkeit und Druckverlust. Besonders bei Staub und Spänen muss geprüft werden, ob die Fördergeschwindigkeit im kleineren Querschnitt zur Anwendung passt.
Wann ist eine Reduktion auf Mass sinnvoller?
Eine Reduktion auf Mass ist sinnvoll, wenn Standardkombinationen nicht passen, eine bestimmte Einbaulänge benötigt wird oder eine bestehende Anlage mit Sonderstelle sauber angepasst werden soll.
Wann ist eine breite Reduktion besser?
Eine breite Reduktion kann sinnvoll sein, wenn der Ø-Wechsel konstruktiv ruhiger erfolgen soll und genügend Einbaulänge vorhanden ist. Die direkte Reduktion ist kompakter, die breite Reduktion bietet mehr Übergangslänge.
Welche Angaben helfen bei der Auswahl?
Wichtig sind Eingang A, Ausgang B, Medium, Luftmenge, Einbauort, Anschlussart, vorhandene Rohrführung, Dichtheitsanforderung und die Frage, ob es sich um Neubau, Umbau oder Erweiterung handelt.