Doppelabzweiger 30° für strömungsgünstige Aufteilung im Rohrsystem
Verzinkte Doppelabzweiger 30° teilen einen Hauptstrang mit flacher Umlenkung auf zwei Nebenstränge auf und führen den Durchgang weiter. Die Ausführungen reichen von Ø 80 mm mit identischen Anschlüssen bis zu anlagenspezifischen Varianten mit B, C und D nach Angabe.
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Doppelabzweiger 30° gehören zu den anspruchsvolleren Formteilen im verzinkten Rohrsystem, weil sie einen Hauptstrom nicht nur in einen, sondern gleichzeitig in zwei Nebenstränge aufteilen und den Durchgang weiterführen. Genau deshalb ist bei dieser Bauform die Strömungsführung besonders wichtig.
Je ruhiger die Aufteilung erfolgt, desto besser lassen sich Druckverlust, Turbulenzen, Ablagerungsrisiken und unnötige Belastungen im weiteren Leitungsverlauf begrenzen. Für die Auswahl sind deshalb nicht nur der Hauptanschluss A, sondern immer auch die beiden Abgänge B und C, der Durchgang D, die Anschlussart, das Medium, die Luftmenge und die Einbausituation gemeinsam zu betrachten.
Systemüberblick und Funktion
Ein Doppelabzweiger 30° verteilt den Volumenstrom aus einer Hauptleitung auf zwei Nebenstränge und führt den Durchgang gleichzeitig weiter. Dadurch eignet er sich für Anlagen, in denen mehrere Maschinen, Arbeitsplätze, Erfassungshauben oder Leitungszweige an einen gemeinsamen Hauptstrang angebunden werden sollen, ohne mehrere einzelne Abzweiger direkt hintereinander zu setzen.
Der flache 30°-Winkel ist vor allem dort vorteilhaft, wo die Strömung möglichst ruhig bleiben soll. Das ist bei höheren Luftmengen, längeren Leitungswegen sowie bei staub- und späneführenden Systemen besonders relevant. Im Vergleich zu steileren Verzweigungen lässt sich die Aufteilung strömungstechnisch günstiger ausführen, benötigt aber mehr Bauraum.
Zwei Nebenstränge anbinden
Der Doppelabzweiger 30° teilt einen Hauptstrang auf zwei Nebenstränge auf und führt den Durchgang weiter. Das reduziert den Bedarf an mehreren direkt hintereinander gesetzten Einzelabzweigen.
A, B, C und D gemeinsam planen
A beschreibt den Hauptanschluss, B und C die beiden Abgänge, D den weiterführenden Durchgang. Erst das Zusammenspiel aller vier Anschlüsse ergibt die passende Ausführung.
Anschlussart der Abgänge klären
Feste Rohranschlüsse werden mit Einfachbord 6 mm eingebunden. Bei anzugebenden Abgängen B und C kann je nach Projekt auch ein Schlauchanschluss sinnvoll sein.
Komponenten und verfügbare Ausführungen
Verfügbar ist eine Standardausführung in Ø 80 mm mit identischen Anschlüssen an A, B, C und D. Darüber hinaus stehen grössere Hauptanschlüsse als anlagenspezifische Ausführungen zur Verfügung, bei denen die beiden Abgänge B und C sowie der Durchgang D passend zur Anlage festgelegt werden.
Bei Varianten mit anzugebenden Abgängen müssen die benötigten Ø für B und C eindeutig festgelegt werden. Zusätzlich sollte angegeben werden, ob die Abgänge als Rohranschluss mit Einfachbord 6 mm oder als Schlauchanschluss benötigt werden. Der Durchgang D muss ebenfalls passend zur weiterführenden Rohrleitung definiert werden.
