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Glossar und Ressourcen zur Absaugtechnik

Dieses Glossar erklärt zentrale Begriffe aus Absaugtechnik, Luftförderung, Filtertechnik, Rohrleitungsbau, Steuerung und Anlagensicherheit. Ergänzende Checklisten und Themenverweise unterstützen Sie bei Planung, Betrieb, Wartung und technischer Kommunikation.

Fachbegriffe im Zusammenhang betrachten

Einzelne Begriffe lassen sich nicht immer isoliert beurteilen. Volumenstrom, Druckverlust, Luftgeschwindigkeit, Ventilator und Rohrdurchmesser beeinflussen sich gegenseitig. Dasselbe gilt für Filterfläche, Differenzdruck, Abreinigung und Energiebedarf.

Das Glossar dient deshalb als verständliche Orientierung. Für die konkrete Auslegung einer Anlage müssen die Begriffe immer auf den tatsächlichen Prozess und Betriebszustand angewendet werden.

Technische Bezeichnung und praktische Bedeutung

Die Erklärungen zeigen nicht nur, was ein Begriff bedeutet, sondern auch, weshalb er für Auswahl, Betrieb oder Fehlersuche relevant ist.

Alphabetische Übersicht

A B D E F G H K L M N P R S T U V Z

A

Abreinigung
Verfahren zum Lösen des angesammelten Staubs von Filterelementen. Je nach Filteranlage erfolgt die Abreinigung beispielsweise durch Druckluftimpulse, Rüttlung oder Gegenströmung.
Abscheider
Komponente, die Partikel oder Flüssigkeitströpfchen aus einem Luftstrom trennt. Dazu gehören unter anderem Zyklone, Filter und Tropfenabscheider.
Absaugarm
Bewegliches Erfassungselement, das nahe an eine Emissionsquelle geführt wird. Typische Anwendungen sind Schweissrauch, Lötrauch oder punktuelle Staubfreisetzung.
Absauganlage
Gesamtsystem aus Erfassungselement, Rohr- oder Schlauchleitung, Abscheidung, Ventilator, Austrag, Steuerung und gegebenenfalls Sicherheitskomponenten.
Absaughaube
Erfassungselement, das eine Emissionsquelle teilweise oder vollständig umschliesst beziehungsweise den entstehenden Stoffstrom gezielt aufnimmt.
Absaugtisch
Arbeitsfläche mit integrierter Erfassung nach unten, hinten oder seitlich. Geeignet für bestimmte Schleif-, Trenn-, Schweiss- oder Umfüllarbeiten.
Abluft
Luft, die aus einem Raum oder Prozess abgeführt wird. Sie kann je nach Anwendung gefiltert, nach aussen geleitet oder technisch zulässig zurückgeführt werden.
ATEX
Begriff im Zusammenhang mit explosionsfähigen Atmosphären und dafür vorgesehenen Schutzmassnahmen beziehungsweise Betriebsmitteln. Für eine Absauganlage ist das gesamte Schutzkonzept entscheidend.

B

Betriebspunkt
Tatsächlicher Arbeitspunkt des Ventilators, der sich aus Ventilatorkennlinie und Widerstand der angeschlossenen Anlage ergibt.
Brandschutz
Gesamtheit technischer und organisatorischer Massnahmen zur Vermeidung, Erkennung und Begrenzung eines Brandes.
Brennbarer Staub
Fein verteiltes brennbares Material, das unter bestimmten Bedingungen entzündlich oder explosionsfähig sein kann.
Bypass
Strömungsweg, der einen regulären Anlagenbereich umgeht. Ein Bypass kann vorgesehen sein oder durch eine Undichtheit unbeabsichtigt entstehen.

D

Differenzdruck
Druckunterschied zwischen zwei Messstellen. Am Filter zeigt er den Strömungswiderstand zwischen Roh- und Reingasseite.
Drehzahlregelung
Anpassung der Ventilatordrehzahl an den tatsächlichen Luftbedarf, häufig mithilfe eines Frequenzumrichters.
Drosselung
Reduzierung eines Luftstroms durch Verengung des freien Querschnitts, beispielsweise mit einer Regelklappe. Dabei entsteht zusätzlicher Druckverlust.
Druckverlust
Druckabfall durch Rohrreibung, Formteile, Schläuche, Filter, Einbauten und weitere Widerstände im Luftweg.

