Teleskoparme Ø 160 mm für kompakte Punktabsaugung
Teleskoparme erfassen Schweissrauch, Schleifstaub, Lötrauch und vergleichbare Emissionen direkt an der Quelle. Die teleskopierbare Bauform eignet sich für kompakte Arbeitsplätze, geringe Bauhöhen und wechselnde Arbeitsabstände, bei denen eine platzsparende und präzise Haubenführung gefragt ist.
Teleskoparme sind für die punktgenaue Erfassung belasteter Luft direkt am Entstehungsort ausgelegt. Im Unterschied zu klassischen Gelenkarmen steht nicht die maximale Ausladung in grossen Radien im Vordergrund, sondern eine kompakte, präzise und platzsparende Führung bei wechselnden Arbeitsabständen. Das ist besonders relevant für Arbeitsplätze mit geringer Bauhöhe, engem Umfeld oder regelmässig veränderter Position der Emissionsquelle.
Systemüberblick und Funktion
Ein Teleskoparm verbindet eine hängende Absaugarm-Konstruktion mit einem ausziehbaren Arbeitsbereich. Die glatten Metallrohre wirken strömungsgünstig, die aussenliegenden Gelenke bleiben vom Schadstoffstrom getrennt und erleichtern Wartung sowie Nachjustierung. Die Serie arbeitet durchgehend mit Ø 160 mm, einer Saughaube Ø 315 mm und einem empfohlenen Volumenstrom von 900–1400 m³/h.
Kompakte Punktabsaugung
Die Haube wird im Nahbereich direkt an die Emissionsquelle geführt, während der teleskopierbare Aufbau den Arm bei Nichtgebrauch platzsparend zurückführt.
Teleskopbereich und Regelung
Die Auswahl erfolgt über den benötigten Arbeitsbereich und die Luftmengenregelung. Kurze Bereiche passen zu kompakten Plätzen, Drosselklappen-Varianten erlauben Feinabstimmung direkt am Arm.
Montagehöhe entscheidet
Der Teleskoparm muss so montiert werden, dass der Auszug nutzbar bleibt, die Haube nahe an die Quelle kommt und der Arbeitsprozess nicht behindert wird.
Komponenten und verfügbare Ausführungen
Die verfügbaren Teleskoparme unterscheiden sich vor allem nach Reichweite und Drosselklappe. Alle Varianten arbeiten mit Ø 160 mm, Saughaube Ø 315 mm und einem empfohlenen Volumenstrom von 900–1400 m³/h. Die kürzere Ausführung ohne Drosselklappe ist auf kompakte Arbeitsbereiche ausgelegt; die beiden Varianten mit Drosselklappe bieten eine direkte Luftmengenregelung am Arbeitsplatz.
| Reichweite | Rohr-Ø | Saughaube | Drosselklappe | Empf. Volumenstrom | Schlauch / Temperatur | Einordnung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1.2–1.6 m | Ø 160 mm | Ø 315 mm | ohne | 900–1400 m³/h | PVC, bis 80 °C | kompakte Arbeitsplätze und anlagenseitige Regelung |
| 1.4–1.8 m | Ø 160 mm | Ø 315 mm | integriert | 900–1400 m³/h | PVC, bis 80 °C | kompakte bis mittlere Arbeitsbereiche mit Regelung am Arm |
| 1.8–2.6 m | Ø 160 mm | Ø 315 mm | integriert | 900–1400 m³/h | PVC, bis 80 °C | grössere Werkflächen und wechselnde Arbeitsabstände |
Wenn mehr seitliche Ausladung oder ein grösserer Arbeitsradius benötigt wird, kann ein lackierter Absaugarm hängend besser passen. Für eine einfachere, schlauchgeführte Lösung stehen hängende Schlauch-Absaugarme zur Verfügung. Für Anschluss, Befestigung und Systemintegration sind Wandhalter und Anschlussflansch sowie passende Rohrverbindungen relevant.
Typische Einsatzbereiche
Teleskoparme eignen sich für Schweissarbeitsplätze, Schleif- und Lötstationen, Montageinseln, Reparaturplätze, Nachbearbeitung, Ausbildungswerkstätten und kompakte Fertigungsarbeitsplätze. Sie sind besonders hilfreich, wenn der Arbeitsabstand regelmässig wechselt, aber nur begrenzter Raum für einen klassischen Gelenkarm vorhanden ist.
Die kurze Ausführung ohne Drosselklappe passt zu kompakten Arbeitsplätzen mit geringer Bauhöhe und anlagenseitiger Luftmengenregelung. Die Varianten mit Drosselklappe sind sinnvoll, wenn die Luftmenge direkt am Arbeitsplatz fein abgestimmt werden soll. Die längere Ausführung mit 1.8–2.6 m Reichweite eignet sich für grössere Werkbänke, variable Werkstückgrössen und häufig wechselnde Arbeitsabstände.
