Silikonschlauch, einlagig, dicht bis +280 °C
Dieser einlagige Silikonschlauch eignet sich für warmes bis heisses Wasser, Kühl- und Spülmedien, Prozesswasser und temperierte Flüssigkeiten, wenn hohe Temperaturreserve, dichte Leitungsführung und flexible Verlegung in Maschine, Labor, Technikum oder Anlage gefragt sind.
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Diese Serie gehört in den Bereich temperaturfester Medienleitungen für Anwendungen, in denen starre Rohrführung nicht sauber gelöst werden kann oder flexible Übergänge zwischen Aggregat, Behälter, Wärmeeinheit, Prüfstand und Anschlussstutzen gebraucht werden. Sie passt besonders gut zu warmen und heissen Wasserstrecken, Kühlkreisen, Spülmedien, Prozessflüssigkeiten und servicefreundlichen Verbindungsstücken in engen Einbausituationen.
Der Schwerpunkt liegt klar auf Temperaturbeständigkeit, Dichtheit und flexibler Führung. Gegenüber klassischen Wasser- und Druckschläuchen steht weniger die robuste Hallenleitung für rauen Alltag im Vordergrund, sondern eine technisch saubere Lösung für thermisch anspruchsvollere Medienführung mit geringer bis mittlerer mechanischer Belastung.
Systemüberblick und Funktion
Der Schlauch ist mit Federstahldraht, gewebeverstärktem Band aus silikonbeschichtetem Glasgewebe und zusätzlicher Kordelverstärkung aufgebaut. Diese Konstruktion verbindet hohe Flexibilität mit guter Formstabilität und einer dichten Wandung. Dadurch lässt sich die Leitung auch dort sauber führen, wo Versatz, Bewegung, enge Radien oder temperaturbedingte Längenänderung berücksichtigt werden müssen.
Der Temperaturbereich liegt bei -70 °C bis +260 °C, kurzzeitig bis +280 °C. Damit eignet sich die Serie für warme bis heisse Flüssigkeiten, Kühlluft, Spülmedien und thermisch belastete Prozessumgebungen, in denen viele Standard-Wasserschläuche zu früh an Grenzen kommen. Gerade bei häufigen Temperaturwechseln bleibt die Silikonbauart gut beherrschbar und montagefreundlich.
Für klassische robuste Wasserförderung mit stärkerer mechanischer Beanspruchung oder höherem Alltagseinsatz in Werkstatt und Betrieb liegt die Auswahl eher beim Calorform EPDM Wasserschlauch oder beim Radiacord Kühlwasserschlauch. Wenn dagegen sehr hohe chemische Beständigkeit gegen kritische Medien im Vordergrund steht, sollte die Medienverträglichkeit bewusst gesondert geprüft werden.
Komponenten und verfügbare Ausführungen
Die Reihe ist als dicht aufgebaute Silikonserie mit 4-m-Lieferlänge je Dimension aufgebaut und deckt Nennweiten von Ø 13 mm bis Ø 305 mm ab. Damit reicht sie von feinen Anschlussleitungen an Labor- und Technikgeräten bis zu grossvolumigen Medien- und Temperierstrecken mit deutlich höherem Durchsatz.
Mit zunehmendem Ø steigen Biegeradius und Gewicht, während Über- und Unterdruckwerte sinken. Für die Auslegung ist deshalb nicht nur der Anschlussdurchmesser wichtig, sondern immer auch Fördermenge, Leitungslänge, Medientemperatur, Einbauraum und der Anteil an Bewegung in der Leitung.
