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Zweiteilige Spannschelle für Montage, Retrofit und Nachrüstung

Diese Serie umfasst zweiteilige Spannschellen aus verzinktem Stahl für Rohrverbindungen mit Bord in Ø 80 bis Ø 400 mm. Die Schellen werden mit zwei Schrauben verschlossen und eignen sich besonders für Situationen, in denen bestehende Rohrstränge nicht getrennt werden können oder der Zugang an der Einbaustelle begrenzt ist. Damit lassen sich Leitungsverbindungen in Absaug-, Entstaubungs- und Prozessluftanlagen servicefreundlich, wieder lösbar und mit gleichmässiger Klemmkraft aufbauen.

Zweiteilige Spannschellen werden überall dort eingesetzt, wo eine Rohrverbindung nachträglich geschlossen, geöffnet oder ersetzt werden muss, ohne dass ganze Leitungsabschnitte demontiert werden sollen. Im Unterschied zu einteiligen Schellen wird die Verbindung nicht über eine geschlossene Schelle aufgefädelt, sondern direkt um die bestehende Rohrverbindung gelegt und anschliessend verschraubt.

Genau das macht diese Bauart besonders interessant für Retrofit, Reparatur, Umbau und Nachrüstung. Gerade in bestehenden Absauganlagen, Prozessluftsystemen und Förderleitungen ist es oft entscheidend, dass eine Verbindung auch bei engem Zugang oder fest eingebauten Leitungssträngen sauber montiert werden kann. Die zweiteilige Schelle ist damit nicht nur ein Verbindungselement, sondern eine praktische Montagelösung für reale Einbausituationen.

Rolle und Funktion in bestehenden Rohrsystemen

Eine zweiteilige Spannschelle verbindet Rohr- und Formteilenden mit Bord, indem sie die Verbindung über zwei Halbschalen umgreift und mit zwei Schrauben verspannt. Dadurch verteilt sich die Klemmkraft gleichmässig über den Umfang, und die Verbindung bleibt wieder lösbar. Das ist besonders dann wichtig, wenn Leitungsabschnitte später kontrolliert, gereinigt, ersetzt oder erweitert werden sollen.

Technisch relevant ist diese Bauart vor allem bei bestehenden Anlagen, in denen die Leitungsgeometrie bereits fix ist. Wo ein Rohrstrang nicht mehr axial verschoben werden kann oder wo angrenzende Formteile und Aufhängungen keinen Spielraum lassen, ist die zweiteilige Schelle oft die praktischere Lösung als eine klassische geschlossene Spannschelle. Gleichzeitig verlangt sie eine saubere Ausrichtung der Verbindungspartner, damit die Klemmung ruhig und belastbar bleibt.

Verfügbare Nennweiten und Ausführung

Diese Serie umfasst zweiteilige Spannschellen in Ø 80 bis Ø 400 mm. Über alle Varianten hinweg bleibt die Grundausführung gleich: zweiteilige Bauform, zwei Schrauben, verzinkter Stahl und Verpackungseinheit zu 10 Stück. Unterschieden wird innerhalb der Serie damit in erster Linie nach Nennweite.

Für die Auswahl sind deshalb vor allem der vorhandene Rohrdurchmesser, die Einbausituation, die Zugänglichkeit der Verbindungsstelle und die gewünschte Wartungslogik entscheidend. Die folgende Übersicht zeigt die real geführten Varianten.

Nennweite Verschluss Bauart VE
Ø 80 mm 2 Schrauben zweiteilig 10 Stück
Ø 100 mm 2 Schrauben zweiteilig 10 Stück
Ø 120 mm 2 Schrauben zweiteilig 10 Stück
Ø 125 mm 2 Schrauben zweiteilig 10 Stück
Ø 140 mm 2 Schrauben zweiteilig 10 Stück
Ø 150 mm 2 Schrauben zweiteilig 10 Stück
Ø 160 mm 2 Schrauben zweiteilig 10 Stück
Ø 180 mm 2 Schrauben zweiteilig 10 Stück
Ø 200 mm 2 Schrauben zweiteilig 10 Stück
Ø 250 mm 2 Schrauben zweiteilig 10 Stück
Ø 300 mm 2 Schrauben zweiteilig 10 Stück
Ø 315 mm 2 Schrauben zweiteilig 10 Stück
Ø 350 mm 2 Schrauben zweiteilig 10 Stück
Ø 400 mm 2 Schrauben zweiteilig 10 Stück

Typische Einsatzbereiche

Zweiteilige Spannschellen eignen sich besonders für Nachrüstung, Reparatur und Umbau bestehender Leitungsstrecken. Typische Anwendungen sind Absaug- und Prozessluftsysteme, Filter- und Zyklonanschlüsse, Verteiler, Inspektionsstellen sowie Rohrverbindungen in beengten Einbauräumen, in denen eine geschlossene Schelle nicht sinnvoll eingefädelt werden kann.

