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Abzweiger 45° reduziert für Spiralfalzrohre

Abzweiger 45° reduziert aus sendzimirverzinktem Stahl kombinieren eine schräge Verzweigung mit einer anschliessenden Reduktion der Hauptleitung. Der Hauptrohr-Ø D wird bis zur Abzweigstelle weitergeführt; danach geht der Hauptstrang auf den kleineren Ø d über. Der 45°-Abgang d1 wird passend zur benötigten Nebenleitung gewählt.

Abzweiger 45° reduziert verbinden eine schräge Verzweigung mit einer anschliessenden Querschnittsanpassung der Hauptleitung. Der Hauptrohrdurchmesser D bleibt bis zur Abzweigstelle erhalten, ein Nebenstrang wird im Winkel von 45° herausgeführt und der weiterführende Hauptstrang geht danach auf den kleineren Ø d über.

45°-Verzweigung mit anschliessender Reduktion

Diese Bauform eignet sich für Rohrnetze, bei denen ein Teil der Luftmenge über einen schrägen Nebenstrang abgeführt beziehungsweise zugeführt wird und der weiterführende Hauptstrang anschliessend mit kleinerem Querschnitt weiterläuft.

Der Hauptrohr-Ø wird dabei nicht vor der Verzweigung reduziert. Die ursprüngliche Dimension bleibt bis zur eigentlichen Abzweigstelle bestehen.

Bei diesem Spiralfalzrohrsystem beziehen sich die angegebenen Ø auf den Innendurchmesser.

Hauptleitung

D = Ausgangsgrösse

D bezeichnet den Ø der Hauptleitung vor und bis zur Abzweigstelle.

Abgang

d1 = variabler 45°-Abgang

d1 bezeichnet den Ø des schrägen Nebenstrangs und wird passend zur benötigten Rohrdimension gewählt.

Weiterführung

d = reduzierter Hauptstrang

Nach der Verzweigung geht die Hauptleitung auf den kleineren Ø d über.

D, d1 und d richtig bestimmen

Für die Auswahl eines reduzierten 45°-Abzweigers müssen drei Rohrdimensionen festgelegt werden.

D bezeichnet den Ø der Hauptleitung vor der Verzweigung.

d1 bezeichnet den Ø des 45°-Abgangs und richtet sich nach der vorgesehenen Nebenleitung.

d bezeichnet den Ø der weiterführenden Hauptleitung nach der Abzweigung und Reduktion.

Beispiel für die Dimensionierung

Eine Hauptleitung kommt beispielsweise mit Ø D = 500 mm zur Verzweigung. Von dort soll ein Nebenstrang mit Ø d1 = 250 mm im Winkel von 45° abgehen.

Da nach der Verzweigung nur noch die verbleibende Luftmenge durch die Hauptleitung geführt wird, kann der anschliessende Hauptstrang auf einen entsprechend ausgelegten kleineren Ø d reduziert werden.

Die tatsächlich erforderliche Grösse von d muss aus Luftmenge, gewünschter Strömungsgeschwindigkeit und Druckverlust des nachfolgenden Leitungsabschnitts bestimmt werden.

Warum nach dem Abzweig reduzieren?

Wird an einer Verzweigung ein Teil des Volumenstroms in einen Nebenstrang geführt, verbleibt im weiterführenden Hauptstrang eine geringere Luftmenge.

Dadurch kann ein kleinerer Rohrquerschnitt für den nachfolgenden Abschnitt sinnvoll werden. Der reduzierte Abzweiger verbindet diese Anpassung unmittelbar mit der Verzweigung.

Der kleinere Ø sollte jedoch nicht pauschal festgelegt werden, sondern aus der tatsächlichen Luftmengenverteilung und der Auslegung des gesamten Rohrnetzes hervorgehen.

Abzweiger 45° Standard oder reduziert?

Beim normalen Abzweiger 45° bleibt der Ø der Hauptleitung vor und nach der Verzweigung identisch.

Beim Abzweiger 45° reduziert geht der Hauptstrang nach der Abzweigstelle auf den kleineren Ø d über.