E

Einhausung
Teilweise oder vollständige Umschliessung eines Prozesses. Eine gute Einhausung kann die notwendige Absaugluftmenge deutlich reduzieren.
Einfachbord
Geformter Rand an einem Rohr oder Formteil, der zusammen mit einer passenden Verbindung zur Montage des Rohrsystems verwendet wird.
Emission
Freisetzung eines Stoffes aus einem Prozess, beispielsweise Staub, Rauch, Späne, Nebel, Gase oder Dämpfe.
Entkopplung
Technische Trennung eines Übertragungswegs. Dies kann sich auf Schwingungen, Schall, Brand oder Explosionsausbreitung beziehen.
Erdung
Kontrollierte elektrische Verbindung eines leitfähigen Bauteils mit dem Erdpotential.
Erfassungselement
Bauteil, das Staub, Rauch oder anderes Medium möglichst nah an der Entstehungsstelle aufnimmt. Beispiele sind Haube, Absaugarm, Maschinentrichter und Absaugtisch.
Ersatzluft
Luft, die eine aus dem Gebäude abgeführte Luftmenge ersetzt. Sie kann natürlich oder mechanisch nachströmen.
ESD
Elektrostatische Entladung. Sie kann entstehen, wenn aufgeladene Stoffe oder Bauteile ihr elektrisches Potential schlagartig ausgleichen.

F

Filterdifferenzdruck
Druckunterschied vor und nach dem Filter. Sein Verlauf hilft bei der Beurteilung von Filterbeladung, Abreinigung und Anlagenzustand.
Filterelement
Austauschbarer Bestandteil eines Filters, beispielsweise Filterpatrone, Filterschlauch, Tasche oder Kassette.
Filterfläche
Gesamte wirksame Oberfläche des Filtermediums. Sie beeinflusst Filterbelastung, Druckverlust und Abreinigungsverhalten.
Filterflächenbelastung
Verhältnis zwischen Volumenstrom und verfügbarer Filterfläche. Eine hohe Belastung kann zu schnellerem Druckanstieg führen.
Filterkuchen
Schicht abgeschiedener Partikel auf dem Filtermedium. Sie beeinflusst Filterwirkung und Strömungswiderstand.
Filtermedium
Material, an dem Partikel abgeschieden werden. Auswahl und Oberflächenbehandlung müssen zum Stoff und zum Abreinigungsverfahren passen.
Frequenzumrichter
Elektronisches Gerät zur Regelung der Drehzahl eines geeigneten Motors. In Absauganlagen wird damit häufig die Ventilatorleistung angepasst.
Funkenabscheidung
Massnahme zur Reduktion eingetragener Funken oder heisser Partikel. Die tatsächliche Wirksamkeit hängt von Prozess, Funkenart und Anlagengeometrie ab.

G

Gleichzeitigkeit
Anzahl beziehungsweise Kombination der Maschinen, die gleichzeitig abgesaugt werden. Sie beeinflusst den benötigten Gesamtvolumenstrom.
Grenzwert
Festgelegter Wert, bei dessen Erreichen eine Warnung, Reaktion oder technische Massnahme erforderlich wird.

H

Hallenluftbilanz
Verhältnis aller zu- und abgeführten Luftmengen in einer Halle oder einem Gebäudebereich.
Hochvakuum
Absaugprinzip mit vergleichsweise kleinem Luftvolumen und hohem Unterdruck. Es wird häufig bei kleinen Schlauchdurchmessern und punktueller Werkzeugabsaugung eingesetzt.
Hydraulischer Durchmesser
Rechengrösse zur Beschreibung nicht runder Strömungsquerschnitte. Sie wird bei strömungstechnischen Berechnungen verwendet.

K

Kennlinie
Darstellung des Zusammenhangs zwischen Volumenstrom, Druck und gegebenenfalls Leistungsaufnahme eines Ventilators.
Körperschall
Schwingung, die sich über feste Bauteile wie Fundament, Rohrleitungen, Stahlbau oder Wände ausbreitet.
Quellenabsaugung
Erfassung einer Emission möglichst direkt an ihrem Entstehungsort, bevor sie sich im Arbeitsraum verteilt.

