Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen

Abzweiger 45° 2 mm Heavy-Duty für kompakte Verzweigungen

Diese Serie umfasst 45°-Abzweiger mit 2,0 mm Wandstärke für das Rohrsystem 2 mm (Heavy-Duty). Die Reihe deckt Nennweiten von Ø 100 bis Ø 400 mm ab und umfasst je Ø drei Varianten: B und C nach Angabe, B nach Angabe bei festem C sowie gleich dimensionierte Ausführungen mit A = B = C. Damit lassen sich zusätzliche Leitungsstränge in robuste Absaug- und Förderleitungen einbinden, wenn eine kompakte Verzweigung, hohe mechanische Stabilität und eine saubere Führung von Stammleitung, Durchgang und Abgang gefragt sind.

Abzweiger mit 45° werden im Heavy-Duty-Rohrsystem dort eingesetzt, wo ein zusätzlicher Leitungsstrang auf engem Bauraum in eine bestehende Rohrführung eingebunden werden muss. Im Vergleich zu 30° baut ein 45°-Abzweiger kompakter und ermöglicht eine direktere Abgangsführung. Das ist vor allem dann relevant, wenn Leitungen zwischen Maschinen, Hallenstützen, Deckenabhängungen oder anderen baulichen Begrenzungen geführt werden.

Gleichzeitig ist ein 45°-Abzweiger strömungstechnisch immer bewusster zu beurteilen als eine flachere Verzweigung. Der Winkel wirkt sich auf Druckverlust, Turbulenzen, Verschleisszonen, Ablagerungsneigung und Reinigbarkeit aus. Deshalb wird diese Bauart nicht nur nach Platzbedarf gewählt, sondern immer im Zusammenhang mit Medium, Volumenstrom, Strömungsrichtung, Einbausituation und Wartung.

Rolle und Funktion im Rohrsystem 2 mm (Heavy-Duty)

Ein Abzweiger teilt eine Stammleitung in Durchgang und Abgang auf. Bei dieser 45°-Serie steht die kompakte Verzweigungsgeometrie im Vordergrund. Das Formteil eignet sich deshalb besonders für Anwendungen, bei denen der Abgang klar und vergleichsweise kurz geführt werden soll, ohne die zusätzliche Baulänge einer flacheren 30°-Lösung in Kauf zu nehmen.

Die Heavy-Duty-Ausführung mit 2,0 mm Wandstärke ist auf robuste industrielle Anwendungen ausgerichtet. Gerade an Verzweigungsstellen wirken nicht nur Strömungseffekte, sondern auch zusätzliche Lasten aus Rohrgewicht, Befestigung, Schwingung und Montage. Für eine technisch saubere Auswahl sind deshalb immer Medium, Temperatur, Druck- oder Unterdruckniveau, Partikelbelastung, Nennweite, Trassenführung und spätere Zugänglichkeit gemeinsam zu bewerten.

Varianten und Anschlussmasse

Diese Serie umfasst Nennweiten von Ø 100 bis Ø 400 mm. Je Ø stehen drei Varianten zur Verfügung: eine projektbezogene Ausführung mit B und C nach Angabe, eine Variante mit festem Durchgang C in derselben Nennweite wie A und einem Abgang B nach Angabe sowie eine gleich dimensionierte Standardausführung mit A = B = C. Dadurch deckt die Serie sowohl feste Standardverzweigungen als auch anlagenspezifische Auslegungen innerhalb derselben Heavy-Duty-Familie ab.

Für die Auswahl sind deshalb vor allem Stammleitung, gewünschter Durchgang, geplanter Abgang, Strömungsrichtung und Bauraum entscheidend. Die folgende Übersicht zeigt die verfügbaren Varianten mit A als Stammleitung, B als Abgang und C als Durchgang.

