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Abzweiger 30° reduziert für Spiralfalzrohre

Abzweiger 30° reduziert aus sendzimirverzinktem Stahl kombinieren eine flache Verzweigung mit einer anschliessenden Reduktion der Hauptleitung. Der Hauptrohr-Ø D wird bis zur Abzweigstelle weitergeführt; danach geht der Hauptstrang auf den kleineren Ø d über. Der 30°-Abgang d1 wird passend zur benötigten Nebenleitung gewählt.

Abzweiger 30° reduziert verbinden eine flache Verzweigung mit einer anschliessenden Querschnittsanpassung der Hauptleitung. Der Hauptrohrdurchmesser D bleibt bis zur Abzweigstelle erhalten, ein Nebenstrang wird im Winkel von 30° herausgeführt und der weiterführende Hauptstrang geht danach auf den kleineren Ø d über.

30°-Verzweigung mit anschliessender Reduktion

Diese Bauform eignet sich für Rohrnetze, bei denen ein Nebenstrang möglichst flach aus der Hauptleitung herausgeführt werden soll und gleichzeitig der Querschnitt der weiterführenden Hauptleitung angepasst werden muss.

Der ursprüngliche Hauptrohr-Ø bleibt bis zur eigentlichen Abzweigstelle bestehen. Erst danach reduziert sich der weiterführende Hauptstrang auf die gewünschte kleinere Dimension.

Bei diesem Spiralfalzrohrsystem beziehen sich die angegebenen Ø auf den Innendurchmesser.

Hauptleitung

D = Ausgangsgrösse

D bezeichnet den Ø der Hauptleitung vor und bis zur Abzweigstelle.

Abgang

d1 = variabler 30°-Abgang

d1 bezeichnet den Ø des flach geführten Nebenstrangs und wird passend zur benötigten Rohrdimension gewählt.

Weiterführung

d = reduzierter Hauptstrang

Nach der Verzweigung geht die Hauptleitung auf den kleineren Ø d über.

D, d1 und d richtig bestimmen

Für die Auswahl eines reduzierten 30°-Abzweigers müssen drei Rohrdimensionen festgelegt werden.

D bezeichnet den Ø der Hauptleitung vor der Verzweigung.

d1 bezeichnet den Ø des 30°-Abgangs und richtet sich nach der vorgesehenen Nebenleitung.

d bezeichnet den Ø der weiterführenden Hauptleitung nach der Abzweigung und Reduktion.

Beispiel für die Dimensionierung

Eine Hauptleitung kommt beispielsweise mit Ø D = 500 mm zur Verzweigung. Von dort soll ein Nebenstrang mit Ø d1 = 250 mm im Winkel von 30° abgehen.

Da nach der Verzweigung nur noch die verbleibende Luftmenge durch die Hauptleitung geführt wird, kann der anschliessende Hauptstrang auf einen entsprechend ausgelegten kleineren Ø d reduziert werden.

Welche Dimension d tatsächlich erforderlich ist, muss aus der verbleibenden Luftmenge, der gewünschten Strömungsgeschwindigkeit und den Druckverlusten des nachfolgenden Rohrnetzes bestimmt werden.

Warum nach der Verzweigung reduzieren?

Wird an einer Verzweigung ein Teil des Luftvolumenstroms über den Nebenstrang geführt, verbleibt in der weiterführenden Hauptleitung eine geringere Luftmenge.

Dadurch kann es sinnvoll sein, den Rohrquerschnitt des nachfolgenden Hauptstrangs an die verbleibende Luftmenge anzupassen.

Der reduzierte Abzweiger kombiniert diese Querschnittsänderung direkt mit der Verzweigung. Die Dimension d sollte jedoch immer aus der tatsächlichen Systemauslegung hervorgehen und nicht pauschal gewählt werden.

Abzweiger 30° Standard oder reduziert?

Beim normalen Abzweiger 30° bleibt der Ø der Hauptleitung vor und nach der Verzweigung identisch.

Beim Abzweiger 30° reduziert geht der Hauptstrang nach der Abzweigstelle auf den kleineren Ø d über.

