Stehender Absaugarm aus Edelstahl
Stehende Absaugarme aus Edelstahl sind die robuste Lösung für die direkte Erfassung von Schweissrauch, Schleifstaub, Lötrauch und vergleichbaren Emissionen an der Quelle. Die Glattrohr-Bauweise mit Edelstahl-Innenverbindungen, aussenliegenden Gelenken und integrierter Drosselklappe eignet sich besonders für Arbeitsplätze, an denen keine Deckenmontage möglich oder gewünscht ist und zugleich korrosionsbeständige Innenbauteile, strömungsgünstige Führung und eine präzise positionierbare Punktabsaugung gefragt sind.
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Stehende Absaugarme aus Edelstahl sind auf die punktgenaue Erfassung belasteter Luft direkt am Entstehungsort ausgelegt. Im Unterschied zu einfachen Schlauchlösungen arbeiten sie mit glatten Rohrsegmenten und aussenliegenden Gelenken. Das reduziert Strömungswiderstände, hält die Mechanik aus dem belasteten Luftbereich heraus und sorgt für eine stabile, wiederholgenaue Positionierung der Haube im täglichen Einsatz.
Für die Auslegung zählen bei dieser Baugruppe vor allem Rohr-Ø, Reichweite, Haubengrösse, Luftmenge, Druckverlust, Bewegungsradius und die konkrete stehende Befestigung. Entscheidend ist nicht nur, dass der Arm mechanisch sauber geführt werden kann, sondern dass die Haube nahe genug an die Emissionsquelle kommt und das angeschlossene Rohrsystem den benötigten Volumenstrom mit möglichst wenig Verlust bereitstellt.
Systemüberblick und Funktion
Die stehende Edelstahl-Ausführung spielt ihre Stärke überall dort aus, wo eine präzise, ruhige und dauerhaft belastbare Punktabsaugung gefragt ist und korrosionsbeständige Innenbauteile sinnvoll sind. Glatte Rohrsegmente wirken strömungsgünstiger als reine Schlauchlösungen, Edelstahl-Innenverbindungen sind robust und reinigungsfreundlich, und die integrierte Drosselklappe erlaubt die Feinregelung der Luftmenge direkt an der Haube.
Das macht diese Bauart besonders interessant für Schweiss-, Schleif-, Löt- und Nachbearbeitungsplätze, an denen die Haube regelmässig neu positioniert wird und zugleich formstabil in Stellung bleiben soll. Die Serie ist für industrielle Anwendungen gedacht, jedoch nicht als lebensmittelechte Ausführung ausgelegt.
Komponenten und verfügbare Ausführungen
Die Serie ist klar nach Rohr-Ø und Reichweite gestaffelt. Sie beginnt bei Ø 75 mm mit 1 m und 1.5 m Reichweite, führt über Ø 100 mm mit 1.5 m, 2 m und 2.5 m sowie Ø 125 mm mit 2 m, 2.5 m und 3 m bis zu Ø 160 mm und Ø 200 mm mit grösseren Reichweiten bis 4 m. Parallel dazu wachsen Saughaube und empfohlener Volumenstrom mit der Nennweite.
Alle Ausführungen arbeiten mit Edelstahl-Innenverbindungen und Standard-Gelenken aus Stahl. Die Serie ist nicht lebensmittelecht ausgeführt und für Temperaturen bis 80 °C ausgelegt. Die eigentliche Auswahlentscheidung liegt deshalb vor allem in Rohr-Ø, Reichweite, Luftmenge und der Einbausituation.
| Rohr-Ø | Reichweite | Saughaube | Empf. Volumenstrom | Ausführung |
|---|---|---|---|---|
| Ø 75 mm | 1 m, 1.5 m | Ø 160 mm | 200–350 m³/h | stehend, Edelstahl-Innenverbindung, Gelenke Stahl, Drosselklappe integriert |
| Ø 100 mm | 1.5 m, 2 m, 2.5 m | Ø 200 mm | 350–550 m³/h | stehend, Edelstahl-Innenverbindung, Gelenke Stahl, Drosselklappe integriert |
| Ø 125 mm | 2 m, 2.5 m, 3 m | Ø 250 mm | 550–900 m³/h | stehend, Edelstahl-Innenverbindung, Gelenke Stahl, Drosselklappe integriert |
| Ø 160 mm | 2 m, 3 m, 4 m | Ø 315 mm | 900–1400 m³/h | stehend, Edelstahl-Innenverbindung, Gelenke Stahl, Drosselklappe integriert |
| Ø 200 mm | 2 m, 3 m, 4 m | Ø 350 mm | 1400–2100 m³/h | stehend, Edelstahl-Innenverbindung, Gelenke Stahl, Drosselklappe integriert |
Typische Einsatzbereiche
Typische Anwendungen sind Schweissarbeitsplätze, Schleif- und Entgratstationen, Lötplätze, Reparatur- und Ausbildungsplätze sowie Nachbearbeitungs- und Handarbeitszonen in Werkstatt und Produktion. Überall dort, wo Emissionen lokal und reproduzierbar erfasst werden sollen, ist ein präzise geführter Rohrarm deutlich wirksamer als eine unspezifische Raumabsaugung.
Die Edelstahl-Innenverbindungen sind besonders dort sinnvoll, wo erhöhte Anforderungen an Korrosionsbeständigkeit, Reinigungsfreundlichkeit oder dauerhafte Belastbarkeit im Inneren des Arms bestehen. Da die Serie nicht lebensmittelecht ausgeführt ist, liegt ihr Schwerpunkt klar im industriellen Umfeld und nicht in hygienisch zertifizierten Bereichen.
