Segmentbögen 90° für rechtwinklige Umlenkungen im Rohrsystem
Verzinkte Segmentbögen 90° eignen sich für kompakte Richtungswechsel, wenn eine Absaugleitung auf kurzer Baulänge rechtwinklig geführt werden muss. Die Serie umfasst Ø 100 bis Ø 560 mm mit Einfachbord 6 mm für Spannschellenverbindungen.
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Ein Segmentbogen 90° wird eingesetzt, wenn ein Rohrstrang im verzinkten Absaugsystem rechtwinklig umgelenkt werden muss. Typische Situationen sind Wand- und Deckenwechsel, Steigleitungen, kompakte Maschinenanschlüsse, enge Anlagenbereiche oder Leitungsführungen, bei denen der verfügbare Bauraum einen direkten Richtungswechsel vorgibt.
Gleichzeitig ist eine 90°-Umlenkung strömungstechnisch anspruchsvoller als flachere Winkel. Die segmentierte Bauart führt den Luftstrom definierter als eine scharfkantige Umlenkung, ersetzt aber keine strömungssanfte Leitungsführung, wenn genügend Platz für flachere Bögen vorhanden ist.
Systemüberblick und Funktion
Segmentbögen 90° übernehmen im Rohrsystem die Aufgabe eines vollständigen Richtungswechsels auf kompakter Baulänge. Sie ermöglichen klare Leitungsachsen, wenn eine Absaug- oder Abluftleitung von horizontal auf vertikal, von der Wand an die Decke oder in einen Maschinenanschluss geführt werden muss.
In der Absaugtechnik muss ein 90°-Bogen immer als Teil des gesamten Rohrnetzes bewertet werden. Entscheidend sind Ø, Luftmenge, Strömungsgeschwindigkeit, Medium, Druckverlust, Materialtransport, Einbaulage, Wartungszugang und die Anzahl weiterer Umlenkungen im Strang.
Rechtwinklige Umlenkung
Der 90°-Segmentbogen eignet sich für direkte Richtungswechsel auf engem Raum. Er ist sinnvoll, wenn Anlagenlayout, Maschine, Wand, Decke oder Leitungsachse eine kompakte Umlenkung erfordern.
Höchster Umlenkwiderstand
90° erzeugt mehr Umlenkwiderstand als 15°, 30°, 45° oder 60°. Bei langen Strängen, hoher Materialbeladung oder knapper Druckreserve sollte eine weichere Alternative geprüft werden.
2 × 45° als Alternative
Wenn genügend Einbaulänge vorhanden ist, können zwei 45°-Bögen mit Zwischenstück eine ruhigere Strömung ermöglichen. Bei knappem Bauraum bleibt 90° die kompakte Lösung.
Komponenten und verfügbare Ausführungen
Diese Serie umfasst verzinkte Segmentbögen mit 90°-Winkel in Ø 100 bis Ø 560 mm. Die Ausführung ist segmentiert, verzinkt und mit Einfachbord 6 mm für die Montage per Spannschelle versehen.
Unterschiede bestehen vor allem bei Ø, Radius und dem daraus resultierenden Platzbedarf in der Rohrführung. Für die Auswahl sind der vorhandene Rohrdurchmesser, die verfügbare Einbaulänge, die geplante Aufhängung, die angrenzenden Bauteile und das geförderte Medium entscheidend.