Die reduzierte Ausführung ist damit sinnvoll, wenn sowohl ein Nebenstrang abzweigen als auch die weiterführende Hauptleitung gleichzeitig kleiner dimensioniert werden soll.

Reduziert oder direkt reduziert?

Auch bei den 30°-Abzweigern werden eine reduzierte und eine direkt reduzierte Bauform unterschieden.

Bei der hier beschriebenen reduzierten Ausführung bleibt D bis zur Abzweigstelle erhalten und geht erst danach auf d über.

Die direkt reduzierte Ausführung besitzt eine andere konstruktive Geometrie und wird deshalb separat geführt. Beide Varianten sollten nicht allein anhand gleicher Anschlussdurchmesser miteinander gleichgesetzt werden.

Vorteil des flachen 30°-Abgangs

Der 30°-Abgang führt den Nebenstrang besonders flach aus der Hauptleitung heraus.

Dadurch lässt sich der Nebenstrom mit vergleichsweise geringer Richtungsänderung aus der Haupttrasse führen. Bei geeigneter Dimensionierung kann dies einen günstigen Strömungsverlauf ermöglichen.

Gleichzeitig benötigt die flache Bauform mehr Platz entlang der Hauptleitung. Die verfügbare Einbaulänge sollte deshalb frühzeitig berücksichtigt werden.

30°, 45° oder 90° reduziert?

Alle drei Ausführungen kombinieren eine Verzweigung mit einer möglichen Querschnittsanpassung der weiterführenden Hauptleitung.

Der 30°-Abzweiger führt den Nebenstrang am flachsten und benötigt dafür den meisten Raum entlang der Haupttrasse. Die 45°-Variante bildet einen Mittelweg, während der 90°-Abzweiger den Nebenstrang kompakt seitlich wegführt.

Welcher Winkel geeignet ist, hängt von der Rohrtrasse, dem verfügbaren Einbauraum und der strömungstechnischen Auslegung ab.

Luftmengenverteilung richtig berücksichtigen

Vor der Abzweigstelle transportiert die Hauptleitung den gesamten an dieser Stelle vorhandenen Luftvolumenstrom.

Ein Teil davon wird über d1 in den Nebenstrang geführt. Der verbleibende Anteil strömt über den reduzierten Hauptstrang d weiter.

Das Formteil selbst bestimmt diese Verteilung nicht. Die tatsächlichen Volumenströme ergeben sich aus den Widerständen der angeschlossenen Rohrwege und der gesamten Anlagenkonfiguration.

Ø d passend zur verbleibenden Luftmenge wählen

Der weiterführende Ø d sollte aus der nach der Verzweigung verbleibenden Luftmenge abgeleitet werden.

Ein zu kleiner Querschnitt erhöht bei gleicher Luftmenge Strömungsgeschwindigkeit und Druckverlust. Ein unnötig grosser Querschnitt reduziert die Strömungsgeschwindigkeit entsprechend.

Deshalb sollte d immer gemeinsam mit dem vollständigen nachfolgenden Leitungsabschnitt dimensioniert werden.

Druckverlust bei Verzweigung und Reduktion

Innerhalb des Formteils finden sowohl eine Luftstromaufteilung als auch eine Querschnittsänderung statt. Beide beeinflussen den Strömungswiderstand des Systems.

Zusätzlich wirken sich Rohrdurchmesser, Luftgeschwindigkeit, Verhältnis der Anschlussgrössen und Luftmengenverteilung auf den tatsächlichen Druckverlust aus.

Bei grösseren Rohrnetzen sollte der reduzierte Abzweiger deshalb gemeinsam mit weiteren Bögen, Verzweigungen, Reduktionen und Regulierelementen in der Gesamtauslegung berücksichtigt werden.

Einsatz in abgestuften Hauptleitungen

Reduzierte 30°-Abzweiger eignen sich besonders für Hauptleitungen, aus denen nacheinander mehrere Nebenstränge möglichst flach herausgeführt werden.

Nach jedem Abgang kann sich die in der Hauptleitung verbleibende Luftmenge verringern. Dadurch kann auch eine stufenweise Anpassung des Hauptrohrquerschnitts sinnvoll werden.

Die einzelnen Dimensionen sollten dabei aus der Planung des vollständigen Rohrnetzes hervorgehen.