L

Leckage
Unbeabsichtigte Undichtheit. Auf der Unterdruckseite wird Nebenluft eingesogen, auf der Überdruckseite kann Luft oder Staub austreten.
Luftgeschwindigkeit
Geschwindigkeit der Luft innerhalb eines Querschnitts. Sie beeinflusst Druckverlust, Geräusch und Materialtransport.
Luftkurzschluss
Zustand, bei dem Zuluft direkt zur Abluftöffnung strömt, ohne den vorgesehenen Arbeits- oder Raumbereich sinnvoll zu durchströmen.
Luftrückführung
Rückleitung gefilterter Abluft in ein Gebäude. Sie ist nur bei technisch und sicherheitlich geeigneten Anwendungen zulässig.
Luftschall
Schall, der sich über die Luft oder innerhalb eines Luftkanals ausbreitet.
Luftvolumenstrom
Luftmenge, die innerhalb einer bestimmten Zeit durch einen Querschnitt strömt. Übliche Angaben erfolgen beispielsweise in Kubikmetern pro Stunde.

M

Materialaustrag
Entfernung des abgeschiedenen Materials aus Filter oder Abscheider, beispielsweise in Behälter, Sack, Schleuse oder Fördersystem.
Materialtransport
Pneumatische Bewegung von Staub, Spänen oder Granulaten im Luftstrom. Dafür muss eine ausreichende Luftgeschwindigkeit erhalten bleiben.
Messstelle
Definierter Ort zur Erfassung von Druck, Luftgeschwindigkeit, Volumenstrom oder anderen Betriebswerten.
Mindestvolumenstrom
Kleinste Luftmenge, die für sichere Erfassung, Materialtransport oder eine andere festgelegte Funktion erforderlich ist.

N

Nachlaufzeit
Zeit, während der eine Absauganlage nach dem Prozessende weiterläuft, um verbleibendes Material aus Erfassung und Rohrnetz abzutransportieren.
Nachströmung
Luft, die als Ersatz für abgesaugte Luft in einen Raum eintritt.
Nebenluft
Luft, die über unerwünschte Öffnungen, undichte Bauteile oder nicht benötigte Stränge in die Anlage gelangt.
Nebelabscheidung
Trennung fein verteilter Flüssigkeitströpfchen aus einem Luftstrom, beispielsweise bei Kühlschmierstoffnebel.

P

Partikel
Fester oder flüssiger kleiner Stoffbestandteil, der in einem Luftstrom transportiert werden kann.
Potentialausgleich
Elektrische Verbindung leitfähiger Bauteile, um gefährliche Potentialunterschiede zu vermeiden.
Pressbogen
Aus einem geformten Rohrteil hergestellter Bogen. Er ist bei geeigneter Grösse grundsätzlich vor einem Segmentbogen zu prüfen.
Prozessabsaugung
Absaugung, die direkt mit einem Produktions- oder Bearbeitungsprozess verbunden ist.

R

Radialventilator
Ventilator, bei dem die Luft radial aus dem Laufrad austritt. Diese Bauart wird häufig eingesetzt, wenn ein Rohr- und Filtersystem einen höheren Druck erfordert.
Regelklappe
Verstellbares Bauteil zur Beeinflussung des Luftstroms. Eine starke Drosselung erhöht den Druckverlust.
Reingas
Luftstrom nach der vorgesehenen Abscheidung oder Filterung.
Revisionsöffnung
Kontroll- oder Zugangsöffnung an Rohrleitung, Filter oder Abscheider, die für Inspektion und Reinigung verwendet wird.
Rohgas
Mit Staub, Rauch, Nebel oder anderem Medium belasteter Luftstrom vor der Abscheidung.
Rohrnetz
Gesamtheit aller Rohrleitungen, Abzweiger, Bögen, Reduktionen, Schieber und Verbindungen einer Absauganlage.