| Ø | Winkel | Radius R | Ausführung | Anschluss |
|---|---|---|---|---|
| Ø 100 mm | 90° | 150 mm | segmentiert, verzinkt | Einfachbord 6 mm |
| Ø 120 mm | 90° | 180 mm | segmentiert, verzinkt | Einfachbord 6 mm |
| Ø 125 mm | 90° | 188 mm | segmentiert, verzinkt | Einfachbord 6 mm |
| Ø 140 mm | 90° | 210 mm | segmentiert, verzinkt | Einfachbord 6 mm |
| Ø 150 mm | 90° | 225 mm | segmentiert, verzinkt | Einfachbord 6 mm |
| Ø 160 mm | 90° | 240 mm | segmentiert, verzinkt | Einfachbord 6 mm |
| Ø 180 mm | 90° | 270 mm | segmentiert, verzinkt | Einfachbord 6 mm |
| Ø 200 mm | 90° | 300 mm | segmentiert, verzinkt | Einfachbord 6 mm |
| Ø 225 mm | 90° | 338 mm | segmentiert, verzinkt | Einfachbord 6 mm |
| Ø 250 mm | 90° | 375 mm | segmentiert, verzinkt | Einfachbord 6 mm |
| Ø 280 mm | 90° | 420 mm | segmentiert, verzinkt | Einfachbord 6 mm |
| Ø 300 mm | 90° | 450 mm | segmentiert, verzinkt | Einfachbord 6 mm |
| Ø 315 mm | 90° | 473 mm | segmentiert, verzinkt | Einfachbord 6 mm |
| Ø 350 mm | 90° | 525 mm | segmentiert, verzinkt | Einfachbord 6 mm |
| Ø 400 mm | 90° | 600 mm | segmentiert, verzinkt | Einfachbord 6 mm |
| Ø 450 mm | 90° | 675 mm | segmentiert, verzinkt | Einfachbord 6 mm |
| Ø 500 mm | 90° | 750 mm | segmentiert, verzinkt | Einfachbord 6 mm |
| Ø 560 mm | 90° | 840 mm | segmentiert, verzinkt | Einfachbord 6 mm |
Mit zunehmendem Ø steigen Bauraum, Gewicht und mechanische Hebelwirkung. Besonders bei grossen Durchmessern sollte der Segmentbogen nicht nur nach Winkel, sondern auch nach Aufhängung, Lastabtragung, Montagezugang und angrenzenden Rohrstrecken beurteilt werden.
Typische Einsatzbereiche
Segmentbögen 90° werden in Absauganlagen eingesetzt, wenn Leitungen rechtwinklig und zugleich robust geführt werden müssen. Typische Anwendungen sind Maschinenanschlüsse, Steigleitungen, Wand- und Deckenwechsel, Sammelstränge, Filtereinbindungen und kompakte Rohrführungen in Werkstätten oder Produktionshallen.
Der 90°-Winkel ist besonders hilfreich, wenn Platzkonflikte mit Baukörpern, Trägern, Wänden, Decken, Maschinen oder bestehenden Leitungen gelöst werden müssen. Seine Stärke liegt in der kompakten Geometrie; seine Grenze liegt im höheren Umlenkwiderstand gegenüber flacheren Bögen.
Wenn eine weichere Umlenkung möglich ist, können Segmentbogen 45°, zwei 45°-Bögen mit Zwischenstück oder ein Segmentbogen 60° strömungstechnisch günstiger sein.
Auswahl und Auslegung
Für die Auswahl ist zuerst der passende Ø entscheidend. Der Segmentbogen sollte zum vorhandenen Strang passen und keine unnötige Engstelle erzeugen. Wenn gleichzeitig ein Querschnittswechsel nötig ist, sollte dieser über passende Reduktionen direkt gelöst werden.
Fachlich relevant sind Medium, Luftmenge, Strömungsgeschwindigkeit, Druckverlust, Temperatur, Einbaulage, verfügbare Druckreserve und die Anzahl weiterer Umlenkungen im Strang. 90° ist sinnvoll, wenn der Rohrweg kompakt bleiben muss und der höhere Umlenkwiderstand im Gesamtsystem berücksichtigt wird.
Im Vergleich zu einem Pressbogen 90° wird der Segmentbogen vor allem dann interessant, wenn grössere Ø, stabile Leitungsverläufe oder eine segmentierte Bauart zur geplanten Anlage passen. Die Entscheidung sollte nach Bauraum, Ø, Verfügbarkeit, Montage, Gewicht und Projektlogik getroffen werden.
