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ATEX-Absaugarm aus Edelstahl

ATEX-Absaugarme aus Edelstahl erfassen Rauch, Staub und Dämpfe direkt an der Entstehungsstelle und werden in Absaugsysteme eingebunden, deren Eignung für explosionsgefährdete Bereiche anwendungsspezifisch beurteilt wird. Die Serie umfasst Ø 100 bis Ø 250 mm mit 2,0 bis 4,0 m Reichweite, Regulierklappe und antistatischer PU-Schlauchverbindung.

ATEX-Absaugarme aus Edelstahl werden eingesetzt, wenn Emissionen direkt an der Quelle erfasst werden sollen und die Absaugung in ein explosionsschutztechnisch bewertetes Gesamtsystem eingebunden werden muss. Die Serie verbindet eine robuste Edelstahl-Ausführung mit flexibler Positionierung, integrierter Regulierklappe und antistatischer PU-Schlauchverbindung. Entscheidend ist dabei nicht nur der Absaugarm selbst, sondern das Zusammenspiel aus Medium, Zoneneinteilung, Luftmenge, Erdung, Leitungsführung, Ventilator, Filtertechnik und allen angeschlossenen Komponenten.

Systemüberblick und Funktion

Ein ATEX-Absaugarm dient als beweglicher Erfassungspunkt innerhalb einer technisch passend ausgelegten Absauganlage. Die Haube oder Erfassungsstelle wird nahe an Rauch, Staub oder Dampf geführt, damit Emissionen möglichst früh aufgenommen werden. Die Regulierklappe unterstützt den Luftmengenabgleich direkt am Arbeitsplatz. Die antistatische PU-Schlauchverbindung ist für ableitfähige Systemkonzepte relevant, ersetzt aber keine vollständige ATEX-Bewertung der Anlage.

Funktion

Quellnahe Erfassung im ATEX-Kontext

Der Arm bringt den Erfassungspunkt direkt an die Emissionsquelle und ermöglicht eine flexible Positionierung innerhalb eines explosionsschutztechnisch bewerteten Anlagenkonzepts.

Auswahl

Ø, Reichweite und Zone abstimmen

Die Auswahl richtet sich nach Medium, Zoneneinteilung, Luftmengenbedarf, Arbeitsradius, Anschluss-Ø, Leitungsweg und der Bewertung des vollständigen Absaugsystems.

Praxis

Potentialausgleich mitplanen

Erdung, Potentialausgleich, ableitfähige Verbindung, Rohrsystem, Filter und Ventilator müssen gemeinsam geprüft werden. Der Arm allein macht keine Gesamtanlage explosionsschutzgerecht.

Komponenten und verfügbare Ausführungen

Die sichtbare Serie ist über Anschluss-Ø und Reichweite gestaffelt. Kleinere Ø eignen sich für kompaktere Arbeitsbereiche und geringeren Luftmengenbedarf. Grössere Ø schaffen mehr Querschnitt für hohe Volumenströme und grössere Erfassungsbereiche, stellen aber höhere Anforderungen an Montagepunkt, Leitungsführung und Anlagenleistung. Durchgehend gleich bleiben Edelstahl-Ausführung, Regulierklappe und antistatische PU-Schlauchverbindung.

Anschluss-Ø Reichweite Werkstoff Ausführung
Ø 100 mm 2,1 m, 2,7 m Edelstahl Regulierklappe
antistatische PU-Schlauchverbindung
Ø 125 mm 2,0 m, 3,0 m, 4,0 m Edelstahl Regulierklappe
antistatische PU-Schlauchverbindung
Ø 160 mm 2,0 m, 3,0 m, 4,0 m Edelstahl Regulierklappe
antistatische PU-Schlauchverbindung
Ø 180 mm 3,0 m, 4,0 m Edelstahl Regulierklappe
antistatische PU-Schlauchverbindung
Ø 200 mm 3,0 m, 4,0 m Edelstahl Regulierklappe
antistatische PU-Schlauchverbindung
Ø 250 mm 3,0 m Edelstahl Regulierklappe
antistatische PU-Schlauchverbindung

Für die Systemintegration sind passende ATEX Armverlängerungen und die richtige ATEX Wandhalterung wichtige Ergänzungen. Für nicht explosionsgefährdete Anwendungen können je nach Einsatzfall auch hängende Absaugarme mit Edelstahl-Innenverbindungen oder lackierte hängende Absaugarme passend sein.

