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Absaugwände

Absaugwände erfassen Rauch- und Staubemissionen frontal über eine offene Erfassungsfläche und eignen sich überall dort, wo Werkstücke, Arbeitsbewegungen oder wechselnde Emissionspunkte eine klassische Punktabsaugung nur eingeschränkt sinnvoll machen. Die sichtbare Serie deckt mobile Filterwände, stationäre Absaugwände für Zentralanlagen sowie Plug-&Play-Filterkabinen mit integrierter Filtration und Luftmengen von 2280 bis 12000 m³/h ab.

Absaugwände sind auf frontale Flächenerfassung ausgelegt. Statt Rauch oder Staub punktuell an einer Haube aufzunehmen, wird die belastete Luft über eine breitere Erfassungszone vor der Anlage in Richtung Filter- oder Absaugtechnik geführt. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn Werkstücke vor einer Arbeitswand bearbeitet werden, wenn sich die Emissionsquelle innerhalb eines begrenzten Bereichs bewegt oder wenn eine lokale Armabsaugung ergonomisch oder prozessseitig nicht die beste Lösung ist.

Innerhalb dieser Serie sind drei technisch klar unterschiedliche Lösungswege vertreten: mobile Absaugwände mit integrierter Filtration für flexible Einsatzorte, stationäre modulare Absaugwände als Erfassungselement für zentrale Anlagen sowie eigenständige Absaug- und Filterkabinen mit integriertem Ventilator und automatischer Abreinigung. Für die Auswahl zählen deshalb nicht nur Luftmenge und Motorleistung, sondern ebenso Medium, Emissionsverhalten, Aufstellung, vorhandene Infrastruktur, Querströmungen, Filtertechnik und die Frage, ob die Luft über eine Zentralanlage geführt oder direkt an der Wand selbst gefiltert werden soll.

Überblick, Rolle und Funktionsprinzip

Die mobile WALLY-Baureihe richtet sich an flexibel nutzbare Arbeitsplätze ohne stationäre Verrohrung. Sie ist fahrbar, arbeitet mit Patronenfiltern und automatischer Druckluftabreinigung und eignet sich in der sichtbaren Serie entweder für Schweissrauch oder für leichte Schleif- und Funkenanwendungen. Damit ist sie vor allem für kleinere Werkstücke und wechselnde Einsatzorte interessant.

Die ZINCOWALL-Baureihe verfolgt ein anderes Konzept: Sie ist keine eigenständige Filteranlage, sondern eine stationäre Frontabsaugwand als Erfassungselement innerhalb eines zentralen Absaug- und Filtersystems. Sie übernimmt die flächige Erfassung an der Arbeitsfront, während Ventilator, Filtration und Verrohrung anlagenseitig bereitgestellt werden. Das ist besonders sinnvoll bei dauerhaft eingerichteten Arbeitszonen und bei Prozessen, die bereits in ein zentrales Absaugkonzept eingebunden sind.

Die ZINCOCAR-DF-Baureihe verbindet beide Welten in Form einer eigenständigen Plug-&Play-Filterkabine mit integriertem, schallgedämmtem Ventilator, Patronenfiltration und automatischer Druckluftabreinigung. Sie ist für Schweissrauch und Schleifstaub ausgelegt und dann interessant, wenn eine grossflächige frontale Erfassung gebraucht wird, aber keine zentrale Rohrinstallation vorgesehen oder sinnvoll ist.

Bauarten, Varianten und Produktübersicht

Da die Seite mehrere klar definierte Produktfamilien mit gut vergleichbaren Kerndaten enthält, bringt eine tabellarische Übersicht hier echten Mehrwert. Sichtbar sind zehn Absaugwände mit unterschiedlichen Systemlogiken, Leistungsbereichen und Einsatzschwerpunkten. Die Tabelle trennt deshalb nicht nur nach Luftmenge, sondern auch nach Anwendung, Aufstellung und Ausführung.

Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen integrierter Filtration und reiner Erfassungswand. Eine stationäre ZINCOWALL benötigt immer eine passend ausgelegte Zentralanlage. WALLY und ZINCOCAR arbeiten dagegen als eigenständige Einheiten mit Ventilator und Filtertechnik direkt am Arbeitsplatz.