Die reduzierte Variante ist deshalb sinnvoll, wenn sowohl eine Nebenleitung abzweigen als auch der Querschnitt der weiterführenden Hauptleitung angepasst werden soll.

Reduziert oder direkt reduziert?

Auch bei den 45°-Abzweigern existieren unterschiedliche reduzierte Bauformen.

Bei der hier beschriebenen reduzierten Ausführung bleibt D bis zur Abzweigstelle erhalten und geht erst danach auf d über.

Die direkt reduzierte Ausführung besitzt eine andere konstruktive Geometrie und wird deshalb separat betrachtet. Beide Varianten sollten nicht allein aufgrund gleicher Anschlussdurchmesser miteinander gleichgesetzt werden.

Vorteil des 45°-Abgangs

Der 45°-Abgang führt den Nebenstrom flacher aus der Hauptleitung als eine 90°-Verzweigung.

Dadurch kann ein gleichmässigerer Übergang zwischen Haupt- und Nebenleitung entstehen, sofern Rohrdimensionen und Luftmengen entsprechend ausgelegt sind.

Gleichzeitig benötigt ein 45°-Abzweig mehr Platz entlang der Haupttrasse als eine rechtwinklige Verzweigung. Die verfügbare Einbaulänge sollte deshalb vor der Auswahl geprüft werden.

45° oder 90° reduziert?

Beide Ausführungen können eine Verzweigung mit anschliessender Reduktion der Hauptleitung kombinieren.

Der 90°-Abzweiger führt den Nebenstrang unmittelbar seitlich weg und eignet sich damit für kompaktere Einbausituationen. Der 45°-Abzweiger benötigt mehr Längsraum, ermöglicht dafür aber eine flachere Führung des Nebenstrangs.

Welche Variante sinnvoll ist, hängt von Rohrtrasse, Platzverhältnissen und der strömungstechnischen Auslegung ab.

Luftmengenverteilung richtig berücksichtigen

Vor der Verzweigung transportiert die Hauptleitung den gesamten an dieser Stelle vorhandenen Volumenstrom.

Ein Teil davon wird über d1 in den Nebenstrang geführt. Der verbleibende Anteil strömt über den reduzierten Hauptstrang d weiter.

Das Formteil selbst regelt diese Luftmengen nicht. Die tatsächliche Verteilung ergibt sich aus den Widerständen der angeschlossenen Leitungswege und der Gesamtanlage.

Ø d passend zur verbleibenden Luftmenge wählen

Die Dimension d sollte aus der Luftmenge abgeleitet werden, die nach der Verzweigung in der Hauptleitung verbleibt.

Wird der Querschnitt zu klein gewählt, steigt bei gleicher Luftmenge die Strömungsgeschwindigkeit und damit der Druckverlust. Ein unnötig grosser Querschnitt führt dagegen zu geringerer Strömungsgeschwindigkeit.

Deshalb sollte der weiterführende Ø immer im Zusammenhang mit dem vollständigen nachfolgenden Rohrstrang festgelegt werden.

Druckverlust der kombinierten Form berücksichtigen

Innerhalb dieses Formteils finden sowohl eine Verzweigung als auch eine Querschnittsänderung statt.

Beide Vorgänge beeinflussen den Strömungswiderstand. Zusätzlich wirken sich Luftgeschwindigkeit, Verhältnis der Anschlussdurchmesser und Luftmengenverteilung auf den tatsächlichen Druckverlust aus.

Bei grösseren Rohrnetzen sollte der Abzweiger deshalb gemeinsam mit weiteren Bögen, Reduktionen, Verzweigungen und Regulierelementen in der Gesamtauslegung berücksichtigt werden.

Einsatz in abgestuften Hauptleitungen

Reduzierte Abzweiger eignen sich besonders für Hauptleitungen, aus denen nacheinander mehrere Nebenstränge herausgeführt werden.

Nach jedem Abgang kann sich die weiterzuführende Luftmenge reduzieren. Entsprechend kann auch eine schrittweise Anpassung des Hauptrohrquerschnitts sinnvoll sein.

