Segmentbögen für Spiralfalzrohre
Segmentbögen aus verzinktem Stahl ermöglichen definierte Richtungsänderungen innerhalb von Spiralfalzrohrsystemen. Die segmentierte Bauform ist in 15°, 30°, 45°, 60° und 90° erhältlich und erweitert das Rohrsystem insbesondere bei grösseren Rohrdurchmessern. Bei allen Bögen gilt ein Bogenradius von R = 1D.
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Segmentbögen werden eingesetzt, um den Verlauf einer Spiralfalzleitung gezielt zu verändern. Im Gegensatz zu gepressten Bögen wird die Bogenform aus mehreren einzelnen Segmenten aufgebaut. Dadurch lässt sich das Rohrprogramm auch für grössere Rohrdimensionen mit definierten Winkeln fortführen. Für alle Segmentbögen dieser Serie gilt ein Bogenradius von R = 1D.
Richtungsänderungen mit segmentierter Bauform
Segmentbögen bestehen aus mehreren miteinander verbundenen Rohrsegmenten, die gemeinsam die gewünschte Umlenkung bilden. Die Anzahl und Anordnung der Segmente richtet sich nach der jeweiligen Bogenkonstruktion und dem gewünschten Winkel.
Diese Bauweise ermöglicht eine stabile Bogenkonstruktion auch bei Rohrdurchmessern, für die eine gepresste Ausführung nicht oder nicht sinnvoll verfügbar ist.
Bei diesem Spiralfalzrohrsystem bezeichnet der angegebene Ø den Innendurchmesser. Der Bogenradius entspricht jeweils diesem Rohrdurchmesser.
Segmentiert
Die Bogenform wird aus mehreren Rohrsegmenten aufgebaut und ermöglicht dadurch Richtungsänderungen auch bei grösseren Rohrdimensionen.
15° bis 90°
Die Serie umfasst Segmentbögen mit 15°, 30°, 45°, 60° und 90° für unterschiedliche Leitungsverläufe.
R = 1D
Bei allen Segmentbögen entspricht der Bogenradius dem jeweiligen Rohrdurchmesser.
Was bedeutet R = 1D?
R = 1D bedeutet, dass der Radius des Bogens dem jeweiligen Rohrdurchmesser entspricht.
Bei einem Segmentbogen Ø 300 mm beträgt der Bogenradius somit 300 mm. Bei Ø 500 mm beträgt der Radius entsprechend 500 mm.
Mit zunehmendem Rohrdurchmesser wächst dadurch auch der Platzbedarf des Bogens. Bei grossen Rohrdimensionen sollte der benötigte Einbauraum deshalb bereits während der Planung berücksichtigt werden.
Verfügbare Winkel von 15° bis 90°
Für unterschiedliche Leitungsführungen stehen Segmentbögen mit 15°, 30°, 45°, 60° und 90° zur Verfügung.
Kleine Winkel wie 15° und 30° eignen sich für schrittweise Anpassungen des Rohrverlaufs. 45° und 60° ermöglichen deutlichere Richtungsänderungen, während ein 90°-Bogen für einen rechtwinkligen Verlauf eingesetzt wird.
Welcher Winkel sinnvoll ist, hängt von der geplanten Rohrtrasse, dem verfügbaren Raum und den übrigen Formteilen innerhalb des Systems ab.
Segmentbogen oder gepresster Bogen?
Beide Bauarten erfüllen dieselbe grundlegende Aufgabe: Sie verändern die Richtung einer runden Rohrleitung.
Gepresste Bögen werden aus einem entsprechend geformten Bauteil hergestellt und sind innerhalb unseres Spiralfalzsystems bis Ø 400 mm erhältlich. Segmentbögen bestehen dagegen aus mehreren zusammengesetzten Segmenten und erweitern den verfügbaren Grössenbereich.
Da bei beiden Ausführungen ein Radius von R = 1D verwendet wird, richtet sich die Auswahl in erster Linie nach Rohrdurchmesser, gewünschtem Winkel, verfügbarer Bauart und der jeweiligen Einbausituation.
Segmentbögen für grössere Rohrdimensionen
Ein wesentlicher Vorteil der segmentierten Bauweise ist die Möglichkeit, auch grössere Rundrohrdimensionen mit definierten Richtungsänderungen auszuführen.
Dadurch lassen sich auch gross dimensionierte Haupt- und Sammelleitungen innerhalb eines Spiralfalzrohrsystems mit passenden Umlenkungen planen.
Mit zunehmendem Ø steigen gleichzeitig Bauraum und Eigengewicht des Formteils. Entsprechend wichtig sind eine geeignete Leitungsführung und ausreichende Befestigung der angrenzenden Rohrstrecken.
Druckverlust bei Bögen berücksichtigen
Jede Richtungsänderung erhöht den Strömungswiderstand gegenüber einer geraden Rohrleitung.
Der tatsächliche Druckverlust hängt unter anderem von Rohrdurchmesser, Luftgeschwindigkeit, Winkel und Bogenradius ab. Stärkere Umlenkungen erzeugen dabei in der Regel einen höheren Widerstand als flachere Richtungsänderungen.
Bei der Auslegung eines vollständigen Rohrsystems sollten deshalb sämtliche Bögen und weiteren Formteile bei der Ermittlung des Gesamtdruckverlusts berücksichtigt werden.
