Sattelstücke für Spiralfalzrohre und industrielle Luftführung
Sattelstücke ermöglichen zusätzliche Rohranschlüsse direkt an einer bestehenden Spiralfalzleitung. Zur Auswahl stehen zentrische Sattelstücke mit 90°, 45° und 30° sowie gepresste 90°-Standardgrössen mit fest definierten Kombinationen aus Anschluss- und Rohrdurchmesser.
Sattelstücke werden eingesetzt, wenn an einer bestehenden runden Rohrleitung ein zusätzlicher Anschluss geschaffen werden soll. Das Formteil wird auf die Mantelfläche des Hauptrohres gesetzt und bildet den Übergang zu einer zusätzlichen Leitung. Innerhalb unseres Spiralfalzrohrsystems stehen zentrische Sattelstücke mit 90°, 45° und 30° sowie gepresste 90°-Standardgrössen mit fest definierten Anschlusskombinationen zur Verfügung.
Zusätzliche Anschlüsse an Spiralfalzrohren
Sattelstücke unterscheiden sich konstruktiv von klassischen Abzweigern. Während ein Abzweiger als vollständiges Formteil in die Hauptleitung eingebaut wird, wird ein Sattelstück direkt auf die Oberfläche eines vorhandenen Rundrohres aufgesetzt.
Dadurch kann an einer geeigneten Stelle des Rohrsystems ein zusätzlicher Leitungsanschluss geschaffen werden, ohne dass dafür zwingend ein kompletter Rohrabschnitt durch einen Abzweiger ersetzt werden muss.
Besonders bei Erweiterungen und Anpassungen bestehender Luftführungssysteme kann diese Bauweise praktisch sein. Für die Auswahl müssen Anschluss-Ø, Hauptrohr-Ø, Winkel und die Position des neuen Leitungsstranges berücksichtigt werden.
Zusätzlichen Anschluss schaffen
Sattelstücke ermöglichen einen weiteren Rohranschluss direkt auf einer bestehenden Spiralfalz- oder Rundrohrleitung.
90°, 45° oder 30°
Unterschiedliche Winkel ermöglichen eine Anpassung des neuen Leitungsstranges an Einbauraum, Rohrführung und Anlagengeometrie.
Variabel oder Standardgrösse
Neben variablen zentrischen Ausführungen stehen gepresste 90°-Standardgrössen für fest definierte Anschluss- und Rohrdurchmesser zur Verfügung.
Produktgruppen der Sattelstücke
Sattelstücke 90° zentrisch bilden einen rechtwinkligen Anschluss an der bestehenden Rundrohrleitung. Sie eignen sich für kompakte Einbausituationen, in denen der zusätzliche Leitungsstrang senkrecht beziehungsweise rechtwinklig vom Hauptrohr weggeführt werden soll.
Sattelstücke 90° Standardgrössen sind zentrisch gepresste Ausführungen mit bereits fest definierten Kombinationen aus Anschluss-Ø und geeignetem Hauptrohr-Ø. Sie ermöglichen eine einfache Auswahl bei häufig verwendeten Rohrdimensionen.
Sattelstücke 45° zentrisch führen den zusätzlichen Rohrstrang schräg von der Hauptleitung weg. Dadurch entsteht eine weniger abrupte geometrische Richtungsänderung als bei einer 90°-Ausführung.
Sattelstücke 30° zentrisch besitzen einen besonders flachen Anschlusswinkel und ermöglichen eine langgezogenere Einbindung des zusätzlichen Leitungsstranges.
Sattelstück 90° zentrisch
Das zentrische 90°-Sattelstück erzeugt einen rechtwinkligen Anschluss auf einer bestehenden Rundrohrleitung.
Diese Bauform eignet sich insbesondere dann, wenn eine zusätzliche Leitung auf vergleichsweise kurzer Strecke seitlich oder senkrecht vom Hauptrohr weggeführt werden soll.