Typische Einsatzbereiche

ATEX-Absaugarme kommen an Arbeitsplätzen zum Einsatz, an denen Staub, Rauch oder Dämpfe direkt an der Quelle erfasst werden sollen und gleichzeitig explosionsschutztechnische Randbedingungen berücksichtigt werden müssen. Typische Einsatzfelder sind industrielle Bearbeitungsplätze, Prozessarbeitsplätze, Misch-, Umfüll-, Reinigungs-, Schleif-, Löt- oder Schweissbereiche, sofern Medium und Gesamtanlage zur jeweiligen Zone passen.

Kleinere Ø wie 100 und 125 mm sind für kompaktere Arbeitsbereiche und geringeren bis mittleren Luftmengenbedarf interessant. Ø 160 und Ø 180 mm decken stärkere Punktabsaugungen ab. Ø 200 und Ø 250 mm sind für Anwendungen mit sehr hohem Luftmengenbedarf, grösserem Erfassungsquerschnitt oder besonders breiten Emissionszonen vorgesehen.

Die Serie ist nicht als pauschale Lösung für jede Ex-Zone zu verstehen. Entscheidend sind Zoneneinteilung, Stoffeigenschaften, Mindestzündenergie, Staub- oder Dampfkonzentration, Temperatur, Erdung, ableitfähige Verbindung, Ventilator, Filter, Rohrsystem und betriebliche Reinigungs- sowie Wartungsprozesse.

Auswahl und Auslegung

Die Auswahl beginnt mit Medium, Zone und Erfassungsaufgabe. Danach folgen erforderlicher Volumenstrom, Haubengeometrie, Arbeitsradius, Anschluss-Ø, Leitungsweg, Druckverlust und vorhandene Absaugleistung. Ein grösserer Ø verbessert das Luftmengenpotenzial, erhöht aber auch Bauraum, Gewicht, Anforderungen an Montage und anlagenseitige Luftleistung.

Die Reichweite muss zum realen Arbeitsplatz passen. 2,0 bis 2,7 m eignen sich für kompakte bis mittlere Arbeitsbereiche. 3,0 m bietet mehr Bewegungsradius bei guter Führbarkeit. 4,0 m ist sinnvoll, wenn grössere Werkstücke, längere Arbeitstische oder wechselnde Emissionspunkte abgedeckt werden müssen. Mit zunehmender Reichweite steigen jedoch die Anforderungen an Befestigung, Ergonomie, Schwenkbereich und verfügbare Luftleistung.

Bei ATEX-Anwendungen darf der Arm nicht isoliert betrachtet werden. Erdung und Potentialausgleich müssen über alle relevanten leitfähigen Bauteile, Schlauchverbindungen, Rohrleitungen, Filter und Ventilator hinweg geplant werden. Auch Filterabreinigung, Staubaustrag, Rückströmung, Ablagerungen und Reinigungsintervalle können sicherheitsrelevant sein.

Montage, Integration und Praxis

Die Montage muss so erfolgen, dass der Absaugarm den relevanten Arbeitsbereich ergonomisch erreicht und die Erfassung möglichst nahe an die Emissionsquelle geführt werden kann. Der Montagepunkt muss Armgewicht, Bewegungsmomente und betriebliche Belastungen aufnehmen. Bei grossen Ø oder 4,0 m Reichweite sind Tragstruktur, Wandhalterung, Befestigungsmittel und Bewegungsraum besonders sorgfältig zu prüfen.

Lufttechnisch sollten Rohrleitungen, Bögen, Übergänge, Drosselstellen, Filter und Ventilator strömungsgünstig aufeinander abgestimmt werden. Der Volumenstrom muss am Erfassungspunkt verfügbar sein, nicht nur am Gebläse. Zu enge Querschnitte, lange flexible Schlauchstücke, verschmutzte Filter oder ungünstige Reduktionen können die reale Erfassungsleistung deutlich reduzieren.