Rohrtrasse möglichst strömungsgünstig planen
Bögen sollten nur dort eingesetzt werden, wo eine Richtungsänderung tatsächlich erforderlich ist.
Eine möglichst direkte Rohrführung mit wenigen unnötigen Umlenkungen reduziert Druckverlust und Montageaufwand. Wo der Einbauraum vorhanden ist, können mehrere flachere Richtungsänderungen gegenüber einer starken Umlenkung vorteilhaft sein.
Gleichzeitig müssen die räumlichen Gegebenheiten, Befestigungspunkte und Anschlusspositionen der übrigen Komponenten berücksichtigt werden.
Kombination mit Abzweigern und Reduktionen
Segmentbögen werden innerhalb eines Rohrnetzes häufig mit Abzweigern, Reduktionen und weiteren Formteilen kombiniert.
Werden mehrere Richtungs- oder Querschnittsänderungen unmittelbar hintereinander angeordnet, steigt der Strömungswiderstand entsprechend an.
Bei komplexeren Leitungsführungen sollte deshalb nicht nur jedes einzelne Formteil betrachtet werden, sondern der gesamte Verlauf vom Lufteintritt bis zum angeschlossenen Ventilator beziehungsweise Luftförderaggregat.
Segmentbögen für Abluft und industrielle Luftführung
Die Segmentbögen gehören zum Spiralfalzrohrsystem für Abluft, Zu- und Fortluft sowie allgemeine industrielle Luftführung.
Je nach Medium und Betriebsbedingungen kann das System auch in ausgewählten leichten Absauganwendungen eingesetzt werden.
Für klassische materialführende Absaugungen mit grösseren Staub- oder Spänemengen, abrasiven Medien oder höherer mechanischer Belastung sollte geprüft werden, ob ein speziell dafür ausgelegtes Absaugrohrsystem die technisch passendere Lösung ist.
Einbauraum bei grossen Ø berücksichtigen
Da bei allen Segmentbögen R = 1D gilt, nimmt der benötigte Raum für die Umlenkung mit wachsendem Rohrdurchmesser zu.
Besonders bei grossen Leitungen sollte deshalb frühzeitig geprüft werden, ob ausreichend Abstand zu Wänden, Decken, Maschinen oder anderen Installationen vorhanden ist.
Zusätzlich müssen die Anschlussbereiche für Verbindungselemente sowie genügend Platz für Montage und spätere Demontage zugänglich bleiben.
Montage und Abstützung
Segmentbögen sollten spannungsarm zwischen den angrenzenden Rohrkomponenten montiert werden. Die Anschlussachsen müssen möglichst sauber zueinander ausgerichtet sein.
Bei grösseren Ø sollte das Eigengewicht des Bogens bei der Befestigungsplanung berücksichtigt werden. Die angrenzenden Rohrstrecken müssen so abgestützt sein, dass keine unnötigen Lasten über die Verbindungspunkte übertragen werden.
Die Verbindungselemente sollten nach der Montage zugänglich bleiben, insbesondere wenn spätere Umbauten oder Wartungsarbeiten vorgesehen sind.
Beratung zu Segmentbögen
Für die Auswahl des passenden Segmentbogens sind Rohr-Ø, gewünschter Winkel, Einbauraum und der geplante Verlauf der Rohrleitung entscheidend. Bei bestehenden Anlagen helfen Fotos oder eine einfache Skizze der Rohrtrasse. Wir unterstützen Sie bei der Auswahl des passenden Bogens und bei der Zusammenstellung der weiteren benötigten Form- und Verbindungselemente.
FAQ – Häufige Fragen zu Segmentbögen
Wofür wird ein Segmentbogen eingesetzt?
Segmentbögen ermöglichen definierte Richtungsänderungen innerhalb eines Spiralfalzrohrsystems und werden insbesondere auch bei grösseren Rohrdimensionen eingesetzt.
Welche Winkel sind erhältlich?
Die Produktreihe umfasst Segmentbögen mit 15°, 30°, 45°, 60° und 90°.
Welchen Radius haben die Segmentbögen?
Bei allen Segmentbögen des Spiralfalzsystems gilt R = 1D. Der Bogenradius entspricht damit dem jeweiligen Rohrdurchmesser.
Was bedeutet R = 1D?
Der Radius ist gleich gross wie der Rohrdurchmesser. Bei einem Segmentbogen Ø 400 mm beträgt der Bogenradius somit 400 mm.
Was ist der Unterschied zwischen Segmentbogen und gepresstem Bogen?
Ein Segmentbogen wird aus mehreren einzelnen Segmenten aufgebaut. Gepresste Bögen werden dagegen als geformte Bogenbauteile hergestellt. Die Segmentbauweise ermöglicht insbesondere eine Erweiterung des Programms auf grössere Rohrdimensionen.
Verursacht ein Segmentbogen zusätzlichen Druckverlust?
Ja. Wie bei jeder Rohrumlenkung entsteht zusätzlicher Strömungswiderstand. Die Höhe hängt unter anderem von Luftgeschwindigkeit, Rohrdurchmesser, Winkel und Bogenradius ab.
Wann sollte ein kleinerer Bogenwinkel gewählt werden?
Wenn die räumlichen Gegebenheiten es zulassen, können flachere Richtungsänderungen mit 15°, 30° oder 45° strömungstechnisch günstiger sein als eine starke Umlenkung auf kurzer Strecke.