Die vorhandene Produktserie umfasst unterschiedliche Anschluss-Ø. Welcher Hauptrohrdurchmesser und welche Anschlussgrösse miteinander kombiniert werden können, muss anhand der jeweiligen Ausführung geprüft werden.
Sattelstück 90° Standardgrössen
Die 90°-Standardgrössen unterscheiden sich von den variablen Sattelstücken durch fest definierte Kombinationen aus Anschluss-Ø und Rohrdurchmesser.
Es handelt sich um zentrisch gepresste Sattelstücke, deren Form bereits für bestimmte Rohrgrössen vorgesehen ist.
In unserem Sortiment sind beispielsweise Ausführungen wie Ø 80 mm für Rohr Ø 80 mm, Ø 80 mm für Rohr Ø 100 mm oder Ø 100 mm für Rohr Ø 125 mm dokumentiert. Je nach Anschluss-Ø stehen weitere fest definierte Rohrgrössen beziehungsweise Rohrgrössenbereiche zur Verfügung.
Warum Standardgrössen?
Bei den gepressten Standardausführungen ist die Kontur des Sattelstücks bereits auf bestimmte Hauptrohrgrössen abgestimmt.
Dadurch kann die Auswahl besonders einfach erfolgen, wenn die vorhandene Rohrdimension einer der vorgesehenen Standardkombinationen entspricht.
Entscheidend ist dabei immer die Kombination aus gewünschtem Anschluss-Ø und tatsächlichem Hauptrohr-Ø. Beide Angaben müssen bei der Auswahl berücksichtigt werden.
Sattelstück 45° zentrisch
Beim zentrischen 45°-Sattelstück wird der neue Leitungsstrang schräg an die bestehende Rundrohrleitung angebunden.
Gegenüber einem rechtwinkligen Anschluss entsteht dadurch eine flachere Leitungsgeometrie. Das kann vorteilhaft sein, wenn die nachfolgende Rohrleitung ohnehin schräg in Richtung des weiteren Leitungsverlaufs geführt werden soll.
Für diese Bauform stehen unterschiedliche Anschlussgrössen zur Verfügung. Der passende Hauptrohranschluss muss entsprechend der konkreten Einbausituation festgelegt werden.
Sattelstück 30° zentrisch
Ein zentrisches 30°-Sattelstück führt den zusätzlichen Rohrstrang besonders flach von der Hauptleitung weg.
Dadurch entsteht eine langgezogene Verbindungsgeometrie, die entsprechend mehr Platz entlang des Hauptrohres benötigt.
Die 30°-Ausführung eignet sich besonders für Installationen, bei denen eine flache Leitungsführung konstruktiv möglich und genügend Einbauraum vorhanden ist.
90°, 45° oder 30° – welcher Winkel passt?
Die Auswahl des Winkels richtet sich primär nach dem geplanten Verlauf der zusätzlichen Rohrleitung.
Ein 90°-Sattelstück ermöglicht einen kompakten rechtwinkligen Anschluss. Die 45°-Ausführung führt den neuen Strang schräg weg, während die 30°-Variante die flachste und längste Anschlussgeometrie bietet.
Neben dem verfügbaren Platz sollte auch berücksichtigt werden, welche Bögen und weiteren Formteile nach dem Sattelstück benötigt werden. Eine sinnvoll gewählte Anschlussrichtung kann zusätzliche Umlenkungen im nachfolgenden Rohrstrang vermeiden.
Sattelstück oder Abzweiger?
Ein Abzweiger wird als vollständiges Formteil in den Leitungsstrang integriert. Das Hauptrohr wird dabei über das Formteil weitergeführt und erhält gleichzeitig einen zusätzlichen Anschluss.
Ein Sattelstück wird dagegen auf eine bestehende Rohrleitung aufgesetzt und schafft dort einen zusätzlichen Anschluss.
Dadurch kann ein Sattelstück insbesondere bei nachträglichen Erweiterungen interessant sein. Welche Lösung technisch sinnvoller ist, hängt jedoch von Rohrsystem, Einbausituation, Luftmengen und gewünschter Leitungsgeometrie ab.