S

Schalldämpfer
Bauteil zur Reduktion von Schall, der sich im Luftstrom oder Rohrsystem ausbreitet. Der zusätzliche Druckverlust muss berücksichtigt werden.
Schieber
Absperrorgan zum Öffnen oder Schliessen eines Rohrstrangs. Je nach Ausführung erfolgt die Betätigung manuell, pneumatisch oder elektrisch.
Schwingungsdämpfer
Elastisches Element zur Verringerung der Übertragung mechanischer Schwingungen auf Fundament oder Gebäude.
Segmentbogen
Aus mehreren Rohrsegmenten zusammengesetzter Bogen. Er wird häufig bei grösseren Durchmessern oder besonderen Geometrien eingesetzt.
Statischer Druck
Druckanteil, der unabhängig von der Bewegungsrichtung des Luftstroms auf die Rohrwand wirkt.
Strömungswiderstand
Widerstand, den Rohrnetz, Filter und weitere Bauteile dem Luftstrom entgegensetzen.

T

Transportgeschwindigkeit
Luftgeschwindigkeit, die erforderlich ist, um ein bestimmtes Medium im Rohrnetz zuverlässig mitzuführen.
Turbulenz
Ungeordnete Strömung mit Wirbeln und starken Geschwindigkeitsschwankungen. Sie kann Druckverlust und Geräusch erhöhen.

U

Unterdruck
Druck, der niedriger ist als der Bezugsdruck der Umgebung. In einer Absauganlage sorgt der Ventilator für die erforderliche Druckdifferenz.
Unwucht
Ungleichmässige Massenverteilung eines rotierenden Bauteils. Bei Ventilatoren kann sie starke Schwingungen und Lagerbelastung verursachen.

V

Ventilator
Strömungsmaschine, die eine Druckdifferenz erzeugt und dadurch Luft durch Erfassung, Rohrnetz und Filter bewegt.
Ventilatorkennlinie
Darstellung des vom Ventilator erzeugten Drucks in Abhängigkeit vom geförderten Volumenstrom.
Volumenstrom
Luftvolumen, das pro Zeiteinheit durch einen Querschnitt strömt. Er ist eine zentrale Auslegungsgrösse für Erfassung und Rohrnetz.
Vorabscheider
Abscheidestufe vor dem Hauptfilter, die gröbere oder grössere Materialmengen entfernt und den Filter entlastet.

Z

Zellenradschleuse
Rotierendes Austragsorgan, das Material kontinuierlich aus einem Abscheider oder Filter austrägt und gleichzeitig Druckbereiche voneinander trennt.
Zone
Räumlicher Bereich, der bei einer Explosionsgefährdungsbeurteilung entsprechend Häufigkeit und Dauer einer explosionsfähigen Atmosphäre eingestuft wird.
Zündquelle
Energiequelle, die ein brennbares Gemisch entzünden kann. Beispiele sind Funken, heisse Oberflächen, Flammen und elektrostatische Entladungen.
Zuluft
Luft, die einem Raum oder Prozess gezielt zugeführt wird. Sie muss mit der Abluft und der gewünschten Raumströmung abgestimmt sein.
Zyklonabscheider
Abscheider, der Partikel mithilfe einer rotierenden Strömung und Trägheitskräften aus der Luft trennt. Er wird häufig als Vorabscheider eingesetzt.

Häufig verwendete Grössen und Einheiten

Grösse Typische Einheit Bedeutung
Volumenstrom m³/h oder m³/s Luftmenge, die innerhalb einer bestimmten Zeit gefördert wird.
Luftgeschwindigkeit m/s Geschwindigkeit der Luft im Rohr oder an einer Erfassungsöffnung.
Druck Pa Druckdifferenz beziehungsweise Strömungswiderstand innerhalb der Anlage.
Elektrische Leistung kW Momentane Leistungsaufnahme oder Nennleistung eines Antriebs.
Energieverbrauch kWh Über einen Zeitraum verbrauchte elektrische Energie.
Drehzahl 1/min Anzahl der Umdrehungen eines Laufrads oder Motors pro Minute.
Frequenz Hz Elektrische Frequenz beziehungsweise Regelgrösse am Frequenzumrichter.
Temperatur °C Temperatur von Luft, Medium, Umgebung oder Komponenten.
Schallpegel dB Logarithmische Grösse zur Beschreibung eines Schallpegels.
Rohrdurchmesser mm Innerer oder äusserer Durchmesser eines Rohres oder Anschlusses. Die Bezugsgrösse muss eindeutig sein.
Messwert immer mit Einheit und Betriebszustand angeben

Ein Wert ohne Einheit, Messstelle und Anlagenzustand ist technisch kaum verwertbar. Volumenstrom, Druck oder Stromaufnahme müssen immer nachvollziehbar dokumentiert werden.

