Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen

Neoprenschlauch, einlagig, dicht bis +150 °C

Dieser einlagige dichte Neoprenschlauch eignet sich für warme Abgase, Abluft, Heissluft, Prozessluft und Kühlluft, wenn eine flexible, knickarme und temperaturbeständige Schlauchführung im mittleren Temperaturbereich gefragt ist.


Diese Serie ist für Luft- und Gasströme ausgelegt, bei denen Wärmebeständigkeit, Dichtheit und flexible Verlegung zusammenkommen. Sie passt besonders gut zu warmen Abgas- und Abluftstrecken an kleineren Motoren, Aggregaten, Prüfständen und Serviceplätzen sowie zu Übergängen zwischen Abgasstutzen, Absaughauben, Abgasarmen, Ventilatoren, Filtern und Rohrsystemen.

Gleichzeitig eignet sich die Bauart für Heissluft-, Prozessluft- und Kühlluftanwendungen in Maschinen und Anlagen, wenn ein temperaturbeständiger und zugleich leicht führbarer Schlauch gebraucht wird. Der Schwerpunkt liegt klar auf dem mittleren Temperaturbereich bis +135 °C im Dauerbetrieb und nicht auf Hochtemperatur-Abgasen direkt an sehr heissen Quellen.

Systemüberblick und Funktion

Der Schlauch ist mit Federstahldraht, gewebeverstärktem Band aus neoprenbeschichtetem Glasgewebe und zusätzlicher Kordelverstärkung aufgebaut. Diese Konstruktion verbindet Formstabilität mit hoher Flexibilität und ermöglicht eine dichte Führung warmer und kalter Gase auch in engen Einbausituationen.

Der Temperaturbereich liegt bei -35 °C bis +135 °C, kurzzeitig bis +150 °C. Damit ist die Serie deutlich oberhalb einfacher Standardschläuche eingeordnet, bleibt aber bewusst unterhalb der Temperaturklassen von Silikon- und Hochtemperatur-Spezialschläuchen. Genau darin liegt ihre Stärke: belastbare Luft- und Abgasführung dort, wo ein Silikonschlauch nicht zwingend nötig ist, ein Standardschlauch aber zu wenig Reserve hätte.

Gegenüber dem Metallschlauch bis 120 °C liegt der Schwerpunkt hier stärker auf elastischer, leichter und knickarmer Luftführung. Gegenüber dem Silikonschlauch bis +280 °C ist diese Serie klar niedriger temperiert eingeordnet. Für UV-belastete Aussenbereiche oder bewegte Leitungen im Freien ist der Absaugschlauch UV und Schweissrauch die passendere Nachbarserie. Für deutlich höhere thermische Last ist der Absaugschlauch WX700 bis 650° die klare Hochtemperaturklasse.

Komponenten und verfügbare Ausführungen

Die Reihe ist als einlagige, dichte Neopren-Serie aufgebaut und wird je Nennweite als Rolle à 4 m geliefert. Die Grössenstaffel reicht von Ø 19 mm bis Ø 305 mm. Damit deckt sie kompakte Anschlussstellen ebenso ab wie grössere Luft- und Abluftstrecken mit höherem Volumenstrom.

Für die Auswahl sind Innen-Ø, Aussen-Ø, empfohlener Überdruck, empfohlener Unterdruck, Biegeradius und Gewicht pro Meter entscheidend. Gerade in der Abgasabsaugung und bei Heissluftanwendungen bestimmen diese Werte, wie eng sich die Leitung verlegen lässt, wie stabil sie unter Unterdruck bleibt und wie ruhig sie sich im Betrieb verhält.