| Hauptanschluss A | Abgänge B/C | Durchgang D | Ausführung |
|---|---|---|---|
| Ø 80 mm | B/C Ø 80 mm | D Ø 80 mm | Standardausführung |
| Ø 100 mm | nach Angabe | nach Angabe | anlagenspezifisch |
| Ø 120 mm | nach Angabe | nach Angabe | anlagenspezifisch |
| Ø 125 mm | nach Angabe | nach Angabe | anlagenspezifisch |
| Ø 140 mm | nach Angabe | nach Angabe | anlagenspezifisch |
| Ø 150 mm | nach Angabe | nach Angabe | anlagenspezifisch |
| Ø 160 mm | nach Angabe | nach Angabe | anlagenspezifisch |
| Ø 180 mm | nach Angabe | nach Angabe | anlagenspezifisch |
| Ø 200 mm | nach Angabe | nach Angabe | anlagenspezifisch |
| Ø 220 mm | nach Angabe | nach Angabe | anlagenspezifisch |
| Ø 225 mm | nach Angabe | nach Angabe | anlagenspezifisch |
| Ø 250 mm | nach Angabe | nach Angabe | anlagenspezifisch |
| Ø 280 mm | nach Angabe | nach Angabe | anlagenspezifisch |
| Ø 300 mm | nach Angabe | nach Angabe | anlagenspezifisch |
| Ø 315 mm | nach Angabe | nach Angabe | anlagenspezifisch |
| Ø 350 mm | nach Angabe | nach Angabe | anlagenspezifisch |
| Ø 355 mm | nach Angabe | nach Angabe | anlagenspezifisch |
| Ø 400 mm | nach Angabe | nach Angabe | anlagenspezifisch |
Bei anlagenspezifischen Ausführungen sollten B, C und D vor der Bestellung eindeutig definiert werden. Für B und C zusätzlich angeben, ob der jeweilige Abgang als Rohranschluss mit Einfachbord 6 mm oder als Schlauchanschluss ausgeführt werden soll.
Typische Einsatzbereiche
Doppelabzweiger 30° werden überall dort eingesetzt, wo zwei Nebenstränge sauber in eine Hauptleitung eingebunden oder ein Hauptstrom kontrolliert auf zwei Leitungszweige verteilt werden soll. Typische Anwendungen sind zentrale Absauganlagen, Sammelstränge in Werkstätten und Produktionshallen, Maschineninseln mit mehreren Abnahmestellen sowie Leitungsnetze, in denen zwei Verbraucher oder Teilbereiche gemeinsam an einen Hauptstrang angeschlossen werden.
Besonders sinnvoll ist die 30°-Bauform bei höheren Volumenströmen und dann, wenn die Luftführung möglichst ruhig bleiben soll. Das gilt nicht nur für reine Luft, sondern auch für staub- und späneführende Leitungen. Je empfindlicher ein System auf Druckverlust oder Ablagerungen reagiert, desto wichtiger wird die strömungstechnisch saubere Aufteilung.
Im Systemzusammenhang stehen Doppelabzweiger 30° in enger Beziehung zu Rohren und Grundelementen, Bögen für Rohrsysteme, Reduktionen und Übergängen sowie passenden Rohrverbindungen.
Auswahl und Auslegung
Für die richtige Auswahl ist zuerst zu klären, welche Funktion die vier Anschlüsse im System übernehmen. A beschreibt den Hauptanschluss. B und C sind die beiden Abgänge. D steht für den Durchgang beziehungsweise die Weiterführung des Hauptstrangs. Daraus ergibt sich, ob symmetrische Abgänge sinnvoll sind oder ob zwei unterschiedlich belastete Nebenstränge mit verschiedenen Ø angeschlossen werden sollen.
Strömungstechnisch ist entscheidend, dass die Aufteilung nicht nur geometrisch passt, sondern auch zur Luftmenge und zur Leitungsführung der Anlage. Zu kleine Abgänge erhöhen Verluste und können die Leitung empfindlicher gegenüber Ablagerungen machen. Zu grosse Abgänge senken unter Umständen die Fördergeschwindigkeit. Besonders bei staub- oder späneführenden Medien ist deshalb nicht nur der Ø, sondern auch die tatsächliche Betriebsweise zu berücksichtigen.
Wenn zusätzliche Übergänge notwendig sind, sollten diese mit passenden Formteilen wie einer Reduktion direkt sauber eingeplant werden. Eine gute Auslegung betrachtet immer den gesamten Strang und nicht nur das einzelne Formteil.
Wenn weniger Bauraum zur Verfügung steht und die Aufteilung kompakter erfolgen muss, kann ein Doppelabzweiger 45° die passendere Lösung sein. 30° ist meist strömungsruhiger, benötigt aber mehr Einbaulänge.
Montage, Integration und Praxis
Ein Doppelabzweiger arbeitet nur dann sauber, wenn er spannungsfrei in das Rohrnetz eingebunden wird. Wegen der vier Anschlüsse ist die mechanische Belastung höher als bei einfacheren Formteilen. Vor und nach dem Bauteil sollte die Leitung deshalb so abgestützt sein, dass keine dauerhaften Zug-, Biege- oder Torsionskräfte auf die Verbindungen wirken.