Abzweiger für Abluft und industrielle Luftführung

Die reduzierten 30°-Abzweiger gehören zum Spiralfalzrohrsystem für Abluft, Zu- und Fortluft sowie allgemeine industrielle Luftführung.

Sie eignen sich für verzweigte Rohrnetze, bei denen ein Nebenstrang flach aus der Haupttrasse geführt und der weiterführende Hauptrohrquerschnitt gleichzeitig angepasst werden soll.

Je nach Medium und Betriebsbedingungen kann das System auch für ausgewählte leichte Absauganwendungen eingesetzt werden. Für materialführende Absaugungen mit grösseren Staub- oder Spänemengen, abrasiven Medien oder höherer mechanischer Belastung sollte geprüft werden, ob ein speziell dafür ausgelegtes Absaugrohrsystem technisch geeigneter ist.

Einbauraum des 30°-Abgangs berücksichtigen

Der flache 30°-Winkel benötigt vergleichsweise viel Platz entlang der Hauptleitung.

Vor der Bestellung sollte deshalb geprüft werden, ob der Nebenstrang ohne Konflikt mit Wänden, Maschinen, anderen Leitungen oder Tragkonstruktionen geführt werden kann.

Auch auf der reduzierten Hauptseite muss ausreichend Raum für den weiterführenden Rohrstrang und die benötigten Verbindungselemente vorhanden sein.

Montage und Befestigung

Alle drei angeschlossenen Rohrstränge sollten spannungsarm und sauber zueinander ausgerichtet werden.

Besonders der lange, flach herausgeführte Nebenstrang sollte ausreichend abgestützt werden, damit sein Eigengewicht nicht dauerhaft über den Abzweiger und dessen Verbindungen getragen wird.

Bei grossen Rohrdimensionen sollte zusätzlich das Eigengewicht des Formteils selbst in der Befestigungsplanung berücksichtigt werden.

Beratung zu Abzweigern 30° reduziert

Für die Auswahl benötigen wir den Hauptrohr-Ø D vor der Verzweigung, den gewünschten Abgangs-Ø d1 und den weiterführenden Hauptrohr-Ø d nach der Reduktion. Bei bestehenden Anlagen helfen Fotos und eine einfache Skizze der Einbausituation. Wir unterstützen Sie bei der Festlegung der passenden Dimensionen und bei der Auswahl zwischen Standard-, reduzierter und direkt reduzierter Ausführung.

FAQ – Häufige Fragen zu Abzweigern 30° reduziert

Was ist ein Abzweiger 30° reduziert?

Das Formteil kombiniert einen flachen 30°-Abgang mit einer anschliessenden Reduktion der weiterführenden Hauptleitung.

Was bedeutet D?

D bezeichnet den Ø der Hauptleitung vor und bis zur Abzweigstelle.

Was bedeutet d1?

d1 bezeichnet den Ø des seitlichen 30°-Abgangs und wird passend zur benötigten Nebenleitung gewählt.

Was bedeutet d?

d bezeichnet den Ø der weiterführenden Hauptleitung nach der Verzweigung und Reduktion.

Wo erfolgt die Reduktion?

Der Hauptrohr-Ø D bleibt bis zur Abzweigstelle erhalten. Erst danach reduziert sich der weiterführende Hauptstrang auf Ø d.

Was ist der Unterschied zum normalen Abzweiger 30°?

Beim normalen Abzweiger bleibt der Hauptrohr-Ø vor und nach der Verzweigung identisch. Bei der reduzierten Ausführung wird der weiterführende Hauptstrang nach dem Abzweig kleiner.

Welchen Vorteil bietet der 30°-Abgang?

Der Nebenstrang wird besonders flach aus der Hauptleitung geführt. Das ermöglicht einen gleichmässigen Leitungsverlauf, benötigt jedoch mehr Einbauraum entlang der Haupttrasse.

Wie wird der weiterführende Ø d bestimmt?

Er sollte aus der nach der Verzweigung verbleibenden Luftmenge, der gewünschten Strömungsgeschwindigkeit und den Druckverlusten des nachfolgenden Rohrsystems abgeleitet werden.

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