Wichtige technische Zusammenhänge

Volumenstrom und Luftgeschwindigkeit

Bei gleichem Volumenstrom steigt die Luftgeschwindigkeit, wenn der freie Querschnitt kleiner wird. Dadurch erhöhen sich häufig Druckverlust und Geräusch.

Filterbeladung und Druckverlust

Mit zunehmender Filterbeladung steigt in vielen Anwendungen der Strömungswiderstand. Dadurch kann die Luftleistung sinken oder der Energiebedarf steigen.

Drehzahl und Ventilatorleistung

Eine veränderte Drehzahl beeinflusst Volumenstrom, Druck, Leistungsaufnahme und Geräusch. Änderungen müssen technisch kontrolliert werden.

Erfassungsabstand und Luftbedarf

Je weiter eine freie Haube von der Quelle entfernt ist, desto mehr Umgebungsluft muss häufig bewegt werden, um die Emission zu erfassen.

Rohrdurchmesser und Materialtransport

Ein grösserer Ø kann den Druckverlust reduzieren, zugleich aber die Luftgeschwindigkeit und damit den Materialtransport verschlechtern.

Nebenluft und Erfassungsleistung

Luft, die durch Leckagen oder unnötig offene Stränge eintritt, steht an der eigentlichen Erfassungsstelle nicht mehr vollständig zur Verfügung.

Checkliste für eine erste Anlagenanfrage

  • Genaue Beschreibung des Prozesses
  • Art des entstehenden Mediums
  • Materialmenge und Partikelgrösse
  • Temperatur und Feuchtigkeit
  • Anzahl Maschinen und Arbeitsplätze
  • Typische Gleichzeitigkeit
  • Vorhandene Maschinenanschlüsse
  • Gewünschte Erfassungselemente
  • Rohrlängen und mögliche Leitungswege
  • Vorhandene Filter- und Ventilatortechnik
  • Geplanter Materialaustrag
  • Aufstellort der Anlage
  • Zuluft und Hallenluftbilanz
  • Geplante Luftrückführung
  • Brand- oder Explosionsrisiken
  • Lärm- und Platzanforderungen
  • Betriebszeiten und Schichtmodell
  • Spätere Erweiterungen

Checkliste für eine Störungsanfrage

  • Genaue Beschreibung des Symptoms
  • Zeitpunkt des ersten Auftretens
  • Betroffene Maschine oder Anlagenzone
  • Aktive Maschinen und Schieberstellungen
  • Ventilatordrehzahl oder Frequenz
  • Filterdifferenzdruck
  • Vorhandene Fehlercodes
  • Fotos und Videoaufnahmen
  • Geräusch- oder Schwingungsbeschreibung
  • Letzter Filterwechsel
  • Letzte Wartung
  • Kürzlich erfolgte Umbauten
  • Aktuell abgesaugtes Medium
  • Bereits durchgeführte Kontrollen
  • Vergleichswerte aus normalem Betrieb
  • Rohrnetz- oder Anlagenplan

Technische Ressourcen richtig verwenden

Unterlage Typischer Nutzen Zu beachten
Anlagenplan Zeigt Maschinen, Leitungswege, Abzweiger und Komponenten. Muss dem tatsächlich ausgeführten Zustand entsprechen.
Ventilatorkennlinie Unterstützt die Beurteilung von Volumenstrom, Druck und Betriebspunkt. Drehzahl, Laufrad und Dichtebedingungen müssen passen.
Filterdaten Beschreiben Filtermedium, Abmessungen und Betriebsgrenzen. Anwendung und Abreinigungsverfahren berücksichtigen.
Sicherheitsdatenblatt Liefert Informationen zu Stoffeigenschaften und Schutzmassnahmen. Reicht bei Staubexplosionsfragen nicht immer als einzige Datengrundlage aus.
Inbetriebnahmeprotokoll Enthält Referenzwerte und ursprüngliche Einstellungen. Änderungen müssen laufend nachgeführt werden.
Wartungsprotokoll Zeigt Verschleiss, Filterwechsel und wiederkehrende Störungen. Messwerte immer mit Betriebszustand dokumentieren.
Fotos und Videos Unterstützen die Identifikation von Bauteilen und Störungen. Typenschilder, Anschlüsse und Gesamtansicht aufnehmen.

