Reduktionen zentrisch für Spiralfalzrohre
Zentrische Reduktionen verbinden zwei Spiralfalzrohre mit unterschiedlichen Durchmessern auf einer gemeinsamen Mittelachse. Die grössere Anschlussdimension bildet die Grundgrösse der jeweiligen Ausführung, während der kleinere Ø passend zum benötigten Rohrübergang gewählt wird.
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Zentrische Reduktionen werden eingesetzt, um innerhalb eines Spiralfalzrohrsystems von einem grösseren auf einen kleineren Rohrdurchmesser beziehungsweise in umgekehrter Strömungsrichtung von einem kleineren auf einen grösseren Querschnitt überzugehen. Beide Rohranschlüsse liegen auf derselben Mittelachse, sodass die Rohrleitung ohne seitlichen Achsversatz weitergeführt wird.
Zentrischer Übergang zwischen zwei Rohrdurchmessern
Bei einer zentrischen Reduktion sind der grössere und der kleinere Rohranschluss mittig zueinander angeordnet. Die Mittelachse der Rohrleitung bleibt damit über das Formteil hinweg erhalten.
Diese Bauform eignet sich besonders für geradlinige Rohrtrassen, bei denen der Rohrdurchmesser geändert werden soll, ohne die Lage der Leitungsachse seitlich zu verschieben.
Bei diesem Spiralfalzrohrsystem beziehen sich die angegebenen Ø auf den Innendurchmesser.
Gemeinsame Mittelachse
Beide Anschlussdurchmesser liegen zentrisch zueinander. Die Rohrleitung wird ohne seitlichen Achsversatz weitergeführt.
Zwei Rohrdurchmesser
Die Grundgrösse wird über den grösseren Anschluss bestimmt; der kleinere Anschluss wird passend zur benötigten Rohrdimension gewählt.
L = D − d + 100 mm
Die Baulänge hängt von der Differenz zwischen grösserem und kleinerem Rohrdurchmesser ab.
Welche Rohrdurchmesser werden benötigt?
Für die Auswahl einer zentrischen Reduktion müssen der grössere und der kleinere Rohrdurchmesser bekannt sein.
Die Produktreihe ist nach der grösseren Anschlussdimension gegliedert. Der kleinere Ø wird passend zum anschliessenden Rohrstrang gewählt.
Dadurch lässt sich der Übergang gezielt an die vorhandenen beziehungsweise geplanten Rohrdimensionen anpassen.
Baulänge der zentrischen Reduktion
Für die zentrische Standardausführung ist die Baulänge abhängig von den beiden Anschlussdurchmessern.
Sie wird mit folgender Beziehung bestimmt:
L = D − d + 100 mm
Dabei bezeichnet D den grösseren und d den kleineren Rohrdurchmesser. Je grösser die Differenz zwischen den beiden Ø, desto länger wird der Übergang.
Beispiel zur Baulänge
Soll eine Rohrleitung beispielsweise von Ø 400 mm auf Ø 300 mm reduziert werden, ergibt sich:
L = 400 − 300 + 100 = 200 mm
Für die Einbauplanung müssen damit neben den beiden Rohrdurchmessern auch mindestens 200 mm Länge für das Formteil berücksichtigt werden.
Wann ist eine zentrische Reduktion sinnvoll?
Die zentrische Ausführung eignet sich besonders für gerade Rohrleitungen, bei denen sich der Querschnitt ändern soll, die Mittelachse jedoch erhalten bleiben soll.
Dadurch lässt sich der weiterführende Rohrstrang ohne zusätzlichen seitlichen Versatz anschliessen.
Das ist beispielsweise bei frei geführten Rohrtrassen oder bei zentral ausgerichteten Leitungsabschnitten vorteilhaft.
Zentrisch oder exzentrisch?
Bei einer zentrischen Reduktion liegen beide Rohranschlüsse auf derselben Mittelachse.
Bei einer exzentrischen Reduktion sind die beiden Anschlussachsen gegeneinander versetzt. Dadurch kann eine Seite des Rohrverlaufs gezielt auf einer gemeinsamen Linie gehalten werden.
Welche Bauform geeignet ist, hängt von der gewünschten Rohrführung und den räumlichen Bedingungen der Anlage ab.
Standard oder zentrisch gepresst?
Innerhalb des Spiralfalzrohrprogramms gibt es neben der zentrischen Standardreduktion auch eine separat geführte gepresste Ausführung.
Die hier beschriebene Standardserie ermöglicht eine variable Auswahl des kleineren Anschlussdurchmessers.
Die zentrisch gepressten Reduktionen werden dagegen in fest definierten Durchmesserkombinationen angeboten und sollten deshalb als eigene Produktgruppe betrachtet werden.
Querschnitt passend zur Luftmenge wählen
Eine Änderung des Rohrdurchmessers beeinflusst die Strömungsgeschwindigkeit im Rohrsystem.