Montage, Integration und Praxis
Segmentbögen 90° sollten spannungsfrei eingebunden werden. Der Bogen darf nicht als Kraftlösung für einen zu grossen Versatz dienen. Wenn ein Rohrstrang beim Zusammenbau in Position gezogen wird, entstehen häufig Undichtigkeiten, Vibrationen oder mechanisch belastete Verbindungen.
Bei grösseren Ø ist die Aufhängung vor und nach dem Bogen besonders wichtig. Segmentbögen wirken mechanisch wie Hebelpunkte. Wird die Last nicht sauber abgefangen, können Bewegungen im Strang entstehen und angrenzende Spannschellen oder Rohrverbindungen unnötig belastet werden.
Für Verbindung und Abdichtung sind passende Komponenten aus dem Bereich Rohrverbindungen wichtig. Bei höheren Dichtheitsanforderungen können Bördel-Dichtringe sinnvoll sein; für eine stabile Befestigung eignet sich passendes Montagematerial.
Beratung zu Segmentbögen 90°
Wenn Sie einen Rohrstrang rechtwinklig und kompakt umlenken, eine bestehende Anlage erweitern oder mehrere Leitungsabschnitte sauber zusammenführen möchten, unterstützen wir Sie bei der Wahl des passenden Ø und bei der Frage, ob ein Segmentbogen 90° am konkreten Einbauort die richtige Lösung ist.
Für eine belastbare Empfehlung helfen Angaben zu Medium, Temperatur, Ø, Luftmenge, gewünschter Richtungsänderung, Platzverhältnissen, Einbauort, angrenzenden Bauteilen, Aufhängung sowie Fotos oder Skizzen der Anlage.
FAQ – Häufige Fragen zu Segmentbögen 90°
Wann ist ein Segmentbogen 90° die richtige Wahl?
Ein Segmentbogen 90° ist sinnvoll, wenn eine Leitung auf engem Raum rechtwinklig umgelenkt werden muss, zum Beispiel bei Wand- und Deckenwechseln, Steigleitungen oder kompakten Maschinenanschlüssen.
Ist ein 90°-Bogen strömungstechnisch kritischer als flachere Bögen?
Ja. Ein 90°-Bogen erzeugt mehr Umlenkwiderstand als 15°, 30°, 45° oder 60°. Ob das kritisch ist, hängt von Luftmenge, Ø, Strömungsgeschwindigkeit, Medium, Druckreserve und Anzahl weiterer Bögen ab.
Kann ich statt eines 90°-Bogens zwei 45°-Bögen einsetzen?
Ja, wenn genügend Platz vorhanden ist. Zwei 45°-Bögen mit passendem Zwischenstück können die Strömung ruhiger führen, benötigen aber mehr Einbaulänge und zusätzliche Verbindungen.
Welche Ø soll beim Segmentbogen 90° gewählt werden?
Der Ø sollte zur Rohrdimension im vorhandenen Strang passen. Ziel ist eine durchgängige Leitung ohne Engstellen, damit Volumenstrom, Druckverlust und Strömungsbild nicht unnötig verschlechtert werden.
Was ist der Unterschied zwischen Segmentbogen und Pressbogen?
Ein Segmentbogen besteht aus gefügten Blechsegmenten und wird häufig bei grösseren Ø oder stabilen Leitungsverläufen eingesetzt. Ein Pressbogen ist gepresst und oft die kompaktere Standardlösung bei kleineren und mittleren Ø.
Warum ist die Aufhängung bei grösseren Segmentbögen wichtig?
Grössere Segmentbögen bringen mehr Gewicht und Hebelwirkung in den Rohrstrang. Eine saubere Aufhängung vor und nach dem Bogen reduziert Belastungen an Verbindungen, Vibrationen und Undichtigkeiten.
Welche Angaben helfen bei der Auswahl?
Wichtig sind Ø, Medium, Luftmenge, gewünschte Richtungsänderung, Platzverhältnisse, Einbaulage, angrenzende Bauteile, Aufhängung und die Frage, ob Material transportiert wird oder primär Luft geführt wird.