In der Praxis sind regelmässige Sichtprüfungen wichtig: Gelenke, Schlauchverbindung, Regulierklappe, Erdung/Potentialausgleich, Befestigung, Anschlussstelle und Haubenposition müssen dauerhaft funktionieren. Bei ATEX-relevanten Anlagen sollten Wartung, Reinigung und Prüfintervalle dokumentiert und mit dem betrieblichen Explosionsschutzkonzept abgestimmt werden.

Beratung zu ATEX-Absaugarmen

Für eine sichere Vorauswahl sind Angaben zu Medium, Zone, Temperatur, Staub- oder Dampfart, benötigter Luftmenge, Arbeitsradius, Anschluss-Ø, Montagepunkt, vorhandener Absauganlage, Filtertechnik und Erdungskonzept entscheidend. Gerade bei ATEX-Anwendungen sollte vor der Bestellung geklärt werden, wie der Arm in das vollständige Schutz- und Absaugsystem eingebunden wird.

FAQ – Häufige Fragen zu ATEX-Absaugarmen

Reicht ein ATEX-Absaugarm allein für eine explosionsschutzgerechte Anwendung aus?

Nein. Die technische Eignung wird immer für das gesamte System beurteilt. Dazu gehören Zoneneinteilung, Medium, Erdung beziehungsweise Potentialausgleich, Schlauch- und Rohrverbindungen, Ventilator, Filtertechnik, Staubaustrag, Leitungsführung und Betriebsweise.

Wofür dient die Regulierklappe am ATEX-Absaugarm?

Die Regulierklappe ermöglicht die Luftmengenanpassung direkt am Erfassungspunkt. Das erleichtert den Systemabgleich und hilft, die Absaugleistung an Arbeitsplatz, Medium und Betriebszustand anzupassen.

Was bedeutet antistatische PU-Schlauchverbindung?

Die antistatische PU-Schlauchverbindung unterstützt einen ableitfähigen Aufbau innerhalb des Armkonzepts. Entscheidend bleibt jedoch, dass Erdung und Potentialausgleich über die gesamte Anlage korrekt geplant, ausgeführt und geprüft werden.

Wann sollte ein grösserer Ø gewählt werden?

Ein grösserer Ø ist sinnvoll, wenn mehr Luftmenge, ein grösserer Erfassungsquerschnitt oder eine leistungsstärkere Absaugung benötigt wird. Gleichzeitig müssen Anschlussmass, Rohrsystem, Druckverlust, Ventilatorleistung und Filtertechnik dazu passen.

Wann ist Ø 100 mm sinnvoll?

Ø 100 mm ist sinnvoll für kompaktere Arbeitsplätze, kleinere Erfassungspunkte und geringeren bis mittleren Luftmengenbedarf. Die Ausführung passt, wenn die Emissionsquelle nahe geführt werden kann und das Rohrsystem auf den kleineren Querschnitt abgestimmt ist.

Wann ist Ø 125 mm eine passende Zwischenlösung?

Ø 125 mm ist häufig eine sinnvolle Zwischenlösung, wenn mehr Querschnitt und Luftreserve als bei Ø 100 mm benötigt werden, aber noch kein sehr grosser Arm mit entsprechend höheren Anforderungen an Montage und Anlagenleistung erforderlich ist.

Wann sind Ø 160 mm oder Ø 180 mm sinnvoll?

Ø 160 mm und Ø 180 mm eignen sich für erhöhten Luftmengenbedarf, grössere Emissionsquellen und anspruchsvollere industrielle Punktabsaugungen. Wichtig ist, dass Ventilator, Rohrnetz und Filter den höheren Volumenstrom auch tatsächlich bereitstellen können.

Wann sind Ø 200 mm oder Ø 250 mm sinnvoll?

Ø 200 mm und Ø 250 mm sind für sehr hohen Luftmengenbedarf, grosse Erfassungsquerschnitte und leistungsstarke Anwendungen vorgesehen. Sie benötigen eine entsprechend ausgelegte Anlage, stabile Montagepunkte und genügend Bewegungsraum.

Wann ist eine grössere Reichweite sinnvoll?

Eine grössere Reichweite ist sinnvoll, wenn der Emissionspunkt innerhalb eines grösseren Arbeitsbereichs wechselt oder der Montagepunkt weiter entfernt liegt. Sie ist aber nur dann zweckmässig, wenn Ergonomie, Tragstruktur und anlagenseitige Luftleistung dazu passen.