Produkt Anwendung Aufstellung Volumenstrom Motorleistung Filtertechnik Ausführung
WALLY DF/W 2,2 Schweissrauch mobil 2280 m³/h 2,2 kW Patronenfilter mit Ventilator & Filter, automatische Druckluftabreinigung
WALLY DF/G 2,2 Schleifstaub mobil 2280 m³/h 2,2 kW Patronenfilter mit Ventilator & Filter, automatische Druckluftabreinigung
ZINCOWALL 1500 × 1300 mm trockene Rauch- und Staubemissionen stationär 3500 m³/h anlagenseitig ohne Ventilator & Filter, zentrale Anlage erforderlich
ZINCOWALL 2000 × 1300 mm trockene Rauch- und Staubemissionen stationär 4600 m³/h anlagenseitig ohne Ventilator & Filter, zentrale Anlage erforderlich
ZINCOWALL 1500 × 2200 mm trockene Rauch- und Staubemissionen stationär 6000 m³/h anlagenseitig ohne Ventilator & Filter, zentrale Anlage erforderlich
ZINCOWALL 2000 × 2200 mm trockene Rauch- und Staubemissionen stationär 8000 m³/h anlagenseitig ohne Ventilator & Filter, zentrale Anlage erforderlich
ZINCOCAR DF 1,5 Schweissrauch & Schleifstaub stationär 6000 m³/h 3,0 kW Patronenfilter mit Ventilator & Filter, automatische Druckluftabreinigung
ZINCOCAR DF 2 Schweissrauch & Schleifstaub stationär 8000 m³/h 4,0 kW Patronenfilter mit Ventilator & Filter, automatische Druckluftabreinigung
ZINCOCAR DF 2,5 Schweissrauch & Schleifstaub stationär 10000 m³/h 5,5 kW Patronenfilter mit Ventilator & Filter, automatische Druckluftabreinigung
ZINCOCAR DF 3 Schweissrauch & Schleifstaub stationär 12000 m³/h 7,5 kW Patronenfilter mit Ventilator & Filter, automatische Druckluftabreinigung

Typische Einsatzbereiche

Mobile Absaugwände wie WALLY sind stark an kleineren Werkstücken, in Reparatur- und Instandhaltungszonen oder überall dort, wo Arbeitsplätze nicht dauerhaft fest belegt sind. Die DF/W-Ausführung ist auf Schweissrauch ausgerichtet, während die DF/G-Ausführung für leichte Schleifarbeiten und Funkenanwendungen gedacht ist. Damit lässt sich die Frontabsaugung flexibel an wechselnde Arbeitsorte bringen, ohne eine stationäre Rohrleitung aufzubauen.

ZINCOWALL eignet sich für fest eingerichtete Arbeitsplätze mit zentraler Absaug- und Filteranlage, beispielsweise in Schweiss- und Bearbeitungsbereichen, an Werkbänken oder in industriellen Zonen mit wiederkehrender Frontabsaugung. Die modulare Staffelung über Breite, Höhe und Luftmenge macht die Baureihe interessant, wenn der Erfassungsbereich flächig abgedeckt und an Werkstückgrösse oder Arbeitsplatzgeometrie angepasst werden soll.

ZINCOCAR DF ist die richtige Richtung, wenn eine leistungsstarke frontale Erfassung mit integrierter Filtration gebraucht wird, aber keine zentrale Verrohrung vorgesehen ist oder wenn eine eigenständige Plug-&Play-Lösung mit hoher Luftleistung sinnvoller ist. Das gilt besonders bei Schweiss- und Schleifarbeitsplätzen mit wechselnden Emissionsquellen, grösseren Werkstücken oder hohem Erfassungsbedarf.

Auswahl, Auslegung und Auswahlkriterien

Die erste Grundentscheidung lautet: eigenständige Einheit oder Erfassungselement für eine Zentralanlage. Wer bereits über eine passende zentrale Filter- und Ventilatoreinheit verfügt oder ein grösseres Gesamtsystem plant, denkt in Richtung ZINCOWALL. Wer ohne Rohrleitungsnetz arbeiten will und eine direkt betriebsbereite Lösung sucht, liegt bei WALLY oder ZINCOCAR näher an der Praxis.

Danach folgen Medium und Emissionscharakter. Schweissrauch, leichter Schleifstaub und trockene Stäube stellen unterschiedliche Anforderungen an Erfassung, Filterwahl und Funkenmanagement. Bei der mobilen WALLY-DF/G-Ausführung ist das bereits anwendungsspezifisch gelöst, während bei ZINCOCAR je nach Prozess unterschiedliche Patronenausführungen sinnvoll sein können. Bei stationären ZINCOWALL-Lösungen muss die Filter- und Ventilatorseite über die Zentralanlage passend zur Anwendung dimensioniert werden.

Ebenso wichtig sind Luftmenge, Arbeitsplatzbreite, Werkstückgrösse, Abstand zur Front und mögliche Querströmungen. Eine nominell hohe Luftleistung allein garantiert noch keine gute Erfassung, wenn der Arbeitsplatz zu breit, der Werkstückabstand zu gross oder die Luftführung im Raum ungünstig ist. Frontabsaugung funktioniert besonders stark, wenn Arbeitsbewegung, Aufstellung und Strömungsrichtung bewusst auf die Erfassungsfläche hin organisiert werden.