Feste Rohranschlüsse werden über Einfachbord 6 mm mit passenden Spannschellen eingebunden. Bei anzugebenden Abgängen B und C muss vor Bestellung geklärt werden, ob ein Rohranschluss oder ein Schlauchanschluss benötigt wird. Das reduziert Fehlbestellungen und erleichtert die spätere Montage am passenden Schlauch, Rohr oder Übergang.
In der Praxis sollte zusätzlich auf die Strömungsrichtung geachtet werden. Die Aufteilung soll so erfolgen, dass der Luftstrom sauber in die beiden Nebenstränge geführt wird und nicht unnötig gegen ungünstige Kanten, direkt folgende Umlenkungen oder schlecht zugängliche Verbindungen arbeitet.
Beratung zu Doppelabzweigern 30°
Wenn Sie einen Hauptstrang auf zwei Nebenstränge aufteilen, eine bestehende Anlage erweitern oder mehrere Maschinen an einen Hauptstrang anbinden möchten, unterstützen wir Sie bei der Wahl der passenden A/B/C/D-Kombination.
Für eine belastbare Empfehlung helfen Angaben zu Hauptdurchmesser A, gewünschten Abgängen B und C, Durchgang D, Anschlussart der Abgänge, Medium, Luftmenge, Strömungsgeschwindigkeit, Einbaulage, Bauraum, Absperrstellen, Maschinenanschlüssen sowie Fotos oder Skizzen der Anlage.
FAQ – Häufige Fragen zu Doppelabzweigern 30°
Wofür stehen A, B, C und D beim Doppelabzweiger?
A bezeichnet den Hauptanschluss. B und C sind die beiden Abgänge. D steht für den Durchgang beziehungsweise die Weiterführung des Hauptstrangs. Erst aus dem Zusammenspiel dieser vier Anschlüsse ergibt sich die technisch passende Ausführung.
Wann ist ein Doppelabzweiger 30° sinnvoll?
Ein Doppelabzweiger 30° ist sinnvoll, wenn ein Hauptstrom strömungsgünstig auf zwei Nebenstränge verteilt oder zwei Nebenstränge sauber in eine Hauptleitung eingebunden werden sollen. Besonders bei höheren Volumenströmen und längeren Leitungswegen kann die flachere Geometrie helfen, Druckverluste zu begrenzen.
Können die Abgänge B und C auch als Schlauchanschluss gefertigt werden?
Ja. Bei anzugebenden Abgängen B und C kann je nach Einbausituation ein Rohranschluss mit Einfachbord 6 mm oder ein passender Schlauchanschluss gefertigt werden. Die gewünschte Anschlussart sollte bei der Anfrage klar angegeben werden.
Kann ich B, C und D unterschiedlich wählen?
Ja. Bei den anlagenspezifischen Ausführungen werden B, C und D passend zur Anlage festgelegt. Das ist besonders dann sinnvoll, wenn zwei Nebenstränge unterschiedlich ausgelegt sind oder wenn der Hauptstrang mit abweichendem Ø weitergeführt werden soll.
Ist ein Doppelabzweiger 30° für Staub- und Späneabsaugung geeignet?
Grundsätzlich ja. Gerade bei staub- und späneführenden Leitungen kann die flachere Aufteilung Vorteile bringen. Entscheidend bleiben jedoch Medium, Fördergeschwindigkeit, Ø-Verhältnisse, Einbaurichtung und die gesamte Leitungsführung.
Wann ist ein Doppelabzweiger 45° statt 30° sinnvoll?
Ein Doppelabzweiger 45° kann sinnvoll sein, wenn die Einbaulänge knapp ist oder die beiden Nebenstränge kompakter aus dem Hauptstrang geführt werden müssen. 30° ist meist strömungsruhiger, benötigt aber mehr Platz.
Welche Angaben helfen bei der Auswahl?
Wichtig sind Hauptdurchmesser A, gewünschte Abgänge B und C, Durchgang D, Anschlussart der Abgänge, Medium, Luftmenge, Strömungsgeschwindigkeit, Einbaulage, verfügbarer Bauraum und die Position der angeschlossenen Maschinen oder Absaugstellen.