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Inducord Industriewasserschlauch für Landwirtschaft

Der Inducord Industriewasserschlauch ist ein schwerer, textileinlagenverstärkter SBR-Schlauch für Betriebswasser, Gülle, Spülmedien und schwach aggressive Medien in der Landwirtschaft. Die robuste Gummibauart, der breite Ø-Bereich von 22 bis 254 mm und die hohe mechanische Belastbarkeit machen ihn zur passenden Wahl für stark beanspruchte Wasser- und Förderleitungen auf Hof, Feld, Stall und an Pumpen, Fässern sowie Bewässerungsanlagen.

Wenn Wasser, Gülle oder Spülmedien nicht nur kurzzeitig, sondern unter rauen Bedingungen bewegt werden, reicht ein leichter Wasserschlauch oft nicht aus. Genau hier setzt der Inducord an. Er ist auf schwere Einsätze ausgelegt, bei denen der Schlauch über Beton, Pflaster, Gitterroste, Hofplätze oder Erdwege gezogen wird und dabei Druckstabilität, Abriebfestigkeit und eine belastbare Aussendecke gefragt sind.

Die glatte SBR-Innenseele unterstützt einen sauberen Strömungsverlauf, während die stoffgemusterte SBR-Aussendecke auf mechanische Beanspruchung ausgelegt ist. Damit eignet sich diese Serie vor allem für robuste Wasser- und Förderleitungen im landwirtschaftlichen Alltag, nicht aber als klassischer Saugschlauch für Unterdruckanwendungen. Sobald auf der Ansaugseite einer Pumpe gearbeitet wird oder die Leitung unter Vakuum formstabil bleiben muss, ist eine andere Bauart erforderlich.

Systemüberblick und Funktion

Der Inducord ist ein schwerer SBR-Industriewasserschlauch nach EN ISO 1307:2008 für Betriebswasser, Gülle sowie Medien mit leichter Säure- oder Laugenbelastung. Typisch für diese Serie sind die dickwandige Gummiausführung, textile Gewebeeinlagen für Druck- und Knickstabilität sowie ein Temperaturbereich von ca. -20 °C bis +70 °C. Damit deckt der Schlauch viele Anwendungen mit Kalt- und mässig warmen Medien ab, bei denen hohe mechanische Belastung wichtiger ist als maximale Leichtgängigkeit.

Im Vergleich zu klassischen EPDM-Wasserschläuchen ist der Inducord deutlich stärker auf robuste Förder- und Einsatzbedingungen ausgerichtet. Er passt deshalb zu Gülle- und Betriebswasserleitungen, Entleerstrecken, Befüllleitungen, Spülschläuchen und belastbaren Wasserstrecken an mobilen oder stationären Pumpen. Für handlichere Druckwasserleitungen mit stärkerem Fokus auf Reinigung und flexible Führung können der Rotstrahl Wasserschlauch oder der Calorform EPDM Wasserschlauch je nach Einsatz die passendere Richtung sein.

Komponenten und verfügbare Ausführungen

Die Serie deckt kleine, mittlere und sehr grosse Ø ab. Damit reicht das Spektrum von handnäheren Leitungen für Reinigung und Versorgung bis zu gross dimensionierten Leitungen für hohe Volumenströme an Güllefässern, Pumpstationen, Entleerstrecken und Bewässerungssystemen. Die Standardausführung arbeitet in der Serie mit 10 bar Betriebsdruck und 30 bar Prüfdruck.

Die Lieferung erfolgt als Meterware beziehungsweise Anschnitt. Je nach Ø liegen die ausgewiesenen Rollenlängen bei 40 m, 20 m oder 10 m. Grössere Ø sind damit klar auf kurze bis mittlere, hoch belastbare Leitungsabschnitte mit hohem Durchsatz ausgelegt.

