Pneumatische Schieber für automatische Absaugleitungen
Pneumatische Schieber öffnen und schliessen einzelne Absaugleitungen automatisch über Druckluft. Die Serie umfasst Ø 80 bis Ø 500 mm für Absaug-, Staub-, Späne- und Materialtransportsysteme, in denen Luftleistung gezielt an aktive Maschinen, Förderstrecken oder Anlagenbereiche verteilt werden soll.
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Pneumatische Schieber werden eingesetzt, wenn Absaugleitungen automatisch geöffnet oder geschlossen werden sollen. Sie steuern den Luftstrom direkt im Rohrsystem und sorgen dafür, dass die verfügbare Absaugleistung nicht unnötig über inaktive Maschinen, Nebenstränge oder stillstehende Förderstrecken verloren geht. Damit sind sie wichtige Bauteile für wirtschaftlich betriebene Absauganlagen mit mehreren Maschinen, Arbeitsplätzen oder Prozessbereichen.
Systemüberblick und Funktion
Ein pneumatischer Schieber ist ein automatisch betätigtes Absperrelement im Absaugrohr. Über Druckluft fährt das Schieberblatt auf oder zu und gibt den jeweiligen Leitungsabschnitt frei oder sperrt ihn ab. Dadurch können Maschinenanschlüsse, Zonen, Förderstrecken oder Hauptleitungsabschnitte bedarfsgerecht geschaltet werden.
Die Schieber der ADWP-Serie sind für industrielle Absaug-, Staub-, Späne- und Materialtransportsysteme ausgelegt. Die Kombination aus verzinktem Gehäuse, doppelter Abdichtung, pneumatischem Antrieb und 5/2-Wege-Ventil mit Federrückstellung unterstützt eine zuverlässige Schaltfunktion, hohe Wiederholgenauigkeit und wartungsfreundliche Integration in automatisierte Anlagen.
Leitungen automatisch öffnen und sperren
Der pneumatische Schieber öffnet nur die Leitungsbereiche, die im Betrieb benötigt werden. So wird Nebenluft reduziert und die verfügbare Luftleistung gezielter an aktive Maschinen oder Prozessstellen geführt.
Ø, Luftmenge und Steuerung gemeinsam prüfen
Die passende Ausführung richtet sich nach Rohr-Ø, Volumenstrom, Unterdruck, Medium, Staub- oder Spänebelastung, Schalthäufigkeit, Druckluftversorgung, Ventilspannung und Einbindung in die Anlagensteuerung.
Druckluft sauber und gefiltert bereitstellen
Für zuverlässige Schaltzyklen sollte die Druckluft trocken, sauber und passend aufbereitet sein. Nach der Montage sind mehrere Öffnungs- und Schliesszyklen sinnvoll, um Bewegung, Endlage und Steuerung zu prüfen.
Komponenten und verfügbare Ausführungen
Die Serie umfasst pneumatische Schieber in Ø 80 bis Ø 500 mm. Die Schieber sind als verzinkte ADWP-Ausführung mit pneumatischem Antrieb aufgebaut und für automatische Absperr- und Schaltfunktionen in Absaugleitungen vorgesehen. Je nach Produktvariante sind Ventilspannungen für 24V, 110V oder 230V zu berücksichtigen.
Die Abdichtung erfolgt über eine Kombination aus PE-HD und CR. Je nach Ø unterscheiden sich Gehäusemass, Einbaulänge, Schieberblattlänge und Unterdruck-Dichtheit. Für kleinere und mittlere Ø liegt die Dichtheit höher; bei grossen Leitungsquerschnitten sinkt der angegebene Unterdruckwert konstruktionsbedingt. Deshalb sollten Ø, Luftmenge, Unterdruck und Dichtheitsanforderung immer gemeinsam bewertet werden.
Für feuchte oder korrosionskritischere Umgebungen kann ein pneumatischer Schieber aus Edelstahl sinnvoll sein. Für höhere Unterdrücke oder robustere Förderstrecken ist der pneumatische Schieber Hochdruck zu prüfen. Passende Schutzhauben, Zylinder, Dichtungssätze und weiteres Schieber Zubehör erleichtern Wartung, Schutz und Automatisierung.