Sattelstücke bei Erweiterungen bestehender Rohrnetze
Eine typische Anwendung für Sattelstücke ist die nachträgliche Ergänzung eines bestehenden Luftführungssystems.
Soll beispielsweise ein zusätzlicher Arbeitsplatz, eine Maschine oder ein weiterer Luftweg angeschlossen werden, kann an einer geeigneten Stelle des vorhandenen Spiralfalzrohres ein neuer Anschluss geschaffen werden.
Vor einer Erweiterung muss allerdings geprüft werden, ob die bestehende Leitung und das Luftförderaggregat die zusätzlichen Luftmengen beziehungsweise den veränderten Systemwiderstand aufnehmen können.
Öffnung im Hauptrohr richtig ausführen
Für den Anschluss eines Sattelstücks muss im Hauptrohr eine passende Öffnung hergestellt werden.
Die Öffnung sollte sauber ausgeführt und auf die Geometrie des gewählten Sattelstücks abgestimmt sein. Unnötige Kanten oder stark überstehende Bereiche im Luftweg sollten vermieden werden.
Gleichzeitig muss das Sattelstück so positioniert und befestigt werden, dass eine stabile Verbindung mit der bestehenden Rohrleitung entsteht.
Anschluss-Ø und Hauptrohr-Ø unterscheiden
Bei einem Sattelstück müssen grundsätzlich zwei unterschiedliche Grössen betrachtet werden: der Ø der neu anzuschliessenden Leitung und der Ø des vorhandenen Hauptrohres.
Besonders bei den 90°-Standardgrössen ist diese Unterscheidung wichtig, da die einzelnen Artikel für definierte Kombinationen aus beiden Grössen vorgesehen sind.
Die Bestellung sollte deshalb nicht allein anhand des gewünschten Abgangs-Ø erfolgen. Auch die vorhandene Rohrdimension muss bekannt sein.
Luftmenge des neuen Leitungsstranges berücksichtigen
Mit einem zusätzlichen Sattelstück entsteht ein weiterer Luftweg innerhalb des Rohrsystems. Dadurch verändert sich die Luftmengenverteilung.
Der Anschlussdurchmesser sollte deshalb zur tatsächlich benötigten Luftmenge des neuen Leitungsstranges passen.
Gleichzeitig muss geprüft werden, ob der Hauptstrang den veränderten Gesamtvolumenstrom führen kann und ob der vorhandene Ventilator beziehungsweise das Luftförderaggregat weiterhin ausreichend dimensioniert ist.
Strömungswiderstand des zusätzlichen Anschlusses
Jede neue Verzweigung beeinflusst die Strömungsverhältnisse im Rohrnetz. Auch ein Sattelstück erzeugt gegenüber einer geraden Rohrleitung zusätzlichen Widerstand.
Winkel, Anschluss-Ø, Hauptrohr-Ø und Luftmengenverteilung wirken sich auf die Strömung an der Anschlussstelle aus.
Bei komplexeren Rohrnetzen mit mehreren Sattelstücken, Abzweigern und weiteren Formteilen sollten diese Einflüsse bei der Auslegung des Gesamtsystems berücksichtigt werden.
Sattelstücke aus sendzimirverzinktem Stahl
Die Sattelstücke des vorhandenen Rundrohrprogramms werden aus sendzimirverzinktem Stahl gefertigt.
Sie sind damit materialseitig auf das verzinkte Spiralfalzrohrsystem abgestimmt und können innerhalb entsprechender Luftführungsinstallationen eingesetzt werden.
Die konkrete Eignung richtet sich zusätzlich nach Medium, Temperatur, mechanischer Belastung und den Anforderungen der gesamten Anlage.
Sattelstücke für Abluft und industrielle Luftführung
Die Sattelstücke dieser Kategorie gehören primär zum Spiralfalzrohrsystem für Abluft, Zu- und Fortluft sowie allgemeine industrielle Luftführung.
Je nach Medium und Betriebsbedingungen kann das Rohrsystem auch für ausgewählte leichte Absauganwendungen eingesetzt werden.