| Ø innen | Ø aussen | Überdruck | Unterdruck | Biegeradius | Gewicht | Lieferlänge |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Ø 13 mm | 15 mm | 1,800 bar | 0,580 bar | 9 mm | 0,05 kg/m | 4 m |
| Ø 19 mm | 21 mm | 1,800 bar | 0,580 bar | 12 mm | 0,08 kg/m | 4 m |
| Ø 22 mm | 24 mm | 1,800 bar | 0,580 bar | 13 mm | 0,09 kg/m | 4 m |
| Ø 25 mm | 29 mm | 1,500 bar | 0,580 bar | 17 mm | 0,12 kg/m | 4 m |
| Ø 32 mm | 35 mm | 1,500 bar | 0,580 bar | 19 mm | 0,13 kg/m | 4 m |
| Ø 38 mm | 42 mm | 1,500 bar | 0,580 bar | 23 mm | 0,17 kg/m | 4 m |
| Ø 41 mm | 45 mm | 1,500 bar | 0,570 bar | 25 mm | 0,18 kg/m | 4 m |
| Ø 44 mm | 48 mm | 1,500 bar | 0,560 bar | 26 mm | 0,19 kg/m | 4 m |
| Ø 51 mm | 55 mm | 1,500 bar | 0,500 bar | 30 mm | 0,25 kg/m | 4 m |
| Ø 57 mm | 61 mm | 1,300 bar | 0,500 bar | 33 mm | 0,28 kg/m | 4 m |
| Ø 63 mm | 67 mm | 1,300 bar | 0,500 bar | 36 mm | 0,30 kg/m | 4 m |
| Ø 70 mm | 74 mm | 1,200 bar | 0,500 bar | 39 mm | 0,40 kg/m | 4 m |
| Ø 76 mm | 80 mm | 1,100 bar | 0,390 bar | 42 mm | 0,41 kg/m | 4 m |
| Ø 80 mm | 84 mm | 1,100 bar | 0,390 bar | 44 mm | 0,44 kg/m | 4 m |
| Ø 83 mm | 87 mm | 1,100 bar | 0,390 bar | 46 mm | 0,47 kg/m | 4 m |
| Ø 89 mm | 93 mm | 1,100 bar | 0,380 bar | 49 mm | 0,50 kg/m | 4 m |
| Ø 95 mm | 99 mm | 1,100 bar | 0,380 bar | 52 mm | 0,54 kg/m | 4 m |
| Ø 102 mm | 106 mm | 1,100 bar | 0,300 bar | 55 mm | 0,57 kg/m | 4 m |
| Ø 108 mm | 113 mm | 1,000 bar | 0,300 bar | 59 mm | 0,68 kg/m | 4 m |
| Ø 114 mm | 119 mm | 1,000 bar | 0,300 bar | 62 mm | 0,73 kg/m | 4 m |
| Ø 121 mm | 126 mm | 0,900 bar | 0,290 bar | 66 mm | 0,76 kg/m | 4 m |
| Ø 127 mm | 132 mm | 0,900 bar | 0,210 bar | 69 mm | 0,81 kg/m | 4 m |
| Ø 140 mm | 145 mm | 0,900 bar | 0,200 bar | 75 mm | 0,89 kg/m | 4 m |
| Ø 152 mm | 157 mm | 0,800 bar | 0,180 bar | 81 mm | 1,05 kg/m | 4 m |
| Ø 160 mm | 165 mm | 0,700 bar | 0,160 bar | 85 mm | 1,10 kg/m | 4 m |
| Ø 165 mm | 170 mm | 0,700 bar | 0,150 bar | 88 mm | 1,18 kg/m | 4 m |
| Ø 178 mm | 183 mm | 0,600 bar | 0,140 bar | 94 mm | 1,21 kg/m | 4 m |
| Ø 203 mm | 208 mm | 0,600 bar | 0,100 bar | 107 mm | 1,38 kg/m | 4 m |
| Ø 254 mm | 259 mm | 0,400 bar | 0,100 bar | 132 mm | 1,65 kg/m | 4 m |
| Ø 305 mm | 310 mm | 0,100 bar | 0,070 bar | 158 mm | 2,00 kg/m | 4 m |
Kleine Nennweiten von Ø 13 bis 44 mm eignen sich besonders für kompakte Geräteleitungen, Laboraufbauten, Dosier- und Spülstrecken sowie für enge Übergänge an temperierten Medienkreisen. Ø 51 bis 127 mm decken viele typische Anwendungen an Kühl- und Prozesswasserkreisen, Temperiergeräten und technischen Reinigungsmedien ab. Ab Ø 140 mm geht es klar in den Bereich höherer Volumenströme, grösserer Wärmelasten und grosszügigerer Leitungsführung.
Die angegebenen Über- und Unterdruckwerte helfen bei der Einordnung der Schlauchstabilität im Betrieb. Für die tatsächliche Medienführung sind zusätzlich Pumpendruck, Temperaturverlauf, Viskosität, Leitungslänge und die reale Einbausituation entscheidend.
Typische Einsatzbereiche
Typische Einsatzbereiche sind Warm- und Heisswasserstrecken, Kühl- und Spülmedien, Temperierkreise, technische Reinigungsmedien, Prozesswasser, Prüf- und Versuchsanlagen sowie flexible Verbindungen an Wärmeeinheiten, Behältern, Pumpen, Laborgeräten und Aggregaten. Auch in servicefreundlichen Bypass- oder Entleerungsstrecken ist die flexible dichte Bauart oft sehr praktisch.
Besonders sinnvoll ist die Serie dort, wo Temperaturwechsel, enger Bauraum und flexible Führung zusammenkommen. Genau in solchen Situationen entlastet die weiche, temperaturstabile Silikonbauart starre Verbindungen und reduziert Spannungen an Anschlussstutzen und Komponenten.
Weniger passend ist die Serie dort, wo die Leitung dauerhaft über Böden gezogen, überfahren, stark mechanisch belastet oder mit hohen Betriebsdrücken gefahren wird. Für solche Aufgaben sind robustere Wasser- und Industrieschläuche in vielen Fällen die klarere Wahl.
Auswahl und Auslegung
Für die richtige Auswahl zählen Medium, Temperaturprofil, Betriebsdruck, Fördermenge, Ø, Leitungslänge, Biegeradius, Einbauraum und Reinigungsanforderung. Bei heissen Flüssigkeiten ist nicht nur die Spitzentemperatur entscheidend, sondern die gesamte thermische Belastung über den Betriebszyklus. Dauerwärme, Temperaturwechsel und Stillstandsphasen wirken zusammen und beeinflussen die Standzeit der Leitung.