Ø innen Ø aussen Wandstärke Betriebsdruck Prüfdruck Lieferlänge
Ø 22 mm 32 mm 5,0 mm 10 bar 30 bar 40 m
Ø 25 mm 35 mm 5,0 mm 10 bar 30 bar 40 m
Ø 28 mm 38 mm 5,0 mm 10 bar 30 bar 40 m
Ø 32 mm 44 mm 6,0 mm 10 bar 30 bar 40 m
Ø 35 mm 46 mm 5,5 mm 10 bar 30 bar 40 m
Ø 38 mm 50 mm 6,0 mm 10 bar 30 bar 40 m
Ø 40 mm 52 mm 6,0 mm 10 bar 30 bar 40 m
Ø 42 mm 54 mm 6,0 mm 10 bar 30 bar 40 m
Ø 45 mm 57 mm 6,0 mm 10 bar 30 bar 40 m
Ø 48 mm 60 mm 6,0 mm 10 bar 30 bar 40 m
Ø 51 mm 64 mm 6,5 mm 10 bar 30 bar 40 m
Ø 60 mm 73 mm 6,5 mm 10 bar 30 bar 40 m
Ø 63,5 mm 77,5 mm 7,0 mm 10 bar 30 bar 40 m
Ø 76 mm 90 mm 7,0 mm 10 bar 30 bar 40 m
Ø 80 mm 94 mm 7,0 mm 10 bar 30 bar 40 m
Ø 90 mm 104 mm 7,0 mm 10 bar 30 bar 40 m
Ø 102 mm 116 mm 7,0 mm 10 bar 30 bar 40 m
Ø 110 mm 126 mm 8,0 mm 10 bar 30 bar 20 m
Ø 127 mm 144 mm 8,5 mm 10 bar 30 bar 20 m
Ø 152 mm 170 mm 9,0 mm 10 bar 30 bar 20 m
Ø 203 mm 224 mm 10,5 mm 10 bar 30 bar 20 m
Ø 254 mm 279 mm 12,5 mm 10 bar 30 bar 10 m

Mit diesem Aufbau eignet sich der Inducord für belastbare Druck- und Förderstrecken mit Wasser, Gülle und ähnlichen Medien, bei denen Abrieb, Zugbelastung, Bodenkontakt und hohe mechanische Beanspruchung im Vordergrund stehen. Für reine Sauganwendungen oder kombinierte Saug- und Druckaufgaben ist ein Saug- und Druckschlauch die passendere Bauart.

Typische Einsatzbereiche

In landwirtschaftlichen Betrieben passt diese Serie vor allem zu Hof- und Stallreinigung, Spülleitungen, Gülle- und Betriebswasserleitungen, Befüll- und Entleerstrecken an Fässern und Behältern, Leitungen an Pumpen und Aggregaten sowie zu robusten Wasserstrecken für Bewässerung und Versorgung. Auch dort, wo Schläuche im Aussenbereich liegen, häufig umgesetzt werden oder regelmässig mit rauen Untergründen in Kontakt kommen, spielt die dicke Gummiwandung ihre Stärke aus.

Kleine und mittlere Ø eignen sich für belastbare Einsatzschläuche an Reinigungs- und Versorgungspunkten. Grosse Ø ab 76 mm und aufwärts richten sich stärker an hohe Volumenströme in Pump- und Förderstrecken. Sehr grosse Ø ab 127 mm kommen vor allem dort in Frage, wo grosse Medienmengen schnell bewegt oder entleert werden müssen und das Gewicht der Leitung konstruktiv mitgetragen werden kann.

Auswahl und Auslegung

Für die Auswahl sind Medium, Feststoffanteil, Temperatur, Betriebsdruck, Leitungslänge, gewünschter Volumenstrom und die reale mechanische Belastung entscheidend. Sobald Gülle, Spülmedien oder leicht aggressive Bestandteile im Spiel sind, sollte nicht nur der Ø betrachtet werden, sondern auch die chemische Belastung durch Konzentration, Temperatur und Einsatzdauer. Eine pauschale Freigabe für jedes aggressive Medium gibt es nicht; die Zusammensetzung muss zur Werkstoffbeständigkeit passen.

Mit wachsendem Ø steigen Gewicht, Biegeradius und der Aufwand für Montage und Handling deutlich an. Das ist bei grossen Leitungen besonders wichtig. Ein Ø 22 oder 25 mm lässt sich noch vergleichsweise handnah einsetzen, während Ø 110, 127 oder 152 mm bereits eine andere Leitungscharakteristik haben und in der Praxis eher als funktionale Förderstrecke denn als klassischer Hand- oder Reinigungsschlauch behandelt werden sollten.

Gegenüber leichteren Wasserschläuchen ist der Inducord deutlich robuster, aber auch schwerer und steifer. Genau das ist sein Zweck. Wenn hohe Flexibilität, geringeres Gewicht und häufiges manuelles Führen im Vordergrund stehen, sind leichtere Druckwasserschläuche oft zweckmässiger. Wenn dagegen Scheuern, Ziehen, Überfahren, raue Böden, dickere Wandungen und hohe mechanische Belastung den Alltag bestimmen, spielt der Inducord seine Stärken aus.