Wird bei gleicher Luftmenge auf einen kleineren Rohrquerschnitt reduziert, steigt die Strömungsgeschwindigkeit. Gleichzeitig verändern sich die Druckverluste des nachfolgenden Rohrnetzes.
Der kleinere Rohrdurchmesser sollte deshalb nicht allein anhand der verfügbaren Anschlussgrösse, sondern passend zur tatsächlich zu transportierenden Luftmenge ausgewählt werden.
Übergang möglichst systemgerecht auslegen
Eine Reduktion sollte so gewählt werden, dass die angeschlossenen Rohrstrecken funktional zum gesamten Luftführungssystem passen.
Besonders bei grösseren Änderungen des Rohrquerschnitts sollten Strömungsgeschwindigkeit und Druckverlust der vor- und nachgelagerten Leitungsabschnitte berücksichtigt werden.
In umfangreichen Rohrnetzen gehört die Reduktion deshalb zur Gesamtbetrachtung gemeinsam mit Bögen, Abzweigern, Kreuzstücken und Regulierelementen.
Für Abluft und industrielle Luftführung
Die zentrischen Reduktionen gehören zum Spiralfalzrohrsystem für Abluft, Zu- und Fortluft sowie allgemeine industrielle Luftführung.
Sie werden überall dort eingesetzt, wo innerhalb einer geraden Rohrtrasse zwischen zwei unterschiedlichen Rohrdurchmessern übergegangen werden soll.
Je nach Medium und Betriebsbedingungen kann das Rohrsystem auch für ausgewählte leichte Absauganwendungen eingesetzt werden. Für materialführende Absaugungen mit grösseren Staub- oder Spänemengen, abrasiven Medien oder höherer mechanischer Belastung sollte geprüft werden, ob ein speziell dafür ausgelegtes Absaugrohrsystem technisch geeigneter ist.
Einbaulänge vor der Bestellung prüfen
Da die Baulänge von der Differenz der beiden Rohrdurchmesser abhängt, kann sie je nach gewählter Kombination deutlich variieren.
Vor der Bestellung sollte deshalb geprüft werden, ob zwischen bestehenden Rohrabschnitten, Formteilen, Maschinen oder Tragkonstruktionen ausreichend Platz für den Übergang vorhanden ist.
Besonders bei grossen Durchmessersprüngen sollte die benötigte Baulänge frühzeitig in die Rohrtrassenplanung einbezogen werden.
Montage und Ausrichtung
Die beiden angeschlossenen Rohrstränge sollten möglichst fluchtend und spannungsarm ausgerichtet werden.
Da die zentrische Reduktion die Mittelachse beibehält, kann die Rohrtrasse auf beiden Seiten geradlinig weitergeführt werden.
Die angrenzenden Rohrleitungen müssen ausreichend abgestützt sein, damit ihr Eigengewicht nicht dauerhaft über das Formteil und seine Anschlussstellen getragen wird.
Beratung zu zentrischen Reduktionen
Für die Auswahl benötigen wir den grösseren und den kleineren Rohrdurchmesser sowie Angaben zur Einbausituation und zur vorgesehenen Luftmenge. Bei bestehenden Anlagen helfen Fotos oder eine einfache Skizze der Rohrführung. Wir unterstützen Sie bei der Wahl der passenden Durchmesserkombination und bei der Entscheidung zwischen zentrischer, exzentrischer und gepresster Ausführung.
FAQ – Häufige Fragen zu zentrischen Reduktionen
Was ist eine zentrische Reduktion?
Sie verbindet zwei unterschiedliche Rohrdurchmesser, wobei beide Anschlüsse auf derselben Mittelachse liegen.
Welche Rohrdurchmesser werden benötigt?
Für die Auswahl müssen der grössere und der kleinere Anschlussdurchmesser bekannt sein.
Wie wird die Baulänge bestimmt?
Für die zentrische Standardausführung gilt L = D − d + 100 mm. D bezeichnet den grösseren und d den kleineren Rohrdurchmesser.
Was ist der Unterschied zu einer exzentrischen Reduktion?
Bei der zentrischen Ausführung liegen beide Anschlüsse auf derselben Mittelachse. Bei der exzentrischen Reduktion sind die Anschlussachsen gegeneinander versetzt.
Was ist der Unterschied zur zentrisch gepressten Reduktion?
Die Standardausführung wird mit variabler kleinerer Anschlussgrösse geführt. Die gepresste Ausführung besteht aus fest definierten Durchmesserkombinationen und wird separat angeboten.
Kann die Reduktion auch in umgekehrter Strömungsrichtung verwendet werden?
Das Formteil verbindet zwei unterschiedliche Rohrdurchmesser. Je nach Anlagenkonzept kann die Strömung daher auch vom kleineren zum grösseren Anschluss erfolgen. Die strömungstechnische Auslegung des Systems muss dabei berücksichtigt werden.
Wie wird der kleinere Ø gewählt?
Der Rohrdurchmesser sollte zur benötigten Luftmenge, der gewünschten Strömungsgeschwindigkeit und den Druckverlusten des nachfolgenden Rohrsystems passen.