| Durchmesser Ø | Tiefe | Breite | Länge geschlossen | Länge geöffnet | Funktion |
|---|---|---|---|---|---|
| Ø 80 mm | 127 mm | 157 mm | 223 mm | 338 mm | kleine Absaugpunkte |
| Ø 100 mm | 127 mm | 177 mm | 263 mm | 398 mm | Standard-Maschinenanschlüsse |
| Ø 120 mm | 127 mm | 202 mm | 314 mm | 473 mm | mittlere Leitungen |
| Ø 125 mm | 127 mm | 202 mm | 314 mm | 473 mm | mittlere Leitungen |
| Ø 140 mm | 127 mm | 227 mm | 363 mm | 473 mm | Maschinen- und Nebenstränge |
| Ø 150 mm | 127 mm | 227 mm | 363 mm | 473 mm | Maschinen- und Nebenstränge |
| Ø 160 mm | 127 mm | 237 mm | 383 mm | 579 mm | grössere Maschinenanschlüsse |
| Ø 180 mm | 127 mm | 277 mm | 463 mm | 699 mm | grössere Maschinenanschlüsse |
| Ø 200 mm | 127 mm | 277 mm | 463 mm | 699 mm | grössere Maschinenanschlüsse |
| Ø 220 mm | 167 mm | 347 mm | 562 mm | 849 mm | Haupt- und Sammelleitungen |
| Ø 225 mm | 167 mm | 347 mm | 562 mm | 849 mm | Haupt- und Sammelleitungen |
| Ø 250 mm | 167 mm | 371 mm | 562 mm | 849 mm | Haupt- und Sammelleitungen |
| Ø 280 mm | 167 mm | 422 mm | 692 mm | 1054 mm | grosse Rohrnetze |
| Ø 300 mm | 167 mm | 422 mm | 692 mm | 1054 mm | grosse Rohrnetze |
| Ø 315 mm | 167 mm | 437 mm | 692 mm | 1054 mm | grosse Rohrnetze |
| Ø 350 mm | 167 mm | 472 mm | 763 mm | 1160 mm | grosse Rohrnetze |
| Ø 355 mm | 167 mm | 472 mm | 763 mm | 1160 mm | grosse Rohrnetze |
| Ø 400 mm | 167 mm | 522 mm | 863 mm | 1310 mm | Industrie-Hauptleitungen |
| Ø 450 mm | 255 mm | 623 mm | 980 mm | 1495 mm | Industrie-Hauptleitungen |
| Ø 500 mm | 255 mm | 673 mm | 1082 mm | 1640 mm | XXL-Anlagenbereiche |
Typische Einsatzbereiche
Pneumatische Schieber eignen sich für Absauganlagen in Holzverarbeitung, Metallbearbeitung, Kunststoffverarbeitung, staubführenden Produktionsprozessen, Spänetransport, Materialtransport und zentralen Förder- oder Sammelleitungen. Typische Aufgaben sind das automatische Zuschalten einzelner Maschinen, das Absperren inaktiver Nebenstränge und das gezielte Freigeben von Förderstrecken.
Besonders sinnvoll sind pneumatische Schieber in Anlagen mit mehreren Maschinen, wechselnden Betriebszuständen oder automatisierten Prozessabläufen. Wenn nur aktive Maschinen abgesaugt werden, bleiben Luftmenge und Unterdruck näher am tatsächlichen Bedarf. Das verbessert die Erfassung an den aktiven Punkten und reduziert unnötige Nebenluft im Rohrnetz.
Kleine Ø werden typischerweise an einzelnen Maschinenanschlüssen und kompakten Absaugpunkten eingesetzt. Grosse Ø kommen eher in Hauptleitungen, Sammelleitungen, Verteilstrecken oder kompletten Anlagenzonen zum Einsatz, in denen hohe Luftmengen automatisch geschaltet werden müssen.
Auswahl und Auslegung
Für die Auswahl ist zuerst der Rohr-Ø zu bestimmen. Danach müssen Volumenstrom, Strömungsgeschwindigkeit, Unterdruck, Medium, Staub- oder Spänebelastung, Schalthäufigkeit, Einbaulage, Druckluftqualität und gewünschte Dichtheit beurteilt werden. Bei automatisierten Anlagen ist zusätzlich zu klären, wie der Schieber angesteuert und überwacht werden soll.
Die Unterdruck-Dichtheit ist vom Durchmesserbereich abhängig. Für kleinere und mittlere Ø sind höhere Dichtheitswerte angegeben als für sehr grosse Schieber. Deshalb sollten besonders bei Hauptleitungen, langen Leitungswegen oder hohen Unterdrücken nicht nur der Durchmesser, sondern auch die geforderte Dichtheit und die reale Betriebssituation geprüft werden.
Die Ventilspannung muss zur Steuerung passen. Je nach Anlage kommen 24V, 110V oder 230V in Frage. Für Maschinensteuerungen, SPS-Anbindung, Sensorik oder zentrale Absaugsteuerungen ist vorab zu klären, welches Signal den Schieber auslöst, welche Sicherheitslogik gilt und ob eine Endlagenabfrage benötigt wird.
Montage, Integration und Praxis
Pneumatische Schieber müssen spannungsfrei in das Rohrsystem integriert werden. Rohrleitung und Schiebergehäuse sollten sauber fluchten, damit das Schieberblatt nicht durch Versatz, Biegekräfte oder schlecht abgestützte Rohrstrecken belastet wird. Das Schieberblatt muss frei laufen und darf nicht durch Eigengewicht, falsche Einbaulage oder mechanische Spannung verkanten.
Die Druckluft sollte trocken und gefiltert sein. Der Pneumatikanschluss erfolgt nach Ventilkennzeichnung. Nach dem Einbau sind mehrere Öffnungs- und Schliesszyklen sinnvoll, um Bewegung, Endlage, Dichtheit, Steuerungssignal und Rückstellung zu prüfen. Bei häufig geschalteten Anlagen sollten Dichtungen, Zylinder und Schieberführung regelmässig kontrolliert werden.