A Stammleitung B Abgang C Durchgang Winkel
Ø 100 mm nach Angabe nach Angabe 45°
Ø 100 mm nach Angabe Ø 100 mm 45°
Ø 100 mm Ø 100 mm Ø 100 mm 45°
Ø 120 mm nach Angabe nach Angabe 45°
Ø 120 mm nach Angabe Ø 120 mm 45°
Ø 120 mm Ø 120 mm Ø 120 mm 45°
Ø 125 mm nach Angabe nach Angabe 45°
Ø 125 mm nach Angabe Ø 125 mm 45°
Ø 125 mm Ø 125 mm Ø 125 mm 45°
Ø 140 mm nach Angabe nach Angabe 45°
Ø 140 mm nach Angabe Ø 140 mm 45°
Ø 140 mm Ø 140 mm Ø 140 mm 45°
Ø 150 mm nach Angabe nach Angabe 45°
Ø 150 mm nach Angabe Ø 150 mm 45°
Ø 150 mm Ø 150 mm Ø 150 mm 45°
Ø 160 mm nach Angabe nach Angabe 45°
Ø 160 mm nach Angabe Ø 160 mm 45°
Ø 160 mm Ø 160 mm Ø 160 mm 45°
Ø 180 mm nach Angabe nach Angabe 45°
Ø 180 mm nach Angabe Ø 180 mm 45°
Ø 180 mm Ø 180 mm Ø 180 mm 45°
Ø 200 mm nach Angabe nach Angabe 45°
Ø 200 mm nach Angabe Ø 200 mm 45°
Ø 200 mm Ø 200 mm Ø 200 mm 45°
Ø 225 mm nach Angabe nach Angabe 45°
Ø 225 mm nach Angabe Ø 225 mm 45°
Ø 225 mm Ø 225 mm Ø 225 mm 45°
Ø 250 mm nach Angabe nach Angabe 45°
Ø 250 mm nach Angabe Ø 250 mm 45°
Ø 250 mm Ø 250 mm Ø 250 mm 45°
Ø 300 mm nach Angabe nach Angabe 45°
Ø 300 mm nach Angabe Ø 300 mm 45°
Ø 300 mm Ø 300 mm Ø 300 mm 45°
Ø 315 mm nach Angabe nach Angabe 45°
Ø 315 mm nach Angabe Ø 315 mm 45°
Ø 315 mm Ø 315 mm Ø 315 mm 45°
Ø 350 mm nach Angabe nach Angabe 45°
Ø 350 mm nach Angabe Ø 350 mm 45°
Ø 350 mm Ø 350 mm Ø 350 mm 45°
Ø 400 mm nach Angabe nach Angabe 45°
Ø 400 mm nach Angabe Ø 400 mm 45°
Ø 400 mm Ø 400 mm Ø 400 mm 45°

Typische Einsatzbereiche

45°-Abzweiger eignen sich besonders für kompakte Verzweigungen in Staubabsaugung, Späneabsaugung und industriellen Förderleitungen, wenn ein Abgang auf begrenztem Raum sauber abgenommen werden muss. Typische Anwendungen sind Maschinenabgänge, Teilstrom-Aufteilungen, nachträgliche Erweiterungen bestehender Leitungsnetze sowie Leitungsbereiche, in denen eine flachere 30°-Geometrie konstruktiv zu lang wäre.

Projektbezogene Varianten mit B und C nach Angabe oder mit festem Durchgang C und variablem Abgang B sind vor allem dann sinnvoll, wenn der Hauptstrang beibehalten werden soll, der Nebenstrang aber auf Maschine, Aggregat oder Teilstrom abgestimmt wird. Die gleich dimensionierte Ausführung A = B = C passt dagegen vor allem dort, wo der Querschnitt über Stammleitung, Durchgang und Abgang bewusst konstant bleibt.

Auswahl und Auslegung

Für die Auswahl eines passenden 45°-Abzweigers sind zuerst Stammleitung, gewünschter Durchgang und erforderlicher Abgang zu bestimmen. Danach ist zu klären, ob der kompaktere 45°-Winkel strömungstechnisch und konstruktiv sinnvoll ist. Er spart Baulänge, führt aber steiler in den Abgang als ein 30°-Abzweiger. Das kann bei kritischen Medien, höheren Strömungsgeschwindigkeiten oder stärkerem Partikelanteil planungsrelevant sein.

Entscheidend sind deshalb nicht nur die Anschlussmasse, sondern auch Medium, Temperatur, Druck- bzw. Unterdruckniveau, Strömungsgeschwindigkeit, Abrasion, Einbaulage und Wartung. Gerade bei Stäuben, Spänen oder Granulaten sollte die Abzweigstelle so ausgelegt werden, dass der Förderstrom sauber geführt wird und keine unnötigen Ablagerungs- oder Verschleisszonen entstehen. Ein 45°-Abzweiger ist damit immer Teil der Gesamtgeometrie und nie nur ein isoliertes Formteil.