Ø Ø aussen Überdruck Unterdruck Biegeradius Gewicht Lieferlänge
Ø 19 mm21 mm1,800 bar0,580 bar12 mm0,08 kg/m4 m
Ø 22 mm24 mm1,800 bar0,580 bar13 mm0,09 kg/m4 m
Ø 25 mm29 mm1,500 bar0,580 bar17 mm0,12 kg/m4 m
Ø 32 mm35 mm1,500 bar0,580 bar19 mm0,13 kg/m4 m
Ø 38 mm42 mm1,500 bar0,580 bar23 mm0,17 kg/m4 m
Ø 41 mm45 mm1,500 bar0,570 bar25 mm0,18 kg/m4 m
Ø 44 mm48 mm1,500 bar0,560 bar26 mm0,19 kg/m4 m
Ø 51 mm55 mm1,500 bar0,500 bar30 mm0,25 kg/m4 m
Ø 57 mm61 mm1,300 bar0,500 bar33 mm0,28 kg/m4 m
Ø 63 mm67 mm1,300 bar0,500 bar36 mm0,30 kg/m4 m
Ø 70 mm74 mm1,200 bar0,500 bar39 mm0,40 kg/m4 m
Ø 76 mm80 mm1,100 bar0,390 bar42 mm0,41 kg/m4 m
Ø 80 mm84 mm1,100 bar0,390 bar44 mm0,42 kg/m4 m
Ø 83 mm87 mm1,100 bar0,390 bar46 mm0,47 kg/m4 m
Ø 89 mm93 mm1,100 bar0,380 bar49 mm0,50 kg/m4 m
Ø 95 mm99 mm1,100 bar0,380 bar52 mm0,54 kg/m4 m
Ø 102 mm106 mm1,100 bar0,300 bar55 mm0,57 kg/m4 m
Ø 108 mm113 mm1,000 bar0,300 bar59 mm0,68 kg/m4 m
Ø 114 mm119 mm1,000 bar0,300 bar62 mm0,73 kg/m4 m
Ø 121 mm126 mm0,900 bar0,290 bar66 mm0,76 kg/m4 m
Ø 127 mm132 mm0,900 bar0,210 bar69 mm0,81 kg/m4 m
Ø 140 mm145 mm0,900 bar0,200 bar75 mm0,89 kg/m4 m
Ø 152 mm157 mm0,800 bar0,180 bar81 mm1,05 kg/m4 m
Ø 160 mm165 mm0,700 bar0,160 bar85 mm1,10 kg/m4 m
Ø 165 mm170 mm0,700 bar0,150 bar88 mm1,18 kg/m4 m
Ø 178 mm183 mm0,600 bar0,140 bar94 mm1,21 kg/m4 m
Ø 203 mm208 mm0,600 bar0,100 bar107 mm1,38 kg/m4 m
Ø 254 mm259 mm0,400 bar0,100 bar132 mm1,65 kg/m4 m
Ø 305 mm310 mm0,100 bar0,070 bar158 mm2,00 kg/m4 m

Kleine Ø von 19 bis 44 mm eignen sich vor allem für kompakte Anschlussstellen, technische Entlüftungen, kleinere Aggregate und enge Maschinenräume. Der mittlere Bereich von 51 bis 127 mm deckt viele typische Anwendungen an Prüfständen, Serviceplätzen, Trocknungsanlagen, Heiz- und Lüftungssystemen sowie an warmen Abgas- und Abluftstrecken ab. Grössere Nennweiten ab 140 mm sind für höhere Luftmengen, zentrale Luftführungen und grössere Prozess- oder Abluftstrecken gedacht.

Die Serie ist damit nicht auf klassische Abgasabsaugung beschränkt, sondern ebenso für Heissluft, Kühlluft und Prozessluft interessant, solange das Temperaturfenster und die Druckverhältnisse zur Bauart passen. Genau diese Breite macht Neopren in vielen Anlagen zum sauberen Übergangsbereich zwischen Standardschlauch und höherer Temperaturklasse.

Typische Einsatzbereiche

Typische Einsatzbereiche sind warme Abgasabsaugungen an kleineren Motoren, Notstromaggregaten, Prüfständen und Serviceplätzen, Abluftstrecken an Brennern oder thermischen Geräten sowie flexible Übergänge zwischen Erfassungspunkt und starrem Rohrsystem. Ebenso passt die Serie zu Granulattrocknern, Heisslufttrocknern, Folienblasanlagen, UV- und IR-Trocknern sowie zu Kühl- und Prozessluftführungen an Maschinen und Anlagen.

Auch Heizungs- und Belüftungssysteme in Nutzfahrzeugen, Wohnmobilen, Booten oder mobilen Einheiten gehören zu den typischen Anwendungen, wenn warme oder kalte Luft flexibel und dicht geführt werden muss. In der Abgasabsaugung ist die Bauart besonders dann stimmig, wenn warme Emissionen verlässlich eingeschlossen und ohne unnötige Nebenluft in ein Filtersystem oder Rohrsystem überführt werden sollen.

Weniger passend ist die Serie dort, wo sehr heisse Rohabgase, ausgeprägter Funkenflug oder dauerhafte Hochtemperatur anliegen. In solchen Fällen sollte die Auswahl bewusst in Richtung Silikon oder Hochtemperatur-Spezialschlauch verschoben werden.

Auswahl und Auslegung

Für die Auswahl zählen Medium, Temperatur, Unterdruck oder Überdruck, Luftmenge, Ø, Leitungslänge, Biegeradius und Einbausituation. Bei dieser Serie ist besonders wichtig, den mittleren Temperaturbereich fachlich sauber einzuordnen: warmes Abgas, Abluft, Heissluft und Prozessluft ja, extreme Hochtemperatur direkt an sehr heissen Quellen nein.