Auswahl und Auslegung
Für die Auswahl ist zuerst zu klären, wie gross der tatsächliche Arbeitsradius ist und welche Emission erfasst werden soll. Ein zu kurzer Arm schränkt die Arbeit unnötig ein, ein unnötig langer Arm braucht mehr Platz, höhere Anforderungen an Träger und Führung und eine sauber geplante Aufstellung. Ebenso zentral ist die Nennweite, weil sie direkt mit Haubengrösse, Luftleistung und Erfassungswirkung zusammenhängt.
Strömungstechnisch muss das Gesamtsystem zum Arm passen. Bei Ø 75 mm liegen die empfohlenen Luftmengen deutlich tiefer als bei Ø 200 mm. Rohrnetz, Bogenführung, allfällige Schieber und der angeschlossene Ventilator müssen deshalb so abgestimmt sein, dass am Erfassungspunkt noch die nötige Luftmenge ankommt. Lange Leitungswege, enge Radien und ungünstige Übergänge erhöhen den Druckverlust und schwächen die reale Erfassung.
Auch Medium und Temperatur sind sauber einzuordnen. Die Serie ist für typische Rauch-, Staub- und Dampfquellen bis 80 °C ausgelegt. Für höhere Temperaturen, aggressive Medien oder lebensmittelnahe Spezialanwendungen ist eine andere Bauart sinnvoller.
Montage, Integration und Praxis
Die Montage erfolgt stehend an Konsole, Träger oder einer dafür geeigneten Standkonstruktion. Wichtig ist eine mechanisch saubere und ausreichend steife Befestigung, damit der Arm leichtgängig bleibt und seine Position zuverlässig hält. Mit zunehmender Reichweite steigen die Anforderungen an Lastabtragung, Statik und Bewegungsraum deutlich an.
Für die Einbindung in die Anlage ist der Anschluss an ein strömungsgünstig aufgebautes Rohrsystem entscheidend. Leitungswege sollten möglichst kurz gehalten und mit grosszügigen Radien geplant werden. Bei mehreren Erfassungspunkten sind Absperrschieber sinnvoll, damit die Luftmenge dort verfügbar bleibt, wo sie im jeweiligen Arbeitsschritt tatsächlich gebraucht wird.
In der Praxis entscheidet die Haubenposition über die Wirkung. Auch ein sehr gut dimensionierter Arm verliert an Einfanggrad, wenn die Haube zu weit von der Quelle entfernt bleibt. Deshalb sollte sie so nah wie möglich an den Entstehungsbereich geführt werden, ohne den Arbeitsprozess zu behindern. Genau dort spielt die präzise, stabile Gelenkkinematik dieser Bauart ihre Stärke aus.
Beratung zu stehenden Absaugarmen aus Edelstahl
Für eine saubere Auswahl reichen meist wenige Eckdaten: Art der Emission, Temperaturbereich, gewünschte Reichweite, benötigte Luftmenge, Einbausituation und vorhandenes Rohrsystem. Daraus lässt sich schnell ableiten, welche Nennweite sinnvoll ist und ob eher eine kompakte oder grosszügige Reichweitenvariante zur Aufgabe passt.
Gerade bei Punktabsaugungen lohnt sich die Abstimmung des Gesamtsystems. Wenn Arm, Luftmenge, Aufstellung, Haubengeometrie und Rohrführung zusammenpassen, entsteht nicht nur eine robuste technische Lösung, sondern eine im Alltag wirklich wirksame Erfassung direkt an der Quelle.
FAQ – Häufige Fragen zu stehenden Absaugarmen aus Edelstahl
Wann ist ein stehender Absaugarm aus Edelstahl sinnvoll?
Vor allem dann, wenn keine Deckenmontage möglich ist und zugleich korrosionsbeständige Innenbauteile, reinigungsfreundliche Oberflächen und eine präzise, strömungsgünstige Punktabsaugung im industriellen Umfeld gefragt sind.
Welche Nennweite passt zu welchem Einsatz?
Kleinere Ø wie 75 oder 100 mm passen eher zu kompakteren Arbeitsplätzen und geringeren Luftmengen. Grössere Ø ab 125 bis 200 mm sind für grössere Hauben, mehr Luftleistung und breitere Arbeitsfelder ausgelegt.
Ist die Serie lebensmittelecht?
Nein. Die Ausführungen sind nicht lebensmittelecht ausgeführt. Für hygienisch spezialisierte Anwendungen ist eine dafür vorgesehene lebensmittelechte Serie sinnvoller.
Welche Rolle spielt die integrierte Drosselklappe?
Sie ermöglicht die Feinregelung der Luftmenge direkt an der Haube. Das ist besonders praktisch, wenn die Erfassung je nach Arbeitsschritt unterschiedlich stark geführt werden soll.
Für welche Temperaturen ist die Serie geeignet?
Die Ausführung ist bis 80 °C ausgelegt. Für höhere Temperaturen sollte eine dafür vorgesehene Alternative gewählt werden.
Worauf ist bei der Montage besonders zu achten?
Auf eine ausreichend steife stehende Befestigung, genügend Bewegungsraum, strömungsgünstige Leitungsführung und darauf, dass die Haube im Betrieb nahe genug an die Emissionsquelle geführt werden kann.