Montage, Integration und Praxis

Für einen sauberen Betrieb sollten Anschlussstücke, Kupplungen und Armaturen auf den jeweiligen Ø und den Betriebsdruck abgestimmt sein. Gerade bei Gülle- und Betriebswasserleitungen ist auf ausreichend formschlüssige Verbindungen, sauber sitzende Schellen oder passende Kupplungssysteme sowie eine verdrehungsarme Montage zu achten. Schlechte Anschlüsse führen bei schweren Gummischläuchen schnell zu Leckagen, Zugbelastung am Schlauchende und vorzeitigem Verschleiss.

Bei langen Strecken verbessern eine spannungsarme Verlegung, grosszügige Radien und eine saubere Linienführung die Betriebssicherheit. Knicke, dauerhafte Torsion und scharfkantige Auflagepunkte sollten vermieden werden. Bei grossen Ø ist zudem das Eigengewicht der Leitung zu berücksichtigen, besonders bei gefülltem Schlauch. Hier sind Abstützung, Führung und Zugentlastung keine Nebensache, sondern Teil einer sauberen Auslegung.

Nach Einsätzen mit Gülle, belastetem Spülmedium oder Rückständen lohnt sich eine gezielte Reinigung und Sichtkontrolle. Das reduziert Ablagerungen, schützt Kupplungsstellen und erhöht die Standzeit. Im saisonalen Einsatz sollte der Schlauch nicht unnötig unter Spannung oder mit engen Wickelradien gelagert werden.

Beratung zu Inducord Industriewasserschlauch

Für eine belastbare Auswahl benötigen wir vor allem Angaben zu Medium, Temperatur, Arbeitsdruck, Leitungslänge, gewünschtem Durchsatz und Einbausituation. Ebenso wichtig ist die Frage, ob die Leitung gezogen, überfahren, stationär geführt oder regelmässig umgesetzt wird. Erst daraus ergibt sich, welcher Ø und welche Schlauchbauart in der Praxis sauber funktioniert.

Wir unterstützen Sie bei der Auswahl der passenden Nennweite, bei der Einordnung von Betriebswasser-, Gülle- und Spülmedien sowie bei der Abstimmung auf Kupplungen, Armaturen und die reale Belastung im landwirtschaftlichen Einsatz.

FAQ – Häufige Fragen zu Inducord Industriewasserschlauch

Wofür eignet sich der Inducord in der Landwirtschaft besonders?

Vor allem für robuste Wasser-, Spül- und Gülleleitungen, bei denen hohe mechanische Belastung, Bodenkontakt, Ziehen über Untergründe und eine belastbare Gummiausführung im Vordergrund stehen.

Ist der Schlauch auch für Gülle geeignet?

Ja, die Serie ist für Gülle und Betriebswasser ausgelegt. Entscheidend bleiben trotzdem Zusammensetzung, Temperatur und reale Einsatzdauer. Bei abweichenden Medien oder chemischer Belastung sollte die Beständigkeit im Einzelfall geprüft werden.

Ist der Inducord ein Saugschlauch?

Nein. Der Schwerpunkt liegt auf robusten Druck- und Förderleitungen. Für Unterdruckbetrieb oder kombinierte Saug- und Druckaufgaben sollte eine dafür ausgelegte Schlauchbauart gewählt werden.

Welcher Ø ist für meine Anwendung sinnvoll?

Das hängt von Volumenstrom, Leitungslänge, Medium, Pumpenleistung und Handhabung ab. Kleine Ø passen eher zu kompakteren Einsatzleitungen, grosse Ø zu Förder- und Entleerstrecken mit hohem Durchsatz.

Welche Temperaturen deckt die Serie ab?

Der angegebene Temperaturbereich liegt bei ca. -20 °C bis +70 °C. Das deckt viele Anwendungen mit Kalt- und mässig warmen Medien ab. Bei höherer Temperatur oder abweichenden Medien muss die Eignung separat geprüft werden.

Wie wird der Schlauch geliefert?

Die Serie wird als Meterware beziehungsweise Anschnitt geliefert. Je nach Ø sind Standardrollenlängen von 40 m, 20 m oder 10 m ausgewiesen. Wenn eine bestimmte Länge am Stück benötigt wird, sollte das bei der Anfrage direkt angegeben werden.

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