Ein zu kleiner Ø erhöht Strömungsgeschwindigkeit und Druckverlust, ein unnötig grosser Ø macht die Leitung träger und verlangt mehr Raum. Gerade bei grossen Querschnitten sollten Biegeradien, Haltepunkte und die tatsächliche Bewegungsfreiheit früh mitgedacht werden. Das gilt besonders bei 203, 254 oder 305 mm.
Für Medien mit stärkerer chemischer Belastung oder für Anlagen mit besonders hohen hygienischen Anforderungen sollte die Verträglichkeit bewusst geprüft werden. Für klassische Kühlwasser- und robuste Wasserstrecken mit mehr Druck- und Alltagseinsatz bleiben EPDM- oder spezielle Kühlwasserschläuche oft näher an der Aufgabe.
Technisch sauber ist diese Serie dort, wo Temperaturreserve, Dichtheit und flexible Medienführung wichtiger sind als maximale mechanische Robustheit. Genau darin liegt ihre Stärke.
Montage, Integration und Praxis
Für die Montage sollte der Schlauch auf passende glatte Stutzen oder Rohrenden aufgeschoben und mit geeigneten Schlauchschellen gleichmässig über den Umfang geklemmt werden. Gratfreie Anschlusskanten, saubere Gegen-Ø und spannungsfreie Verlegung sind hier entscheidend, damit die Verbindung dicht bleibt und die Wandung nicht unnötig belastet wird.
Knickstellen, Torsion und scheuernde Kontaktpunkte sollten vermieden werden. Der Biegeradius wird an der Innenseite des Schlauchbogens gemessen und sollte dauerhaft eingehalten werden. Bei hohen Temperaturen müssen auch Schellen, Anschlussstutzen und angrenzende Komponenten für die thermische Belastung ausgelegt sein.
In der Praxis ist es sinnvoll, die flexible Strecke nur dort einzusetzen, wo Bewegung, Versatz oder Servicezugang es wirklich verlangen. Die eigentliche Hauptführung bleibt nach Möglichkeit im stabileren System. So arbeitet die Leitung ruhiger und lässt sich besser warten.
Beratung zu Silikonschläuchen für Wasser und Flüssigkeiten
Wenn Sie eine temperaturfeste und dichte Schlauchlösung für warmes bis heisses Wasser, Kühl- oder Spülmedien und flexible Prozessstrecken suchen, ist diese Silikon-Serie häufig die richtige Richtung. Entscheidend sind nicht nur der Ø und die 4-m-Länge, sondern auch Medientemperatur, Fördermenge, Pumpendruck, Einbauraum und die Art der Anschlüsse.
Wir unterstützen Sie bei der Auswahl passender Nennweiten und Anschlusslösungen für Kühl- und Temperierkreise, Spül- und Prozessmedien, Prüfstände, Laboranwendungen und flexible Übergänge in thermisch anspruchsvolleren Flüssigkeitsstrecken.
FAQ – Häufige Fragen zu Silikonschläuchen für Wasser und Flüssigkeiten
Für welche Medien ist diese Serie geeignet?
Für warmes bis heisses Wasser, Kühl- und Spülmedien, Prozesswasser sowie viele temperierte Flüssigkeiten in technisch anspruchsvolleren Anwendungen. Bei chemisch stärker belasteten Medien sollte die Verträglichkeit im Einzelfall geprüft werden.
Wie hoch ist die Temperaturbeständigkeit?
Die Serie ist für -70 °C bis +260 °C ausgelegt und hält kurzzeitig bis +280 °C aus. Für die Praxis zählt neben der Spitzentemperatur immer auch die Dauerbelastung über den gesamten Betriebszyklus.
Ist der Schlauch für Druck- und Unterdruckbetrieb geeignet?
Ja, innerhalb der je Nennweite angegebenen Orientierungswerte. Entscheidend sind dabei Ø, Temperatur, Leitungslänge, Biegeradius und die tatsächliche Pumpen- oder Anlagencharakteristik.
Wann ist ein anderer Wasserschlauch sinnvoller?
Dann, wenn die Leitung rau mechanisch beansprucht wird, dauerhaft höhere Betriebsdrücke anliegen oder der Schlauch im Werkstatt- und Hallenalltag besonders robust ausgeführt sein muss. In solchen Fällen sind EPDM- oder spezielle Kühlwasserschläuche oft näher an der Aufgabe.
Worauf kommt es bei der Montage besonders an?
Auf saubere Anschlusskanten, passende Gegen-Ø, gleichmässige Klemmung, spannungsfreie Verlegung und das Vermeiden von Knicken, Torsion und Scheuerstellen. Bei hohen Temperaturen müssen auch Schellen und Anschlussstutzen entsprechend ausgelegt sein.