Diese Bauart ist vor allem dann sinnvoll, wenn eine Verbindung trotz schwierigem Zugang wieder lösbar bleiben soll und der Leckluftanteil niedrig gehalten werden soll. Gleichzeitig verteilt die zweiteilige Geometrie die Klemmkraft gleichmässig über den Umfang, was die Verbindung auch bei Vibrationen und Servicezyklen stabiler macht als provisorische oder improvisierte Montagearten.

Auswahl und Auslegung

Für die Auswahl sind zuerst Nennweite, Bördelprofil und reale Einbausituation zu prüfen. Danach ist zu klären, ob die Verbindung in erster Linie retrofitfreundlich, besonders dicht oder korrosionsbeständig ausgeführt werden soll. Diese Serie ist als verzinkte Standardlösung für zweiteilige, verschraubte Verbindungen aufgebaut und eignet sich besonders für bestehende Rohrsysteme mit wenig Montagefreiheit.

Wenn eine höhere Dichtheit im Vordergrund steht, ist die passende Dichtlösung mitzudenken. Wenn Korrosionsschutz oder Hygiene im Vordergrund stehen, kann eine Edelstahl-Ausführung sinnvoller sein. Genau deshalb sollte die zweiteilige Spannschelle nie nur nach Ø ausgewählt werden, sondern immer auch nach Wartungslogik, Umgebungsbedingungen und dem tatsächlichen Zustand der bestehenden Leitung.

Montage, Integration und Praxis

In der Praxis wird die Schelle um die bereits positionierte Rohrverbindung gelegt und anschliessend über zwei Schrauben verspannt. Entscheidend sind saubere Fluchtung, korrekt anliegende Bördelränder und eine gleichmässige Vorspannung beider Schrauben. Nur so kann die Verbindung ruhig arbeiten und ihre Klemmkraft über den Umfang sauber aufbauen.

Innerhalb des Systems lässt sich diese Bauart sinnvoll mit der Spannschelle mit Dichtung für höhere Dichtheitsanforderungen, mit der Spannschelle Edelstahl für korrosionskritische Umgebungen und mit der zweiteiligen Spannschelle für 2 mm Rohr für Heavy-Duty-Rohrverbindungen einordnen. Für eine saubere Praxislösung sollte die Verbindungsstelle so aufgebaut werden, dass Schrauben, Haltepunkte und spätere Servicezugänge erreichbar bleiben.

Beratung zu zweiteiligen Spannschellen

Wenn Sie eine bestehende Rohrverbindung nachrüsten, reparieren oder in engem Bauraum wieder lösbar ausführen möchten, lohnt sich eine kurze technische Einordnung. Relevant sind vor allem Nennweite, Bördelprofil, Zugänglichkeit, Medium, Dichtheitsanforderung und die Frage, ob an der Einbaustelle eine Standard-, Dicht- oder Edelstahlausführung die technisch passende Lösung ist.

Auf dieser Basis lässt sich schnell beurteilen, welche Schellengrösse passt, ob die zweiteilige Bauart an Ihrer Einbaustelle sinnvoll ist und welche ergänzenden Verbindungskomponenten für eine saubere und wartungsfreundliche Montage benötigt werden.

FAQ – Häufige Fragen zu zweiteiligen Spannschellen

Wofür wird eine zweiteilige Spannschelle eingesetzt?
Sie wird eingesetzt, wenn eine Rohrverbindung an einer bestehenden Leitung nachträglich geschlossen, gelöst oder ersetzt werden soll, ohne dass ganze Rohrstränge axial verschoben oder demontiert werden müssen. Typisch sind Retrofit, Reparatur, Umbau und Service in engen Einbauräumen.

Wann ist eine zweiteilige Spannschelle sinnvoller als eine geschlossene Schelle?
Sie ist vor allem dann sinnvoll, wenn der Zugang zur Verbindung beengt ist oder wenn sich die Leitung nicht mehr auseinanderziehen lässt. Die zweiteilige Bauform kann direkt um die bestehende Verbindung gelegt und anschliessend verschraubt werden.

Wie wird die Klemmkraft aufgebaut?
Die Klemmkraft wird über zwei Schrauben erzeugt, die beide Halbschalen gleichmässig zusammenziehen. Dadurch verteilt sich die Vorspannung über den Umfang ruhiger und kontrollierter als bei provisorischen Nachrüstlösungen.

Ist die Verbindung wieder lösbar?
Ja. Die zweiteilige Spannschelle ist als wieder lösbare Schraubverbindung aufgebaut und eignet sich deshalb gut für Wartung, Reinigung, spätere Kontrolle und Umbauten an bestehenden Leitungsnetzen.

Worauf sollte man bei der Auswahl besonders achten?
Wichtig sind die korrekte Nennweite, das passende Bördelprofil, die reale Einbausituation, die Zugänglichkeit der Schrauben sowie die gewünschte Dichtheit und Korrosionsbeständigkeit. Erst daraus ergibt sich, ob die zweiteilige Standardausführung für Ihre Verbindung technisch richtig ist.

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