Auswahl und Auslegung
Für die Auswahl ist zuerst der reale Arbeitsabstand zu bestimmen. Ein zu kurzer Teleskopbereich zwingt zu ungünstigen Haubenpositionen. Eine unnötig lange Ausführung benötigt mehr Bauhöhe, mehr Bewegungsraum und eine entsprechend steife Befestigung. Der teleskopierbare Bereich ist deshalb der wichtigste Auswahlfaktor dieser Serie.
Strömungstechnisch muss das Gesamtsystem zu Ø 160 mm und dem empfohlenen Volumenstrom von 900–1400 m³/h passen. Rohrnetz, Bögen, Anschlussflansch, Ventilator und Filteranlage müssen so abgestimmt sein, dass an der Haube genügend Luftleistung ankommt. Bei längeren Leitungen, mehreren Bögen oder zusätzlichen Absperrorganen ist der obere Bereich der Luftmenge oft die robustere Planungsgrundlage.
Auch die Luftmengenregelung gehört zur Auswahl. Wenn die Anlage zentral oder anlagenseitig geregelt wird, kann die kompakte Variante ohne Drosselklappe genügen. Wenn der Bediener die Erfassungsleistung direkt am Arbeitsplatz fein anpassen soll, ist eine Variante mit integrierter Drosselklappe zweckmässiger.
Die Varianten arbeiten mit PVC-Schläuchen bis 80 °C. Für höhere Temperaturen, starken Funkenflug, aggressive Medien, ölige Dämpfe oder spezialisierte Prozessluft muss geprüft werden, ob ein anderer Absaugarm, eine andere Schlauchqualität oder eine angepasste Erfassungslösung erforderlich ist.
Montage, Integration und Praxis
Die Montage erfolgt hängend an einer geeigneten Wand- oder Deckenkonsole. Wichtig sind Tragfähigkeit, Verwindungssteifigkeit, Montagehöhe und ein freier Bewegungsbereich für den Teleskopausschub. Gerade bei kompakten Arbeitsplätzen entscheidet die richtige Montagehöhe darüber, ob die teleskopierbare Bewegung im Alltag wirklich genutzt wird.
Für die Integration in ein Rohrsystem sollten Leitungswege kurz, dicht und strömungsgünstig ausgeführt werden. Grosszügige Bögen, passende Anschlussflansche und saubere Rohrverbindungen reduzieren unnötige Druckverluste. Bei mehreren Erfassungspunkten können Absperrschieber helfen, die Luftleistung gezielt an aktiven Arbeitsplätzen bereitzustellen.
Im Betrieb entscheidet die Haubenposition über die Erfassungswirkung. Die Haube sollte so nah wie möglich an Schweissrauch, Schleifstaub, Lötrauch oder Dampf geführt werden, ohne Sicht, Werkstückführung oder Handhabung zu behindern. Zur Wartung gehören Sichtprüfungen von Gelenken, Teleskopführung, Haube, Drosselklappe, Schlauchstücken, Befestigung und Anschluss.
Beratung zu Teleskoparmen
Für eine saubere Auswahl sind Anwendung, Emissionsart, Temperatur, Arbeitsabstand, verfügbare Bauhöhe, gewünschte Luftmengenregelung, Montagepunkt, vorhandenes Rohrsystem und verfügbare Luftleistung entscheidend. Daraus lässt sich ableiten, ob die kompakte Variante ohne Drosselklappe genügt oder ob eine Ausführung mit integrierter Regelung und grösserem Teleskopbereich besser zur Anwendung passt.
FAQ – Häufige Fragen zu Teleskoparmen
Wann ist ein Teleskoparm sinnvoller als ein klassischer Gelenkarm?
Ein Teleskoparm ist sinnvoller, wenn wenig Platz vorhanden ist, der Arbeitsabstand häufig variiert und die Erfassung im Nahbereich kompakt und präzise bleiben soll. Klassische Gelenkarme sind meist besser, wenn grössere seitliche Ausladungen oder weite Bewegungsradien benötigt werden.
Welche Reichweite ist die richtige?
Die richtige Reichweite richtet sich nach dem realen Arbeitsabstand zwischen Montagepunkt und Emissionsquelle. 1.2–1.6 m passt zu sehr kompakten Arbeitsplätzen, 1.4–1.8 m zu etwas mehr Bewegungsreserve und 1.8–2.6 m zu grösseren Werkflächen oder wechselnden Arbeitsabständen.
Wann genügt die Variante ohne Drosselklappe?
Die Variante ohne Drosselklappe genügt, wenn die Luftmenge anlagenseitig geregelt wird und ein kurzer, kompakter Arbeitsbereich im Vordergrund steht. Sie eignet sich besonders für einfache Punktabsaugungen mit klar definiertem Arbeitsplatz.