Technische Dokumentation aktuell halten

Eine gute Dokumentation erleichtert Wartung, Ersatzteilsuche, Erweiterung und Fehlersuche. Sie sollte nicht nur bei der Inbetriebnahme erstellt, sondern während der gesamten Nutzungsdauer gepflegt werden.

  • Aktueller Rohrnetzplan
  • Maschinen- und Anschlussdaten
  • Ventilator- und Motordaten
  • Filter- und Abscheiderdaten
  • Steuerungsparameter
  • Schieberlogik und Betriebszustände
  • Referenzmessungen
  • Filterdifferenzdruck im Ausgangszustand
  • Wartungsintervalle
  • Ersatzteilliste
  • Durchgeführte Umbauten
  • Sicherheits- und Schutzkonzept
  • Störungsprotokolle
  • Verantwortlichkeiten
Veraltete Unterlagen können zu Fehlentscheidungen führen

Wird eine Anlage erweitert oder umgebaut, müssen Pläne, Steuerungsdaten, Messwerte und Wartungsunterlagen angepasst werden.

Ein Begriff oder eine technische Angabe ist unklar?

Senden Sie uns die vorhandene Bezeichnung, ein Foto oder die betreffende Anlagenunterlage. Wir unterstützen Sie bei der technischen Einordnung und bei der Bestimmung der benötigten Komponenten.

Häufige Fragen zum Glossar und zu technischen Unterlagen

Was ist der Unterschied zwischen Druck und Volumenstrom?

Der Volumenstrom beschreibt die geförderte Luftmenge pro Zeit. Der Druck beschreibt die Druckdifferenz, die erforderlich ist, um diesen Luftstrom durch Rohrnetz, Filter und weitere Widerstände zu bewegen.

Was ist der Unterschied zwischen Luftgeschwindigkeit und Volumenstrom?

Die Luftgeschwindigkeit beschreibt, wie schnell sich die Luft in einem Querschnitt bewegt. Der Volumenstrom ergibt sich aus Luftgeschwindigkeit und freier Querschnittsfläche.

Was zeigt der Differenzdruck eines Filters?

Er zeigt den Druckunterschied zwischen Roh- und Reingasseite. Der Verlauf kann Hinweise auf Filterbeladung, Abreinigungswirkung, Undichtheiten oder Fehler im Messsystem geben.

Warum ist der Betriebspunkt eines Ventilators wichtig?

Der Betriebspunkt bestimmt, welchen Volumenstrom und Druck der Ventilator in der tatsächlichen Anlage erreicht. Er ergibt sich aus Ventilatorkennlinie und Anlagenwiderstand.

Was bedeutet Quellenabsaugung?

Quellenabsaugung bedeutet, Staub, Rauch oder anderes Medium möglichst direkt am Entstehungsort zu erfassen, bevor es sich im Arbeitsraum verteilt.

Was ist Nebenluft?

Nebenluft gelangt über Leckagen, offene Revisionsstellen oder unnötig geöffnete Stränge in die Anlage. Sie wird mitgefördert, erfüllt an der eigentlichen Erfassungsstelle jedoch keinen Nutzen.

Welche Unterlagen sind für eine technische Beratung besonders hilfreich?

Besonders hilfreich sind Anlagen- und Rohrnetzpläne, Typenschilder, Fotos, Filter- und Ventilatordaten, vorhandene Messwerte, Betriebszustände sowie Angaben zum abgesaugten Medium.

Ersetzt das Glossar eine technische Anlagenberechnung?

Nein. Das Glossar erklärt Begriffe und Zusammenhänge. Die konkrete Auslegung muss anhand von Prozess, Medium, Luftbedarf, Rohrnetz, Filter, Ventilator und Sicherheitsanforderungen erfolgen.

Sie haben Fragen?
Rufen Sie uns gerne an.

+41 41 787 08 52 info@absaugtechnik.ch