Die jeweiligen Dimensionen sollten dabei aus der Planung des vollständigen Rohrnetzes hervorgehen.

Abzweiger für Abluft und industrielle Luftführung

Die reduzierten 45°-Abzweiger gehören zum Spiralfalzrohrsystem für Abluft, Zu- und Fortluft sowie allgemeine industrielle Luftführung.

Sie eignen sich für verzweigte Rohrnetze, bei denen ein Nebenstrang flach herausgeführt und der weiterführende Hauptrohrquerschnitt gleichzeitig angepasst werden soll.

Je nach Medium und Betriebsbedingungen kann das System auch für ausgewählte leichte Absauganwendungen eingesetzt werden. Für materialführende Absaugungen mit grösseren Staub- oder Spänemengen, abrasiven Medien oder höherer mechanischer Belastung sollte geprüft werden, ob ein speziell dafür ausgelegtes Absaugrohrsystem technisch geeigneter ist.

Einbauraum berücksichtigen

Durch den 45°-Abgang benötigt das Formteil mehr Platz entlang der Hauptleitung als eine 90°-Ausführung.

Vor der Bestellung sollte deshalb geprüft werden, ob der Nebenstrang ohne Konflikt mit Wänden, Maschinen, anderen Leitungen oder Tragkonstruktionen geführt werden kann.

Auch auf der reduzierten Hauptseite muss ausreichend Platz für den weiterführenden Rohrstrang und die benötigten Verbindungselemente vorhanden sein.

Montage und Befestigung

Alle drei angeschlossenen Rohrstränge sollten spannungsarm und sauber ausgerichtet werden.

Besonders der 45°-Nebenstrang sollte separat abgestützt werden, damit sein Eigengewicht nicht dauerhaft über den Abzweiger und dessen Verbindungen getragen wird.

Bei grösseren Rohrdimensionen muss zusätzlich das Eigengewicht des Formteils bei der Befestigungsplanung berücksichtigt werden.

Beratung zu Abzweigern 45° reduziert

Für die Auswahl benötigen wir den Hauptrohr-Ø D vor der Verzweigung, den gewünschten Abgangs-Ø d1 und den weiterführenden Hauptrohr-Ø d nach der Reduktion. Bei bestehenden Anlagen helfen Fotos und eine einfache Skizze der Einbausituation. Wir unterstützen Sie bei der Festlegung der passenden Dimensionen und bei der Auswahl zwischen Standard-, reduzierter und direkt reduzierter Ausführung.

FAQ – Häufige Fragen zu Abzweigern 45° reduziert

Was ist ein Abzweiger 45° reduziert?

Das Formteil kombiniert einen 45°-Abgang mit einer anschliessenden Reduktion der weiterführenden Hauptleitung.

Was bedeutet D?

D bezeichnet den Ø der Hauptleitung vor und bis zur Abzweigstelle.

Was bedeutet d1?

d1 bezeichnet den Ø des seitlichen 45°-Abgangs und wird passend zur benötigten Nebenleitung gewählt.

Was bedeutet d?

d bezeichnet den Ø der weiterführenden Hauptleitung nach der Verzweigung und Reduktion.

Wo erfolgt die Reduktion?

Der Hauptrohr-Ø D bleibt bis zur Abzweigstelle erhalten. Erst danach reduziert sich die weiterführende Hauptleitung auf Ø d.

Was ist der Unterschied zum normalen Abzweiger 45°?

Beim normalen Abzweiger bleibt der Hauptrohr-Ø vor und nach der Verzweigung identisch. Bei der reduzierten Ausführung geht der weiterführende Hauptstrang nach dem Abzweig auf einen kleineren Ø über.

Wie wird der weiterführende Ø d bestimmt?

Er sollte aus der nach der Verzweigung verbleibenden Luftmenge, der gewünschten Strömungsgeschwindigkeit und den Druckverlusten des nachfolgenden Rohrsystems abgeleitet werden.

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