Montage, Integration und Praxis

Mobile Absaugwände müssen so positioniert werden, dass Rauch oder Staub möglichst direkt in die Erfassungszone gelangen. Gerade bei Schweissrauch und leichten Schleifarbeiten verschlechtern Zugluft, geöffnete Tore oder zusätzliche Ventilatoren die Wirkung deutlich. Für automatische Patronenabreinigung ist bei WALLY und ZINCOCAR zudem eine geeignete Druckluftversorgung erforderlich.

Stationäre ZINCOWALL-Lösungen verlangen eine saubere Gesamtplanung von Volumenstrom, Druckverlust, Verrohrung und angeschlossener Filter-/Ventilatoreinheit. Optional verfügbare verlängerte Seitenwände oder ein Dach können den Erfassungsraum stärker fassen und damit an die Arbeitsplatzsituation anpassen. Bei ZINCOCAR spielt zusätzlich die Rückführung der gereinigten Luft in den Arbeitsraum eine Rolle, die technisch und regelwerksbezogen zum Prozess passen muss.

Für angrenzende Lösungen können je nach Arbeitsplatz auch mobile Absauganlagen, stationäre Absauganlagen oder passende Filter & Ersatzfilter sinnvoll sein, wenn das Absaugkonzept erweitert, nachgeschärft oder wartungstechnisch sauber aufgebaut werden soll.

Beratung zu Absaugwänden

Die passende Absaugwand ergibt sich aus Prozess, Emissionsart, Arbeitsplatzgeometrie und Infrastruktur. Entscheidend ist, ob ein flexibles mobiles Gerät, eine stationäre Erfassungswand für eine Zentralanlage oder eine eigenständige Filterkabine mit integrierter Lufttechnik gebraucht wird. Erst aus dieser Grundentscheidung lässt sich die Leistungsklasse sinnvoll eingrenzen.

Wenn bereits klar ist, ob Schweissrauch, Schleifstaub oder trockene Stäube im Vordergrund stehen, wie breit der Arbeitsplatz ist und ob eine zentrale Anlage vorhanden ist, lässt sich die Auswahl sehr gezielt strukturieren. So entsteht keine überdimensionierte oder technisch unpassende Lösung, sondern eine Absaugwand, die im Alltag ergonomisch und lufttechnisch sauber funktioniert.

FAQ – Häufige Fragen zu Absaugwänden

Wann ist eine Absaugwand sinnvoller als ein Absaugarm?

Eine Absaugwand ist besonders dann sinnvoll, wenn Emissionen über eine breitere Front erfasst werden sollen, wenn Werkstücke vor einer Arbeitswand bearbeitet werden oder wenn sich der Entstehungspunkt innerhalb eines begrenzten Bereichs bewegt. Sie ist weniger auf punktgenaue Erfassung, dafür stärker auf flächige Frontabsaugung ausgelegt.

Was ist der Unterschied zwischen WALLY, ZINCOWALL und ZINCOCAR DF?

WALLY ist eine mobile Filterwand mit integriertem Ventilator und Patronenfiltration. ZINCOWALL ist eine stationäre Erfassungswand ohne eigenen Ventilator und ohne eigene Filtertechnik, die an eine zentrale Anlage angeschlossen wird. ZINCOCAR DF ist eine eigenständige Plug-&Play-Filterkabine mit integriertem Ventilator, Patronenfiltration und automatischer Abreinigung.

Braucht jede Absaugwand eine Druckluftversorgung?

Nein. Eine Druckluftversorgung ist vor allem dort relevant, wo die Anlage mit automatischer Patronenabreinigung arbeitet, also bei WALLY und ZINCOCAR DF. Bei ZINCOWALL als reinem Erfassungselement hängt die Auslegung von der angeschlossenen Zentralanlage ab.

Kann die gereinigte Luft in den Arbeitsraum zurückgeführt werden?

Bei eigenständigen Filterkabinen wie ZINCOCAR DF ist die Rückführung gereinigter Luft grundsätzlich Teil des Konzepts. Ob das im konkreten Betrieb sinnvoll und zulässig ist, hängt jedoch von Prozess, Emission, Filterauswahl und den geltenden Anforderungen am Standort ab.

Worauf ist bei der Aufstellung besonders zu achten?

Entscheidend sind Abstand zur Front, Werkstückgrösse, Arbeitsplatzbreite und mögliche Querströmungen. Frontabsaugung arbeitet am stärksten, wenn Rauch oder Staub ohne seitliche Verwirbelung möglichst direkt in den Erfassungsbereich gelangen.

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