Wozu dient die integrierte Drosselklappe?
Die integrierte Drosselklappe dient zur Feinregelung der Luftmenge direkt am Arbeitsplatz. Das ist sinnvoll, wenn die Erfassung je nach Arbeitsschritt angepasst werden soll oder wenn mehrere Erfassungspunkte in einem System betrieben werden.
Welche Luftmenge ist bei Ø 160 mm sinnvoll?
Für diese Serie ist ein Volumenstrom von 900–1400 m³/h angegeben. Entscheidend ist jedoch, dass Rohrnetz, Bögen, Anschlussflansch, Ventilator und Filteranlage so abgestimmt sind, dass an der Haube genügend Luftleistung ankommt.
Wann sollte eher der obere Luftmengenbereich gewählt werden?
Der obere Bereich ist sinnvoll, wenn längere Leitungen, mehrere Bögen, zusätzliche Absperrorgane oder grössere Abstände zur Emissionsquelle vorhanden sind. Auch bei stärkerer Rauch- oder Staubentwicklung kann mehr Luftleistung erforderlich sein.
Für welche Temperaturen sind die Teleskoparme geeignet?
Die Varianten arbeiten mit PVC-Schläuchen bis 80 °C. Für höhere Temperaturen, starken Funkenflug, aggressive Medien oder spezielle Prozessluft sollte eine dafür geeignete Alternative geprüft werden.
Sind Teleskoparme für Schweissrauch geeignet?
Teleskoparme können für Schweissrauch eingesetzt werden, wenn Temperaturbereich, Haubenposition, Luftmenge und Gesamtsystem passen. Bei starkem Funkenflug, hoher thermischer Belastung oder besonderen Anforderungen sollte die konkrete Ausführung technisch geprüft werden.
Wie nahe sollte die Haube an der Quelle stehen?
Die Haube sollte so nahe wie möglich an der Emissionsquelle stehen, ohne den Arbeitsprozess zu behindern. Je grösser der Abstand, desto stärker sinkt in der Regel der Einfanggrad.
Welche Vorteile haben aussenliegende Gelenke?
Aussenliegende Gelenke liegen nicht direkt im verschmutzten Luftstrom. Das reduziert die Verschmutzung der Mechanik, erleichtert Wartung und Nachjustierung und unterstützt eine stabile Positionierung im täglichen Einsatz.
Welche Rolle spielt der Druckverlust?
Der Druckverlust bestimmt, wie viel Luftleistung an der Haube tatsächlich verfügbar bleibt. Lange Leitungen, enge Bögen, ungünstige Übergänge oder falsch eingestellte Absperrorgane können die Erfassungsleistung deutlich reduzieren.
Worauf ist bei der hängenden Montage zu achten?
Wichtig sind Tragfähigkeit, Verwindungssteifigkeit, Montagehöhe und genügend Bewegungsraum für den Teleskopausschub. Der Arm muss leicht geführt werden können und seine Position zuverlässig halten.
Kann ein Teleskoparm an eine zentrale Absauganlage angeschlossen werden?
Ja, der Anschluss an eine zentrale Absauganlage ist möglich, wenn Rohrsystem, Ventilator, Filteranlage, Druckverlust und Luftmengenverteilung zur gewählten Ausführung passen. Bei mehreren Erfassungspunkten ist die Luftverteilung besonders wichtig.
Wann sind Absperrschieber bei Teleskoparmen sinnvoll?
Absperrschieber sind sinnvoll, wenn mehrere Erfassungspunkte an einem System betrieben werden und nicht alle gleichzeitig Luftleistung benötigen. Sie helfen, Nebenluft zu reduzieren und den Volumenstrom gezielt an aktiven Arbeitsplätzen bereitzustellen.
Welches Zubehör ist für die Integration wichtig?
Wichtig sind passende Wand- oder Deckenkonsolen, Anschlussflansche, Rohrverbinder, Montagematerial und je nach Anlagenkonzept Absperrschieber oder Regelorgane. Das Zubehör muss zu Ø, Montagepunkt und Rohrsystem passen.
Welche Wartung ist bei Teleskoparmen wichtig?
Wichtig sind regelmässige Sichtprüfungen von Gelenken, Teleskopführung, Haube, Drosselklappe, Schlauchstücken, Befestigung und Anschluss. Zusätzlich sollte geprüft werden, ob der Arm leichtgängig bleibt und seine Position zuverlässig hält.
Welche Angaben sind für eine Anfrage wichtig?
Wichtig sind Anwendung, Emissionsart, Temperatur, Arbeitsabstand, verfügbare Bauhöhe, gewünschte Luftmengenregelung, Montagepunkt, vorhandenes Rohrsystem, verfügbare Luftleistung und besondere Anforderungen an Haube, Zubehör oder Wartung.