Montage, Integration und Praxis

Verzweigungsstellen sollten spannungsfrei montiert und in Strömungsrichtung sauber ausgerichtet werden. Besonders wichtig ist, dass der Abgang nicht unkontrolliert gegen die Hauptströmung arbeitet und dass der zusätzliche Leitungsstrang separat getragen wird. Gerade bei grösseren Ø wirken Eigengewicht, Hebelkräfte und Schwingungen direkt auf das Formteil. Deshalb sollte nicht nur die Stammleitung, sondern auch der Abgang konstruktiv sauber abgestützt werden.

Innerhalb des Heavy-Duty-Systems lassen sich diese Abzweiger sinnvoll mit Rohr Einfachbord für gerade Leitungsstrecken, mit Pressbogen mit Einfachbord für Richtungswechsel, mit Abzweiger 30° für flachere Verzweigungen und mit passenden Spannschellen für 2 mm Rohr kombinieren. Für eine praxistaugliche Lösung sollten Einbaurichtung, Abgangslage und Zugänglichkeit bereits vor der Bestellung sauber abgestimmt werden.

Beratung zu Abzweiger 45° 2 mm Heavy-Duty

Wenn Sie eine kompakte Verzweigung in einem Heavy-Duty-Rohrnetz aufbauen oder eine bestehende Leitung erweitern möchten, lohnt sich eine kurze technische Vorabklärung. Relevant sind vor allem Medium, Stammleitung, gewünschter Durchgang, geplanter Abgang, Strömungsrichtung, Platzverhältnisse und die Frage, ob eine Standardausführung oder eine projektbezogene A/B/C-Kombination benötigt wird.

Auf dieser Basis lässt sich beurteilen, ob die 45°-Geometrie für Ihre Anwendung strömungstechnisch und baulich sinnvoll ist, welche Anschlusskombination zur Anlage passt und welche ergänzenden Formteile und Verbindungskomponenten für einen stabilen und wartungsfreundlichen Aufbau benötigt werden.

FAQ – Häufige Fragen zu Abzweiger 45° 2 mm Heavy-Duty

Wofür wird ein 45°-Abzweiger im Rohrsystem 2 mm eingesetzt?
Ein 45°-Abzweiger wird eingesetzt, wenn ein zusätzlicher Leitungsstrang platzsparend in eine bestehende Heavy-Duty-Leitung eingebunden werden soll. Typisch sind Maschinenabgänge, Teilstrom-Aufteilungen, Nebenstränge und kompakte Umbauten in bestehenden Absaug- und Förderanlagen.

Wann ist 45° sinnvoller als 30°?
45° ist vor allem dann sinnvoll, wenn der Bauraum begrenzt ist und der Abgang auf kurzer Distanz klar geführt werden muss. 30° ist oft strömungsgünstiger, benötigt aber mehr Baulänge. Welche Variante besser passt, hängt deshalb immer von Medium, Strömung und Einbausituation ab.

Was bedeutet bei dieser Serie „nach Angabe“?
„Nach Angabe“ bedeutet, dass der betreffende Anschluss nicht fest auf einen bestimmten Ø vorgegeben ist, sondern projektbezogen passend zur Anlage ausgeführt wird. Das betrifft je nach Variante entweder B und C gemeinsam oder nur den Abgang B bei festem Durchgang C.

Wann ist A = B = C die richtige Ausführung?
Diese Ausführung ist sinnvoll, wenn Stammleitung, Durchgang und Abgang bewusst in derselben Nennweite bleiben sollen. Das ist vor allem bei gleichbleibendem Querschnitt innerhalb einer Standardverzweigung interessant und dann passend, wenn keine reduzierte oder projektbezogen abweichende Abgangsgrösse benötigt wird.

Worauf sollte man bei Montage und Befestigung besonders achten?
Wichtig sind eine spannungsfreie Ausrichtung, eine mitlaufende Abgangsführung in Strömungsrichtung und eine separate Abstützung des Abgangs. Gerade bei grösseren Ø dürfen keine Zug- oder Biegekräfte aus dem Nebenstrang in das Formteil eingeleitet werden. Eine zugängliche Position erleichtert zudem spätere Kontrolle, Reinigung und Umbauten.

Sie haben Fragen?
Rufen Sie uns gerne an.

+41 41 787 08 52 info@absaugtechnik.ch