Ist eine grössere Reichweite immer besser?

Nein. Eine grössere Reichweite erhöht Bewegungsradius und Flexibilität, bringt aber auch mehr Anforderungen an Montagepunkt, Bedienbarkeit, Stabilität und verfügbare Luftleistung. Die Reichweite sollte zum realen Arbeitsplatz passen.

Für welche Emissionen eignet sich ein ATEX-Absaugarm grundsätzlich?

Grundsätzlich kann die Serie für Rauch, Staub und Dämpfe eingesetzt werden, sofern Medium, Zone und Gesamtanlage dazu passend ausgelegt sind. Die konkrete Eignung hängt immer von Stoffeigenschaften, Konzentration, Temperatur und Anlagenkonzept ab.

Ist der Arm automatisch für jede Ex-Zone geeignet?

Nein. Die Eignung muss immer für die konkrete Zone und das vollständige System geprüft werden. Zone, Medium, Zündquellen, Staubablagerungen, elektrische Komponenten, Erdung, Filtertechnik und Betriebsweise sind gemeinsam zu bewerten.

Welche Rolle spielt Erdung beziehungsweise Potentialausgleich?

Erdung und Potentialausgleich sind zentrale Punkte bei ableitfähigen Absaugsystemen. Sie müssen über Arm, Schlauchverbindung, Rohrsystem, Filter, Ventilator und angeschlossene Komponenten hinweg geplant, ausgeführt und kontrolliert werden.

Welche Rolle spielt der Druckverlust?

Der Druckverlust entscheidet, wie viel Luftleistung an der Erfassung tatsächlich verfügbar bleibt. Arm-Ø, Reichweite, Schlauchverbindung, Bögen, Rohrnetz, Filter, Absperrorgane und Ventilator müssen gemeinsam betrachtet werden.

Kann ein ATEX-Absaugarm an eine bestehende Anlage angeschlossen werden?

Ja, sofern Anschluss-Ø, Luftmenge, Leitungsführung, Filtertechnik, Ventilator, Erdung und Zonenkonzept zur bestehenden Anlage passen. Eine Nachrüstung sollte immer anlagenbezogen geprüft werden.

Welche Wandhalterung passt zum ATEX-Absaugarm?

Die Wandhalterung muss zu Arm-Ø, Reichweite, Gewicht, Montagepunkt und Tragstruktur passen. Bei ATEX-Anwendungen ist zusätzlich zu prüfen, wie die mechanische Befestigung und der Potentialausgleich in das Gesamtsystem eingebunden werden.

Wann ist eine ATEX Armverlängerung sinnvoll?

Eine ATEX Armverlängerung ist sinnvoll, wenn der Montagepunkt weiter vom Arbeitsbereich entfernt liegt oder ein grösserer Bewegungsradius benötigt wird. Dabei müssen Tragstruktur, Ergonomie, Luftleistung und explosionsschutztechnische Einbindung weiterhin zusammenpassen.

Welche Filtertechnik ist bei ATEX-Anwendungen relevant?

Die Filtertechnik hängt von Medium, Staubart, Zone, Luftmenge, Abreinigung, Staubaustrag und Zündschutzkonzept ab. Der Filter muss zum Risiko der Gesamtanlage passen und darf nicht losgelöst vom Absaugarm ausgewählt werden.

Welche Wartung ist bei ATEX-Absaugarmen wichtig?

Wichtig sind regelmässige Kontrollen von Gelenken, Regulierklappe, Schlauchverbindung, Erdung beziehungsweise Potentialausgleich, Befestigung, Anschlussstelle und Haubenposition. Ablagerungen, beschädigte Verbindungen oder schwergängige Bauteile sollten früh behoben werden.

Welche Angaben sind für eine Anfrage wichtig?

Wichtig sind Medium, Zoneneinteilung, Temperatur, Staub- oder Dampfart, benötigte Luftmenge, gewünschte Reichweite, Anschluss-Ø, Montagepunkt, vorhandenes Rohrsystem, Filtertechnik, Ventilator, Erdungskonzept und besondere Anforderungen an Wartung oder Dokumentation.

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