Mit wachsendem Ø sinken die empfohlenen Über- und Unterdruckwerte, während Biegeradius und Gewicht pro Meter zunehmen. Ein zu kleiner Ø erhöht Strömungsgeschwindigkeit und Druckverlust. Ein zu grosser Ø macht die flexible Strecke schwerer und verlangt mehr Bauraum. Deshalb sollte die Nennweite immer auf den realen Volumenstrom und die verfügbare Leitungsführung abgestimmt werden.

Für bewegte Leitungen, vibrierende Aggregate und enge Einbauräume ist der Biegeradius ein zentraler Punkt. Gerade dort spielt die neoprenbasierte Bauart ihre Stärke aus, weil sie flexibel bleibt und Temperaturwechsel gut abfängt. Für deutlich höhere Unterdrücke oder besonders sicherheitskritische Anwendungen sollte die Konstruktion der Gesamtstrecke jedoch gezielt geprüft werden.

Wenn das Einsatzprofil stärker von chemischer Beständigkeit, UV-Belastung im Freien oder sehr hoher Temperatur geprägt ist, liegt die passende Schlauchklasse nicht mehr im Neoprenbereich. Dann sollte die Nachbarserie nach Medium und Temperatur gewählt werden.

Montage, Integration und Praxis

Für die Montage wird der Schlauch auf passende Schlauchstutzen oder Rohranschlüsse aufgeschoben und mit Schlauchschellen gesichert. Wichtig sind gratfreie Anschlusskanten, eine gleichmässige Klemmung und eine spannungsfreie Verlegung. Die Leitung sollte weder verdreht noch über enge Kanten gezogen werden.

Der Biegeradius wird an der Innenseite des Schlauchbogens gemessen und sollte eingehalten werden. Knickstellen, Quetschungen und dauerhafte Scheuerkontakte verkürzen die Standzeit deutlich. Besonders bei bewegten Maschinen, Aggregaten oder Fahrzeugpositionen lohnt sich eine ruhige Leitungsführung mit klarer Zugentlastung.

Technisch sinnvoll ist, die flexible Strecke auf das funktional nötige Mass zu begrenzen und die eigentliche Hauptführung im starren System zu belassen. So bleibt die Anlage kontrollierbar, der Druckverlust überschaubar und der Schlauch wird nur dort eingesetzt, wo seine Flexibilität wirklich gebraucht wird.

Beratung zu Neoprenschläuchen für Abgas, Abluft und Heissluft

Wenn Sie eine dichte und flexible Schlauchlösung für warme Abgase, Abluft, Heissluft, Prozessluft oder Kühlluft im Temperaturbereich bis +150 °C kurzzeitig suchen, ist diese Neopren-Serie oft die richtige Richtung. Entscheidend sind nicht nur der Ø und die Rollenlänge, sondern auch Temperaturprofil, Luftmenge, Unterdruck, Bewegungsbedarf und der verfügbare Einbauraum.

Wir unterstützen Sie bei der Auswahl passender Nennweiten und Anschlusslösungen für Prüfstände, Aggregate, Serviceplätze, Trocknungsanlagen, Heiz- und Lüftungssysteme sowie für flexible Übergänge in warmen Luft- und Abgasstrecken.

FAQ – Häufige Fragen zu Neoprenschläuchen, einlagig und dicht bis +150 °C

Für welche Anwendungen ist diese Serie gedacht?

Für warme Abgas- und Abluftstrecken, Heissluft, Prozessluft und Kühlluft, wenn eine flexible, dichte und temperaturbeständige Leitung im mittleren Temperaturbereich benötigt wird.

Welche Temperaturen sind zulässig?

Der Schlauch ist für -35 °C bis +135 °C im Dauerbetrieb ausgelegt. Kurzzeitig sind bis zu +150 °C möglich, sofern Druckverhältnisse und Einbausituation dazu passen.

In welcher Länge wird geliefert?

Die Serie wird je Nennweite als Rolle à 4 m geliefert. Die Endlängen können bei der Montage auf die benötigten Teilstücke gekürzt werden.

Worauf kommt es bei der Montage besonders an?

Auf gratfreie Anschlusskanten, gleichmässige Klemmung, spannungsfreie Verlegung sowie auf das Vermeiden von Knickstellen, Quetschungen und scharfen Kanten. Auch der minimale Biegeradius sollte eingehalten werden.

Wann ist eine andere Schlauchklasse sinnvoller?

Wenn UV-belastete Aussenbereiche, hohe chemische Aggressivität, deutlich höhere Temperatur oder extreme Hochtemperatur mit Funkenflug die Anwendung bestimmen. Dann sollte die Auswahl in Richtung Hypalon, PTFE, Silikon oder WX700 verschoben werden.

Sie haben Fragen?
Rufen Sie uns gerne an.

+41 41 787 08 52 info@absaugtechnik.ch