Für klassische materialführende Absaugungen mit grösseren Staub- oder Spänemengen, abrasiven Stoffen oder höherer mechanischer Beanspruchung sollte geprüft werden, ob ein speziell dafür ausgelegtes Absaugrohrsystem die technisch geeignetere Lösung ist.
Montage und Zugänglichkeit
Vor der Montage sollte die Position des neuen Anschlusses exakt festgelegt werden. Neben dem Sattelstück selbst müssen ausreichend Platz für die nachfolgende Rohrleitung, Verbindungselemente und Befestigungen vorhanden sein.
Der angeschlossene Rohrstrang sollte separat abgestützt werden, damit sein Gewicht nicht unnötig auf das Sattelstück und die Wandung des Hauptrohres übertragen wird.
Bei späteren Erweiterungen oder Umbauten sollte die Anschlussstelle möglichst zugänglich bleiben.
Beratung und technische Unterstützung
Für die Auswahl des passenden Sattelstücks benötigen wir den Ø der bestehenden Hauptleitung, den gewünschten Anschluss-Ø, den benötigten Winkel und die geplante Leitungsführung. Bei bestehenden Anlagen helfen Fotos oder eine einfache Skizze. Wir unterstützen Sie bei der Auswahl zwischen 90°, 45° und 30° sowie zwischen variabler zentrischer Ausführung und passender 90°-Standardgrösse.
FAQ – Häufige Fragen zu Sattelstücken
Wofür wird ein Sattelstück eingesetzt?
Ein Sattelstück schafft einen zusätzlichen Rohranschluss direkt auf einer bestehenden Rundrohrleitung. Es wird auf das Hauptrohr aufgesetzt und mit einer entsprechenden Öffnung im Rohr verbunden.
Welche Sattelstücke gibt es?
In dieser Kategorie finden Sie zentrische Sattelstücke mit 90°, 45° und 30° sowie gepresste 90°-Standardgrössen mit fest definierten Kombinationen aus Anschluss- und Hauptrohrdurchmesser.
Was ist der Unterschied zwischen Sattelstück und Abzweiger?
Ein Abzweiger wird als vollständiges Formteil in den Rohrstrang eingebaut. Ein Sattelstück wird dagegen auf eine bestehende Rohrleitung aufgesetzt und schafft dort einen zusätzlichen Anschluss.
Was bedeutet „90° Standardgrössen“?
Diese Unterkategorie enthält zentrisch gepresste Sattelstücke mit fest vorgegebenen Kombinationen aus Anschluss-Ø und geeignetem Hauptrohr-Ø. Die Form ist bereits auf bestimmte Standard-Rohrdimensionen abgestimmt.
Was unterscheidet 90°, 45° und 30°?
90° ergibt einen kompakten rechtwinkligen Anschluss. 45° führt die neue Leitung schräg vom Hauptrohr weg, während 30° die flachste und längste Anschlussgeometrie bietet.
Welche Ø muss ich bei einem Sattelstück kennen?
Benötigt werden der Ø der bestehenden Hauptleitung und der gewünschte Ø des neuen Anschlusses. Besonders bei den gepressten Standardgrössen müssen beide Werte zur vorgesehenen Produktvariante passen.
Kann ein Sattelstück nachträglich montiert werden?
Ja, Sattelstücke können besonders für Erweiterungen bestehender Rohrnetze interessant sein. Vor dem Einbau sollte jedoch geprüft werden, ob Rohrdimensionierung und verfügbare Luftleistung für den zusätzlichen Leitungsstrang ausreichend sind.
Sind diese Sattelstücke für klassische Staub- und Späneabsaugungen vorgesehen?
Die Sattelstücke gehören primär zum Spiralfalzrohrsystem für Abluft und industrielle Luftführung. Für materialführende Absaugungen mit grösseren Staub- oder Spänemengen, abrasiven Medien oder höherer mechanischer Belastung sollte geprüft werden, ob ein speziell dafür ausgelegtes Absaugrohrsystem geeigneter ist.