Für die Anlagenintegration sind passende Rohrverbindungen, saubere Übergänge, ausreichende Abstützung und ein zugänglicher Einbauort wichtig. Bei grösseren Schiebern muss genügend Platz für Schieberblattweg, Wartung, Schutzhaube und spätere Demontage eingeplant werden.
Beratung zu pneumatischen Schiebern
Die passende pneumatische Absperrlösung hängt nicht nur vom Ø ab. Entscheidend sind Rohrsystem, Medium, Luftmenge, Unterdruck, Schalthäufigkeit, Druckluftversorgung, Ventilspannung, Steuerungslogik, Einbaulage, Dichtheitsanforderung und Wartungszugang.
Wir unterstützen Sie bei der Auswahl der passenden Nennweite, bei der Abgrenzung zwischen Standard-, Edelstahl- und Hochdruckausführung sowie bei der Abstimmung mit Zylindern, Dichtungssätzen, Schutzhauben, Näherungsschaltern und vorhandener Anlagensteuerung.
FAQ – Häufige Fragen zu pneumatischen Schiebern
Wofür wird ein pneumatischer Schieber eingesetzt?
Ein pneumatischer Schieber wird eingesetzt, um Absaugleitungen automatisch über Druckluft zu öffnen oder zu schliessen. Er steuert, welche Maschinen, Leitungsabschnitte oder Anlagenbereiche im Betrieb mit Luftleistung versorgt werden.
Welche Ø sind verfügbar?
Die Serie umfasst pneumatische Schieber von Ø 80 bis Ø 500 mm. Kleine Ø eignen sich eher für Maschinenanschlüsse und einzelne Absaugpunkte, grosse Ø eher für Hauptleitungen, Sammelleitungen und zentrale Anlagenbereiche.
Welche Ventilspannungen müssen berücksichtigt werden?
Je nach Variante sind Ventilspannungen für 24V, 110V oder 230V zu berücksichtigen. Die Auswahl muss zur vorhandenen Maschinensteuerung, SPS, Sensorik oder zentralen Absaugsteuerung passen.
Welche Druckluftqualität ist wichtig?
Die Druckluft sollte trocken, sauber und gefiltert sein. Verschmutzte oder feuchte Druckluft kann Ventil, Zylinder und Schaltverhalten beeinträchtigen und den Wartungsaufwand erhöhen.
Wie dicht ist ein pneumatischer Schieber bei Unterdruck?
Die Unterdruck-Dichtheit ist vom Durchmesserbereich abhängig. Für Ø-Bereiche bis 203 mm sind höhere Dichtheitswerte angegeben als für sehr grosse Schieber. Deshalb sollten Dichtheitsanforderung, Unterdruck und Ø immer gemeinsam geprüft werden.
Wann ist ein pneumatischer Schieber besser als ein elektrischer Absperrschieber?
Ein pneumatischer Schieber ist oft besser geeignet, wenn bereits Druckluft vorhanden ist, grössere Ø benötigt werden oder eine robuste industrielle Schaltlösung mit Zylinderbetrieb gewünscht ist. Elektrische Absperrschieber sind interessant, wenn keine Druckluft verfügbar ist.
Wann ist eine Edelstahl-Ausführung sinnvoll?
Eine Edelstahl-Ausführung ist sinnvoll, wenn Feuchte, Reinigung, Korrosionsbelastung oder sensiblere Prozessumgebungen eine höhere Materialbeständigkeit verlangen. In trockenen Standardbereichen kann eine verzinkte Ausführung ausreichend sein.
Wann sollte ein Hochdruck-Schieber geprüft werden?
Ein Hochdruck-Schieber sollte geprüft werden, wenn höhere Unterdrücke, stärkere Förderbedingungen, robustere Materialtransporte oder besonders belastete Absperrstellen vorliegen. Entscheidend sind Betriebsdruck, Medium, Fördergeschwindigkeit und Anlagenaufbau.
Welche Zubehörteile sind für Wartung und Automatisierung relevant?
Relevant sind je nach Anwendung Schutzhauben, Zylinder, Dichtungssätze, Näherungsschalter, Halter für Näherungsschalter und weiteres Schieber Zubehör. Damit lassen sich Schieber schützen, überwachen und wirtschaftlich instand halten.
Worauf kommt es bei der Montage besonders an?
Wichtig sind spannungsfreie Rohrintegration, saubere Fluchtung, ausreichend Platz für den Schieberblattweg, trockene und gefilterte Druckluft, korrekte Ventilanbindung sowie eine Funktionsprüfung mit mehreren Öffnungs- und Schliesszyklen.
Welche Angaben sind für eine technische Beratung hilfreich?
Hilfreich sind Rohr-Ø, Medium, Luftmenge, Unterdruck, Schalthäufigkeit, Druckluftversorgung, Ventilspannung, Steuerungssignal, Einbaulage, gewünschte Dichtheit und die Information, ob Standard-, Edelstahl- oder Hochdruckausführung benötigt wird.